Projekt Senseo: Philips HD7828/50 Senseo Viva Café

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Fast drei Jahre ist es her, dass wir eine Tassimo-Maschine getestet hatten. Begeistert waren wir nicht, und so schoben wir die Maschine nach dem Test recht schnell beiseite. Unser damaliges Nutzerverhalten (Siebträgermaschine und Pressstempelkanne) hat sich im Laufe der Zeit geändert. Die Pressstempelkanne gibt es immer noch. Die Siebträgermaschine wollte irgendwann nicht mehr. Bevor wir uns Ersatz beschafften, versuchten wie es mit einer Aeropress. Dabei blieb es bis heute. Dann wurde uns ein Senseo-Test angeboten, und wir beschlossen nach kurzer Beratung: Ja, das machen wir.

Kurz darauf kam das Paket an. Eine Senseo Viva Café inclusive der neu aufgelegten Sorten Cafe Latte, Cappucino und Chocobreak. Hier soll es um die Maschine gehen, über die Sorten schreiben wir getrennt. Beim Verfassen dieses Artikels kostete die Maschine 119 Euro bei Amazon. Das ist nicht gerade günstig für eine Maschine, die einfach nur heisses Wasser durch Kaffeepads drückt.

Im Prinzip ist so eine Maschine, die Tassenportionen herstellt, gar keine blöde Idee. Tasse drunter, Pad rein, Taste drücken – und fertig ist der Kaffee. Meistens scheitert es allerdings an der Kaffeequalität, für die die Maschine nicht unbedingt etwas kann.

Die Maschine an sich entspricht der „üblichen Senseo-Form“. Sie ist rund, knubbelig, und passt auch mit ihren nicht all zu großen Abmessungen in jede Ecke. An der Front sind drei Knöpfe: Der Ein-/Aus-Schalter, und je einer für eine oder für zwei Tassen. Das zu gibt es einen kleinen Drehregler, welcher die Wassermenge steuert. Mehr dazu unten. Zum Lieferumfang gehört eine ausführliche Bedienungsanleitung in Englisch, Deutsch, Französisch und Niederländisch, die beiden Padhalter für normale und für dicke Pads, und ein Dekosieb mit dem Senseo-S, um Kakao auf Milchkaffeegetränke damit aufstäuben zu können.

Die technischen Daten:

  • 1,2 Liter Wassertank
  • Höhenverstellbarer Kaffeeauslauf
  • Automatische Abschaltung
  • Kaffeestärke einstellbar
  • Zubereitung für ein oder zwei Tassen

Der große Wassertank hat auf jeden Fall seine Vorteile. Philips gibt an, er reiche für 8 Tassen. Das hängt dann allerdings von der Größe der Tassen ab. Bei Senseo liegt eine „normale“ Tasse im Bereich um die 125 ml. Auch die Pads bzw. deren Inhalt ist darauf abgestimmt. Wir haben auch Tassen dieser Größe, doch in der Regel benutzen wir Becher, und da geht dann nach einen Brühvorgang der Kaffee drin verloren. Die „deutsche“ Normtasse fasst allerdings 150 ml, so dass 125 ml auch darin nach etwas wenig aussehen.

Die einstellbare Kaffeestärke ist – ganz vorsichtig formuliert – ein Witz. Sie regelt die Menge des durchlaufenden Wassers. In zwei Stufen kann hier zwischen etwa 60 ml oder etwa 125 ml gewählt werden. Sinn macht das, wenn man seinen Kaffee stärker möchte, doch eine wirklich Wahl ist das nun auch nicht. Vielleicht möchte ich meinen Kaffee allgemein stärker mit der größeren Wassermenge oder vielleicht möchte ich meinen Cafe Latte in größer. Flexibilität ist hier nur in Form von Sorten und nicht von Menge vorgesehen.

Stabil scheint die Maschine zu sein. Die Verarbeitung macht einen ganz guten Eindruck. Dank der einfachen Funktionsweise ist auch die Reinigung kein Problem. Die Padhalter nimmt man einfach raus und spült sie unter Wasser ab. Darunter ist in der Maschine so eine Art Trichter, der sich ebenfalls abnehmen und ausspülen lässt. Der Rest kann problemlos in der Maschine ohne Pad mit heissem Wasser durchgespült werden. Dazu gibt es eine Tastenkombination die gedrückt werden muss. Ebenso wird die Maschine unter Zugabe von Zitronensäure auch entkalkt. Die Entkalkung wird von Philips alle 400 Tassen oder ca. alle 3 Monate empfohlen.  Warum allerdings in der Bedienungsanleitung unter „Erste Anwendung“ der Punkt „Auspacken des Fernsehers“ zu finden ist, lassen wir mal offen 😉

Für den Gelegenheits-Kaffeetrinker ist so eine Maschine – es gibt auch günstigere – gar nicht so schlecht, und sie ist sogar einigermaßen stylish, wenn man nicht gerade einen der Designer-Nespresso-Cubes in seine Küche stellen will. Es wäre allerdings empfehlenswert, darauf zu achten, auch gute Pads zu kaufen. Und das ist gar nicht so einfach, wie wir in den nächsten Artikeln dieser Serie beleuchten werden.

Print Friendly

Appetit bekommen? - Hungry for more?

5 Antworten

  1. 10. August 2013

    […] ich vor geraumer Zeit, frisch mit einer Senseo-Maschine versorgt, meine Twitter-Timeline nach Senseo-Sorten befragte, die auch wirklich schmeckten, wurde […]

  2. 30. September 2013

    […] Rahmen des Senseo-Testes wurde uns  eine Senseo-Maschine überlassen. Schon länger hatten wir hier eine Packung von Lungo-Relaunch liegen, die wir  bei […]

  3. 2. Oktober 2013

    […] jezt Mondelēz International heissen) bei Fallingbostel nahmen wir u.a. ein Paket Pads für die Senseo-Maschine aus dem Hause Jacobs mit, und zwar Jacobs Kaffeepads Bio […]

  4. 5. Oktober 2013

    […] Als Testgerät stellte mir die Agentur eine Philips HD7828/50 Senseo Viva Café. […]

  5. 27. Dezember 2014

    […] paar Kaffeesysteme haben wir ja schon hier auf dem Blog getestet. Nach Tassimo und Senseo hat sich jetzt noch Cremesso eingereiht. Während wir bei den anderen die einzelnen Kaffeesorten […]

Kommentar verfassen