DKduW – Quartal 2/2013

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21. März 2017 aktualisiert

DKduWLogoDrei Monate sind seit meinem letzten Round-Up zu Dein Kochbuch das unbekannte Wesen vergangen, und ich habe es doch mal wieder nicht geschafft, selbst an meinem Event teilzunehmen. Oder vielleicht doch?

Ha! Da erblicke ich doch in meinen wenigen Rezeptpostings der letzten Monate eins aus einem Buch, das ich noch nie zuvor benutzt habe, und das nominiere ich gleich mal nach und setze es auch ganz selbstgefällig an den Anfang – weil ich finde, dass es als jahreszeitlich passender Cocktail ein schöner Auftakt für dieses Mehrgangmenu des Frühjahrs ist:

Das / die? Limoncello-Granitee mit marinierten Erdbeeren passt so wunderbar zu warmen Tagen und der Erdbeersaison, das könnte ich fast jeden Tag löffeln 🙂

Limoncello-Granitee mit marinierten Erdbeeren

Ideengeber war hier Meine mediterrane Küche: Kochkunst mit Vincent Klink.

Das Buch selbst kam im Zuge des „Koch den Vinz„-Events in meinen Haushalt. Es sind ein paar nette Sachen drin, ich finde es insgesamt aber nicht so überzeugend wie „Meine Küche“.

Die Saison ist ja nun schon wieder vorbei, aber dennoch kann ich beim Lesen des Beitrags der Turbohausfrau den frischen Waldmeister beinahe riechen.

Sie hat sich So schmecken Wildpflanzen: 144 Rezepte vom Meister der Aromen vorgenommen, eins der Bücher von Katharina Seiser aka Esskultur, das sie ausführlich vorstellt, und natürlich hat sie auch etwas draus gekocht, nämlich Waldmeisterschmarrn mit Rhabarberkompott. Das Urteil:

Eine sehr gelungene Neuinterpretation eines österreichischen Klassikers!

Petra von Chili & Ciabatta gehörte zu der Handvoll Leute, die sich getraut haben, sich am Schweinefuß-Event zu versuchen, und hat dabei mit der Wahl des The River Cottage Meat Book augenscheinlich einen echten Glücksgriff getan.

Die Schweinefüße und Spareribs auf chinesische Art sehen nicht nur verdammt gut aus, sondern bekamen auch geschmacklich den Daumen nach oben.

Nach dieser schweinischen Aktion habe ich als nächstes etwas vegetarisches von der Kochschlampe im Angebot – eine „griechisch-schweizerische Koproduktion, durchgeführt von einer Deutschen anhand eines Rezeptes aus einem amerikanischem Kochbuch“ verspricht sie uns. Bei so viel Fusion darf man gespannt sein 😉

Genau genommen handelt es sich um Nudeln mit Schafsjoghurt und karamellisierten Zwiebeln aus The Essential New York Times Cookbook: Classic Recipes for a New Century.

Auch hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr Text und Information zum Kochbuch gewünscht 🙂 – immerhin erfahren wir dass es ein Geschenk war, und Kochbücher sind immer wieder wunderbare Geschenke für den Foodie…

Der nächste Beitrag stürzt mich in eine tiefe Krise.. schon lange will ich einen Panini-Grill, und jetzt wo die neue Küche endlich fertig ist, wäre ja eigentlich der richtige Zeitpunkt, sowas anzuschaffen. Ich hatte viele Jahre einen alten Rowenta Waffeleisen/Grill, der aber den Weg alles Irdischen ging. Nur, wie oft benutzt man das Teil dann wirklich? Und eigentlich nimmt so ein Ding ja auch Platz weg…

Aber wenn ich die wunderbaren Asia-Tunfisch-Panini von Chili & Ciabatta dann sehe, schwanke ich doch wieder.

Bewaffnet mit einem Büchlein wie Panini Express: 70 Delicious Recipes Hot Off the Press würde man so einen Grill doch bestimmt öfters nutzen? 🙂

Ein weiteres Mal legt Petra vor, und auch dieses Mal möchte ich mir am liebsten den Teller vom Bild klauen und drauflos essen.

Für einen Salat von der Regenbogenforelle mit Thaikräutern hat ein Haushalt mit Angler beste Voraussetzungen! Die asiatische Aromatik, die genau mein Ding ist, entstammt dem Oriental Hotel Kochbuch, einem Buch, das zum 125-jährigen Bestehen des Mandarin Oriental Hotels in Bangkok erschien, und ein Abbild der vielfältigen Nobel-Gastronomie des Hotels quer durch die Länderküchen darstellt.

In der Cucina Casalinga wird regelmäßig Hefezopf gebacken. Manchmal soll es dann doch etwas Neues werden, und so kam ein neues Backbuch zum Zuge, von einem alten Hasen: Der große Lafer BACKEN.

Ob die Welt nun wirklich noch eine Backschule mit Erläuterungen von Johann L. braucht, sei dahin gestellt – das ist aber wie so vieles Geschmackssache.

Trotz gelungener, sehr buttriger Brioches zieht Frau Casalinga weiterhin den Hefezopf-Klassiker vor 😉

Auch bei Stephis Köstlichkeiten wurde gebacken – nach einem Buch, das lange Zeit in der Foodblogszene sehr angesagt zu sein schien: Anniks göttliche Kuchen von Annik Wecker.

Nach einem ersten und total daneben gegangenen Versuch sollte das Buch eigentlich schon entsorgt werden, doch dann sollte es ein Rhabarberkuchen werden, und schließlich konnte der einfache Joghurtkuchen mit Obst doch noch überzeugen. Kuchen gelungen, Buch gerettet!

Den Abschluß macht heute Madame Monambelles, die vermutlich gerade in Kefallonia weilt und vom zu bauenden Häuschen auf der Mittelmeerinsel träumt. Die Zitronen-Joghurtcreme mit Meringue ist ein so wunderbares frisches Dessert, dass es gleich mal auf meine Sommernachkochliste ganz nach oben rutscht.

Das Rezept stammt aus dem Buch γλυκες αλχημεíες (süße Alchemie) vom griechischen Pâtisserie-Papst Stelios Parliaros. Ich finde es immer besonders nett, Einblicke in Bücher zu bekommen, die ich wegen der Sprache ohnehin nicht lesen könnte – das ist toll!

Vielen Dank allen Teilnehmern an diesem Event, die alte und neue Kochbuchschätze und Staubfänger aus dem Regal geholt haben und uns daran teilhaben lassen. Und wenn Ihr dieses Mal nicht dabei wart – traut Euch!


Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Bitte benutzt nur die dort angegebene eMail-Adresse zum Einreichen Eurer Beiträge. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail oder Twitter, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Susa sagt:

    Vielen Dank für die Zusammenfassung!

    Wir sind schon wieder zurück in Hamburg, gedanklich aber natürlich noch auf Kefallonia. Ein Haus zu planen ist wirklich aufwändig und hält mich auch zur Zeit vom Herd fern. Aber im Bücherregal warten noch einige griechische Kochbücher, die für Dein DKduW-Event noch zum Einsatz kommen werden.

  2. Liebe Petra,
    vielen Dank, dass du dir immer die Mühe machst, die Beiträge sammelst und dann so nett vorstellst. Ich lese hier immer wieder gern!

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