Tchibo Kaffeerarität – Cerro de Lempira Honduras

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

2013-07-19-00002-Canon EOS 60DEF-S18-135mm f-3.5-5.6 IS-5-cerrodelempiraNachdem ich neulich schon die Kaffeerarität N°. 3-2013 von Tchibo, den weichen Kaffee aus Chiapas von der Finca Guadalupe Zaju, testen durfte,  ist heute die 4. Sondersorte des Jahres dran – ein Kaffee aus Honduras, aus dem Departemento Lempira an der Grenze zu El Salvador.

Die Herkunft

Honduras ist kein Land das ich wirklich auf meiner inneren Kaffee-Karte hätte – umso mehr freut es mich, wieder einmal etwas Neues zu entdecken. Und neu, anders und dennoch sehr lateinamerikanisch ist dieser Kaffee für mich auf jeden Fall.

Wie schon bei dem Kaffee aus Chiapas ist man bei Tchibo stolz darauf, nicht nur einen reinen Plantagenkaffee anbieten zu können, sondern verweist auch auf die Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance. Der Kaffee für diese Spezialität, 100% Arabica, stammt von der Finca El Guachipilin, deren Kaffee von der Rainforest Alliance als nachhaltig angebaut zertifiziert wurde.

Auf der schmalen Landbrücke, die den Norden Amerikas mit dem Süden verbindet, liegt Honduras, eins der ursprünglichsten Länder Mittelamerikas. In den dicht bewachsenen Berghängen des Cerro Cerquín gründete Victor Diaz Enamorado 1996 die Kaffeefarm El Guachipilin. Mit seiner großen Leidenschaft für Kaffee konnte er benachbarte Kaffeebauern für die Zusammenarbeit mit seiner Farm gewinnen. Trotz des großen Zeitaufwands pflanzen, pflegen und pflücken die Kleinbauern ihre Kaffeepflanzen in sorgfältiger Handarbeit. — Quelle: Tchibo

Überhaupt gibt sich Tchibo auffällig viel Mühe, zu zeigen, dass die Bestrebungen des Konzerns hinsichtlich Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung keine Lippenbekenntnisse sind, sondern zumindest bei den Spezialkaffees ein echtes Anliegen darstellen.

So sieht der Kaffee lose aus:

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Und das steht auf der Rückseite:

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Wie schmeckt der Kaffee?

Ich muss gestehen, ich habe nicht erst den Artikel im Tchibo-Blog zu der Sorte gelesen (was vielleicht klug gewesen wäre), sondern ihn auf den vorherigen Einstellungen (ein sehr milder Kaffee aus einer anderen Region Lateinamerikas) in der Mühle gemahlen und in die French Press gegeben, und dann auch noch darin vergessen. Den ersten Schluck hätte ich dann auch fast ausgespuckt – das ging gar nicht. Der Fehler lag aber absolut bei mir, weil falsch gemahlen und dosiert.  Die erste Kanne voll war so stark und intensiv, dass sie pur ungenießbar war – es ergab allerdings einen ganz fabelhaften Eiskaffee.

Im Blogartikel schreibt die Tchibo-Einkäuferin, eine aus Honduras stammende Tochter eines Deutschen und einer El Salvadorianerin, es handele sich um eine Filterkaffee- Spezialität. Das liegt bei Tchibo zwar nahe, wird so aber eigentlich nicht kommuniziert. Als Filterkaffee dürfte der Cerro de Lempira eine ziemlich schöne Wuchtbrumme sein.

Wir haben dann vorsichtiger dosiert und erst mal in der Aeropress gebrüht.  In der Nase ist der Kaffee leicht erdig, riecht ein wenig nach Lebkuchen und Schokolade. Im Mund mischen sich Karamell- und Schokonoten mit einem Hauch Zitrus, man hat eine schöne Säure auf der Zunge, und einen langanhaltenden, schmelzigen Geschmack im Mund.

„Anklang von tropischen Früchten“ steht auf der Verpackung, das können wir so nicht ganz nachvollziehen – höchstens ein wenig grüne Papaya.  Die prononcierte Säure im Verein mit den sehr schokoladigen Noten ergibt einen kräftigen, sehr „latino“ schmeckenden Kaffee mit viel Körper, der pur nicht ganz mein Fall ist, mit braunem Zucker (der die Karamelltöne hervorbringt) dennoch sehr lecker schmeckt. Für mich entfaltet der Honduras seine volle Stärke aber als Milchkaffee und – bei den heißen Sommertagen gerade höchst willkommen – vor allem als stark gebrühte Basis für Iced Coffee mit und ohne Milchzugabe.

Als Alltagskaffee würde ich den Cerro de Lempira nicht kaufen, ich mag stilistisch gesehen lieber die afrikanischen Kaffees – als Basis für Milch- und Eiskaffee ist er dafür fabelhaft. Und wer seinen Kaffee ohnehin lieber etwas kräftiger mag, dem kann ich diese sicher bald vergriffene Sorte nur empfehlen.

Für 10,99 Euro kann man derzeit 500 g des Kaffees in den Tchibo-Filialen und online bekommen – solange Vorrat reicht.


Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. 26. September 2014

    […] Form, und haben ein dunkles Mittelbraun, nicht so schokoladig und glänzend wie beispielsweise der Cerro de Lempira aus Honduras, sondern sind eher matt. Sie verströmen einen milden, leicht säuerlichen, sehr fruchtigen Duft […]

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