Salbei-Schweinsfilet an Pfefferjus

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Bei einem kürzlichen Besuch bei verschiedenen (hochmodernen) Gemüseproduzenten in den Niederlanden erfuhr ich u.a., dass in Holland die 10 meist verkauften Gemüse diese sind:

16 % Tomaten
14 % Gurken
14 % Zwiebeln
12 % Blumenkohl
12 % Salat
9 % Chicoree
6 % Brokkoli
6 % grüne Bohnen
6 % Lauch
5 % Paprika

Zu dem Besuch gibt es in Kürze hier noch weitere Artikel; bei Chestnut & Sage kann man bereits einen toll bebilderten Bericht über den Trip lesen.

Auch wenn die Zahlen für Deutschland sicher etwas anders aussähen, deckt sich das mit meiner Beobachtung, dass man in Supermärkten und auch Kochzeitschriften und Rezeptangeboten im allgemeinen die immergleichen paar Gemüse findet – laaaangweilig! Das will ich zumindest für mich ändern, und auch mal schauen, was für Pflänzchen bei mir auf den Teller kommen. Nach und nach werde ich diese in der Rubrik Warenkunde hie rim Blog auch mal vorstellen.

Den Auftakt macht allerdings kein Gemüse, sondern ein Gewürzkraut: der Salbei.

Schweinefilet mit Salbei und Schinken gefüllt, von foodfreak.de

Das Schweinsfilet mit Salbei an Pfefferjus hat vor vielen Jahre René Gagnaux in de.rec.mampf gepostet. Der Clou an dem Gericht ist die in Butter angebratene Fülle aus viel frischem Salbei und etwas Parmaschinken.


Salbei-Schweinsfilet an Pfefferjus

Zutaten

  • 25 Gramm frische Salbeiblätter
  • 25 Gramm Butter
  • 700 Gramm Schweinefilet
  • 75 Gramm Parmaschinken, hauchdünn
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 120 ml roter Portwein
  • 1 Esslöffel Balsamico-Essig
  • 250 ml Kalbsfond, oder Hühnerbrühe
  • 20 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Nelken
  • 2 Stiele Petersilie
  • 80 Gramm Butter, kalt

Zubereitung

  1. Die Salbeiblätter hacken. In 25 g Butter kurz andünsten. Leicht abkühlen lassen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  2. Das Schweinsfilet der Länge nach gut 2/3 tief einschneiden, aufklappen und unter Klarsichtfolie mit einem Wallholz gleichmäßig flach klopfen. Mit den Parmaschinkenscheiben belegen. Den Salbei darauf verteilen. Das Filet aufrollen und mit Küchenschnur binden. Rundum mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Bratpfanne das Olivenöl erhitzen. Das Filet rundum je nach Größe während ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Das Filet sofort in einer feuerfesten Form in den vorgeheizten Ofen auf die zweitunterste Schiene geben und während knapp 15 Minuten fertig braten
  3. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. Im Bratensatz hellgelb dünsten. Mit Portwein, Balsamicoessig und Fond oder Bouillon ablöschen. Die Pfefferkörner grob zerdrücken und beifügen. Lorbeerblatt, Nelken und Petersilienzweige dazulegen. Alles auf großem Feuer auf knapp 150 ml einkochen lassen. Durch ein Sieb passieren, dabei die Rückstände gut auspressen. Den Jus in ein Pfännchen geben.
  4. Unmittelbar vor dem Servieren den Jus nochmals aufkochen. Die restliche Butter in Flocken in die leicht kochende Sauce geben und einziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce ist tasächlich nur ein leichter Jus, weswegen sie hier auch trotz Montieren mit Butter über den Teller geflossen ist. Ein Stückchen Brot zum Aufstippen wäre sicher nicht verkehrt; wir hatten noch Kartoffeln im Vorrat, die stattdessen einsprangen.

Sehr lecker!

Mehr zum Salbei und mit Salbei findet Ihr hier.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Eine tolle Idee – der Blog ist schon auf meiner Liste.
    Ja, das Angebot ist langweilig. Und irgendwie bilde ich mir ein, dass dass das Angebot in meiner Gemüsekiste früher auch etwas abwechslungsreicher war.
    Hast Du da mit Blutampfer dekoriert?

  1. 22. Juni 2014

    […] Salbei-Schweinsfilet an Pfefferjus […]

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