Orzo + Erbsen + Lauch + Ziegenfrischkäse = Auflauf

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

In meinen Kindertagen war Nudelauflauf ein fester Bestandteil des Speiseplans, was aber, glaube ich, weniger an mir lag, sondern daran, dass es ein billiges und sättigendes Gericht war. Nudelauflauf, das bedeutete üblicherweise Spirelli-Nudeln, Erbsen (aus eigenem Garten), Reste von Braten (an guten Tagen) oder Fleischwurstwürfel, eine dicke Eiermilch, etwas handgeriebenen Gouda von einem gelben Aldi-Block drauf, und Semmelbröselkruste. Diese Art Nudelauflauf verursacht bei mir bis heute ein sofortiges Pappsatt-Gefühl, wenn ich seiner auch nur ansichtig werde.

Cremiges Orzo-Gratin mit Ziegenfrischkaese, von foodfreak.de
Als Studentin habe ich mich per Mensa und einem Zweiplattenkocher versorgt, und studentischen WG-Kühlschrank-Reste-Nudelaufläufen entging ich ganz geschickt dadurch, dass ich mich entweder nur zum Tee, oder aber zum Kochen in besagte WGs einlud. Nudelaufläufe aß ich aber sehr wohl – in Form von Lasagne zum Beispiel.

In den Jahren, die ich in eigener Küche koche, gab es wohl auch mal Reste-Nudelauflauf, tendenziell mache ich aber einen Bogen um klassische Nudelaufläufe. Etwas weniger klassisch, weil mit Orzo und arabisch gewürztem Hackfleisch gemacht, gefiel mir der Orientalische Nudelauflauf sehr gut. Und als ich dann bei Pinterest die Creamy Baked Orzo with Ham, Leeks and Peas von The Kitchn sah, war – auch dank eines Erbsenrestes im Tiefkühler – meine Neugier geweckt, Orzo in Ziegenfrischkäse-Joghurt-Creme klang angenehm ungewöhnlich.

Am Ende habe ich allerdings nicht den Erbsenrest genommen, sondern neue Erbsen gekauft, um das volle 500-g-Päckchen meiner (türkischen) Rissoni/Orzo zu benutzen, und habe meine große Le Creuset Bratreine als Auflaufform verwendet.


Cremiges Orzo-Gratin mit Ziegenfrischkäse

nach einer Idee von The Kitchn

Ergibt: 6 Portionen

Zutaten

  • 500 Gramm Orzo, reisförmige Nudeln
  • Olivenöl
  • 1 große Lauchstange
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 Gramm Backschinken, gewürfelt
  • 150 Gramm Tiefkühl-Erbsen
  • 150 Gramm Ziegenfrischkäse, hier: Chavroux
  • 4 Eier
  • 150 ml Vollmilch
  • 200 Gramm Joghurt
  • 1-2 Esslöffel Kräuter der Provence, hier: von Goutess
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit Öl auspinseln.
  2. Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen. Abgießen. Lauchstange putzen, das Weiße und Hellgrüne in feine Ringe schneiden.
  3. In einer Pfanne etwas Olivenöl erwärmen und den Lauch darin anschwitzen bis er weich udn glasig wird, ca. 7-9 Minuten. Knoblauch dazupressen, kurz anbraten, dann den Schinken udn die Erbsen untermischen, kurz mitbraten. Die Nudeln hinzufügen. umwenden, den Herd ausdrehen..
  4. In einer großen Schüssel den Joghurt, die Milch und die Eier verschlagen, dann den Frischkäse und die Kräuter unterschlagen – ggf. mit dem Stabmixer nachhelfen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, dann die Nudeln untermischen.
  5. Alles in die Auflaufform gießen und ca. 45 Minuten backen, Die Oberseite soll eine bgoldbraune Krust ebekommen und die Mitte gestockt sein. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden noch 10 Minuten abkühlen lassen. /li>

Das oben angegebene sind meine Mengen, die so prima funktionierten, frei adaptiert nach der Inspiration von The Kitchn. Natürlich kann man auch hier statt Backschinken andere Arten von Kochschinken, oder Kassler, oder auch geräucherten Tofu oder Fleischwurst nehmen. Die Mischung aus Joghurt, Frischkäse und Milch passte wirklich hervorragend – das war ein leckerer Nudelauflauf, den es sicher wieder einmal geben wird.

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