Salat – lactuca (sativa)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 29. August 2015 aktualisiert

lactuca sativa

„Iss deinen Salat“ ist in Deutschland zumindest in meiner Kindheit ein fast so oft gehörter Satz gewesen wie in den USA „eat your broccoli“ – und es transportiert auch gleich sehr gut, wie die Wahrnehmung von Salat ist: etwas das man essen muss, weil es ja „gesund“ ist. Dabei kann ein (grüner) Salat eine wirklich leckere Sache sein, etwas das man allerdings angesichts wochenlang haltbarer, aber eiskalter und geschmackloser Eisbergsalatköpfe und der immergleichen Römersalatherzen schnell vergessen kann.

Salat meint im Sinne dieses Artikels die Familie der Gartensalate oder Lattiche, lactuca. Als Lattich kannte ich vor allem das, was wir auch als Römer- oder Romanasalat bezeichnen (in der Schweiz nennt man diesen Lattich), aber tatsächlich sind die meisten Salatsorten, die wir so als „Salat“ einordnen, Lattichgewäche.

Der bekannteste Salat in unseren Breiten ist wohl der gute alte Kopfsalat, lactuca sativa, aber es gibt noch rund 100 andere Arten. Sollte ich mir gezielt eine spezielle Sorte vornehmen, gibt es dazu hier noch mal einen gesonderten Beitrag.

Herkunft und Anbau

In Europa wird Salat erst seit den Zeiten Karls der Großen gegessen. Heute werden Salatgewächse im Freiland wie im Unterglasanbau produziert, in der EU vor allem in Italien, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und Deutschland. Pflücksalat wächst auch problemlos im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon. Abgeschnittene Römersalatherzen treiben sogar in Erde gesetzt neu aus. Eine Vielzahl von Sorten existiert – von den klassischen Kopfsalaten in vielen Varianten über Eichblattsalat, Pflück- und Schnittsalate, Bataviasalate, Lollo Rosso, Lollo Bionda bis zu den Römersalaten. Sie unterscheiden sich in der Textur und Robustheit der Blätter, der Farbe, dem Geschmack, und auch in Sachen Haltbarkeit.

Endiviensalate gehören nicht in die Gruppe der Gartensalate, sondern sind Zichoriengewächse.

Namen

Deutsch: Salat, Kopfsalat
Botanisch: lactuca (sativa)
Englisch: lettuce
Französisch laitue
Italienisch: lattuga
Niederländisch: sla
Spanisch: lechuga

In der Küche

Üblicherweise werden Blattsalate als Salat gegessen (wie überraschend). Das heisst gewaschen, mehr oder weniger zerzupft, hoffentlich gut trockengeschleudert (in einer Salatschleuder, oder einem Küchentuch) und dann meist mit einem Dressing versehen. Salate können aber, je nach Textur, auch geschmort oder in Suppen eingesetzt werden. In Südostasien nimmt man sie auch gern als ‚Wrap‘ und wickelt Fleischgerichte oder andere Zutaten zum Essen hinein. Und natürlich finden Salate Anwendung als „Alibisalatblatt“ auf Sandwiches 😉

Rezepte


Foto: Tim Sackton bei Flickr, Lizenz: (CC BY 2.0) 

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. 2. April 2014

    […] der Entenkeule” aus Alfons Schubeck “Meine Bayerische Küche” habe ich nur einen Salatkopf zugekauft und den Rest aus vorhandenen Zutaten gebastelt. […]

  2. 4. Mai 2014

    […] nicht schleudern, für mich ist aber eine Salatschleuder ein Tool, das ich oft und gern nutze. Ob Kopfsalat oder Feldsalat, Raukeblättchen oder Spinat, nach dem Waschen nur kurz ab in die Schleuder und im […]

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