Salbei – salvia officinalis

Dieser Artikel wurde zuletzt am 29. August 2015 aktualisiert

salvia officinalis

Der Salbei wird in den meisten europäischen Küchen als Gewürz- und Heilkraut benutzt; Grund genug, das Kräutlein einmal vorzustellen.

Es gibt rund 1100 Sorten Salbei in aller Welt – kräftig farbig blühende Versionen werden gern als Zierpflanzen eingesetzt; in Nordamerika sind Salbeiarten als Räucherwerk von den indigenen Völkern seit Jahrhunderten in Benutzung. In der Naturheilkunde wird das Kräutlein schon seit der Antike geschätzt, ob gegen Schlangenbisse, Verdauungsstörungen, oder wie heute üblich zur Desinfektion und vor allem bei Atemwegserkrankungen. Mich interessieren aber mehr die kulinarischen Anwendungen.

Herkunft und Anbau

Wo genau der Salbei herkommt lässt sich nicht sagen, Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler wachsen auf allen Kontinenten, und Salbei ist weit verbreitet. Auf den kanarischen Inseln gibt es z.B. eine sehr intensive Salbei-Variante, Salvia canarensis, die nur in den Höhenlagen der Vulkaninseln gedeiht. Hierbei handelt es sich um eine endemische Art. Im großen Maßstab finden wir Salbei im Mittelmeerraum; das Kraut gedeiht am besten bei mediterranem Klima, ist aber auch im Gewächshaus und sogar im eigenen Gemüsegarten problemlos zu ziehen.

Mein Salbei steht auf der Ostseite der Terrasse recht kühl und relativ dunkel, und fühlt sich dort erstaunlich wohl – jedes Jahr im Frühjahr setze ich dort eine Supermarkt-Topfpflanze aus, die prächtig gedeiht. Auch auf der Fensterbank ist Salbei ein anspruchsloser Geselle.

Namen

Deutsch: Salbei
Botanisch: Salvia Officinalis
Englisch: sage
Französisch sauge
Italienisch: salvia
Niederländisch: salie
Türkisch adaçayı

In der Küche

Salbei wird gern als Wurstgewürz verwendet, da er das Ranzigwerden von Fett hemmt. Das sehr kräftige und unverkennbare Aroma des Kräutleins harmoniert gut mit Fisch und Fleisch, aber auch zu Gemüsen, Tomaten, Pizza, und in Kräuterquark oder Kräutermischungen und -essigen.

Eine klassische Kombination ist Salbei mit Schinken, wie bei italienischen Saltimbocca, oder zu Leber; Salbeibutter zu Gnocchi ist ebenso ein Klassiker, aber auch Hülsenfrüchte und z.B. Kürbis lassen sich gut mit Salbei kombinieren; Apfel-Salbei-Kombinationen gehen gut zu winterlicher Kost. „Exotische“ Arten wie Ananassalbei und Honigmelonensalbei passen dagegen eher in Kräutertees und Potpourris, ihre Blüten sind feine Zugaben zum Essen.

Ausführliche Informationen zu Salbei mit vielen Abbbildungen finden sich auf den (sehr empfehlenswerten) Gewürzseiten von Gernot Katzer.

 

Rezepte in diesem Blog, die Salbei benutzen

 


Foto: Isaac Wedin bei Flickr, Lizenz: (CC BY 2.0) 

 

Print Friendly, PDF & Email

Appetit bekommen? - Hungry for more?

5 Antworten

  1. 2. April 2014

    […] ja erst im zweiten Jahr hier), allerdings sind Tomaten, Paprika und Chilis noch nicht reif; den Salbei habe ich hier schon einmal vorgestellt, nur nicht im Bild mit meinem Salbei – das liefere ich hier und […]

  2. 2. April 2014

    […] Den Auftakt macht allerdings kein Gemüse, sondern ein Gewürzkraut: der Salbei. […]

  3. 2. April 2014

    […] ca. 350 g) 750 g Zwiebeln 2 grosse säuerliche Äpfel, zusammen etwa 500 g Zitronensaft 1-2 Bund Salbei 4 Scheiben durchwachsener Speck, ca. 60 Gramm – oder Pancetta Salz Pfeffer 50 g Butter […]

  4. 2. April 2014

    […] 1/2 Bund Salbei […]

  5. 22. Juni 2014

    […] eine Handvoll frischer Salbei […]

Kommentar verfassen