Brauerei Burkarth, 63916 Amorbach

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

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Unterwegs auf Familienbesuch im Odenwald hatte dieses Mal ich das Restaurant ausgesucht, um zur Abwechslung mal gutes Essen zu bekommen – meine Wahl fiel auf die Brauerei Burkarth, die ich schon lang einmal besuchen wollte. Das Gasthaus, das derzeit von der Familie Kriegler betrieben wird, hat es nicht ganz ohne Grund 2012 in den Feinschmecker Guide Bayern für Genießer geschafft, und die stets saisonalen Speisekarten sind immer wieder verlockend.

Im Inneren ist das (große) Haus ein typisch urig-dunkles Gasthaus.

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Bei gutem Wetter kann man auch draußen sitzen, drinnen laden kleine Räume wie auch ein paar größere zum Verweilen ein. Wir wollten (früh) zu Abend essen, und entschieden uns für einen Tisch in einer Ecke mit umlaufenden Holzbänken, und einem Blick auf den Marktplatz.

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Meine Schwiegermutter bemerkte beim Blick auf die Karte erst mal, das sei aber teuer – wir versicherten ihr, dass wir Preise für ein Hauptgericht um 15 Euro keineswegs als teuer erachteten, so dass sie dann beruhigt ihren Restaurant-Standard bestellen konnte – ein Schnitzel, das es hier aber mit Röstkartoffeln, nicht mit Pommes gab (obwohl sie die sicher auch hätte bekommen können).

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Das Bild wird dem Schnitzel und den Kartoffeln nicht gerecht, beide waren so wie sie sein sollten, das Schnitzel hauchdünn, was SchwieMu parallel zur Beschwerde, das Schnitzel sei zu dünn, als auch zur Bemerkung, das sei zu groß veranlasste. Wir lächelten still in uns hinein und freuten uns auf unser bestelltes Essen.

Vor dem Schnitzel kam allerdings noch ein „kleiner“ Beilagensalat für Torstens Mutter, der uns ein bisschen ungläubig gucken liess. Wir hatten das Vergnügen, in die Küche sehen zu können, wenn auch nur durch die Essensausgabe, so dass wir auch sehen konnten, wie alles frisch und als Einzelportionen zubereitet wurde.

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Wir hatten uns beide für etwas mit frischen Pfifferlingen entschieden – in meinem Fall ein hausgemachter Brezenknödel von ca. Kindskopfgröße mit Pfifferlingsragout, und von den möglichen Beilagen (kleines Schnitzel, Rehsteak, Zanderfilet, Entenbrust) eine Entenbrust dazu. Herr Datenhamster hatte einen Hirschknödel mit Pfifferlingen und einem Kartoffel-Sellerie-Püree.

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Die Entenbrust war auf den Punkt gebraten und von ein wenig Demiglace begleitet; das Pfifferlingsragout gewann durch halbe Kompottpflaumen, die eine zarte Säure beisteuerten. Das Ragout zum Hirschknödel war fein mit Bitterorange abgeschmeckt, beides hervorragend gewürzt und einfach lecker.

Zum Essen gönnte ich mir noch ein Viertel fränkischen Silvaner, der mir so gut schmeckte, dass ich mir die Flasche ’notiert“ habe.

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Und zu guter Letzt gab es noch einen fabelhaften Espresso aus der Maschine neben der Digestif-Bar.

Brauerei Burkarth, 63916 Amorbach

 

Zu dritt haben wir 64,80 Euro bezahlt – mehr als fair für das Gebotene.

Rechnung Brauhaus
Der Service war ebenso organisiert wie freundlich und zuvorkommend. In der Brauerei Burkarth würde ich gern wieder essen gehen. Allerdings zieht die Familie Kriegler im März nächsten Jahres an eine andere Location in Kleinwallstadt um – wer also noch Mal hier im Brauhaus gut essen möchte, sollte sich beeilen.

Brauerei Burkarth

Am Marktplatz 4
63916 Amorbach

Mittwochs bis Sonntags von 11.00 bis 14.00
Dienstags bis Sonntags von 17.00 bis 21.30

www.brauerei-burkarth.de

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