Tchibo Kaffeerarität – Guadalupe Zaju

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Guadalupe ZajuDirekt vom Hamburger Kaffeeröster Tchibo erreichte mich ein Päckchen der Kaffeerarität N° 3/2013, Guadalupe Zaju.

Der Kaffee kommt aber mitnichten, wie man vielleicht denken könnte, aus Guadeloupe – Orte mit „Guadelupe“ im Namen gibt es durch ganz Lateinamerika verteilt – sondern von der Finca Guadalupe Zaju in Mexiko.

Laut Tchibo Produktblatt wächst der „100% Tchibo Arabica“ (aha?) auf den Vulkanböden der Sierra Madre, in Höhenlagen von 1.250 bis 1.400 Metern.

Die Finca wurde von einem Hamburger Kaufmann und seiner peruanischen Ehefrau anno 1945 gegründet. Sucht man nach der Finca, findet man heraus, dass der „Ort“ Guadalupe Zaju nach offiziellen Angaben 10 Einwohner hat, und in Südmexiko an der Grenze zu Guatemala liegt, in der Nähe der Ortschaft Tapachula in Chiapas.

Seit 27. Mai gibt es den Kaffee in den Filialen von Tchibo als Spezialitätenkaffee im Sortiment.

So sehen die Bohnen aus:

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In der Nahaufnahme:

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Der Kaffee riecht angenehm rund und mild, mit leicht nussigen Noten. Die laut Produktinfo von der Rainforest Alliance zertifizierten Bohnen sind relativ gleichmäßig geformt und auch geröstet, gebrochene oder schadhafte Bohnen sind nur wenige enthalten.

Tchibo schreibt zum Geschmack, es handele sich um ein

Harmonisch-mildes Aroma mit Noten von Pfirsich und Papaya

Zwar kann ich von beiden Früchten nichts ausmachen, der Kaffee hat jedoch frisch gemahlen und auch in der Tasse tatsächlich leichte Obertöne von gelben Früchten. Er schmeckt rund, gefällig, nur ganz wenig bitter, und hat trotz dezenter Würze und sehr zurückgenommener Säure einen kräftigen Körper.

Das ist ein Kaffee, der mir aus der French Press wie Aeropress gleichermaßen gut gefällt. Er schmeckt pur und ungezuckert ebenso gut wie mit Milch oder als Milchkaffee, ist also ein echter Allrounder. Sicher ist der Finca-Kaffee nicht so exorbitant außergewöhnlich wie ein Kona-Kaffee, oder ein guter Kenya AA++, aber für ein Produkt des größten Kaffeerösters in Deutschland ist er ausgesprochen gut gelungen, und das ist ein Kaffee den ich durchaus regelmäßig kaufen würde. Allerdings gibt es eben solche Kaffees nur in begrenzten Mengen (und das ist auch gut so).

Für 10,99 Euro kann man derzeit 500 g des Kaffees in den Filialen bekommen – solange Vorrat reicht.


Bildrecht an der Abbildung der Kaffeetüte: (c) Tchibo GmbH / www.tchibo.com
Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Das ist ja das Schöne an den Raritäten, dass man sich auf sie freuen kann! Ansonsten bin ich deiner Meinung und trinke bevorzugt Kaffee aus Ostafrika.

  1. 30. Juli 2013

    […] ich neulich schon die Kaffeerarität N°. 3-2013 von Tchibo, den weichen Kaffee aus Chiapas von der Finca Guadalupe Zaju, testen durfte,  ist heute die 4. Sondersorte des Jahres dran – ein Kaffee aus Honduras, aus […]

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