Tandoori-Huhn vom Grill

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Was tun, wenn die Küche komplett abgerissen ist?

Richtig: den Grill anwerfen. Glücklicherweise steht unser Kühlschrank ja nicht in, sondern vor der Küche, und tut demzufolge brav weiter seine Dienste, und so stand meinem Wunsch von gestern, Tandoori Chicken zu essen, nichts mehr im Wege.

Tandoori-Huhng

Als Beilage habe ich mich für das Buttermilch-Naan aus der Pfanne entschieden, das sich genauso gut auf dem (heißen!) Grill zubereiten lässt, und einen einfachen Gurkensalat nach dem Quick-Pickle-Prinzip von Momofuku – für uns zwei habe ich ca. eine 2/3 Salatgurke fein gehobelt und mit 1 Esslöffel Zucker und 1 Teelöffel Salz 5 Minuten durchziehen lassen, dann gut ausgedrückt, fertig.

„Mein“ Rezept für Tandoori-Huhn benutze ich schon viele Jahre, es ist eine Adaption eines Rezeptes aus dem New York Kochbuch, und verwendet ein generisches Tandoori Masala aus dem Asienladen, das etwas aufgepeppt wird. Die Mixtur ist so relativ mild-würzig, wer südindische Schärfe mag, kann noch etwas Chilipulver zugeben.


Tandoori-Huhn

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 3-4 Hähnchenbrustfilets
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Tandoori Masala
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Stück frischer Ingwer, geraspelt
  • 2 Esslöffel Limettensaft, oder Zitronensaft
  • 1 Esslöffel Essig
  • 250 Gramm Vollmilchjoghurt, oder griechischer Joghurt

Zubereitung

  1. Hähnchenbrustfilets in große Happen schneiden. Die übrigen Zutaten miteinander vermengen, Hähnchenbruststücke zugeben, gründlich mischen. Über Nacht durchziehen lassen.
  2. Fleisch auf Grillspiesse ziehen, auf einem gut geölten Grillrost langsam grillen bis sie gar sind und dunkle Flecken bekommen. Nach Bedarf mit Öl bepinseln.

Dieses Mal habe ich die Hähnchenbrustfilets einfach in 3-4 lange Streifen geschnitten, um mir das auf Spieße ziehen zu ersparen, und habe insgesamt 1,2 kg Fleisch benutzt und die Mengen etwas hochskaliert – was übrig blieb, habe ich in zwei Portionen geteilt. Die eine gab es heute Mittag als Sandwichbelag, mit der anderen, die nun im Tiefkühler schlummert, werde ich bei Gelegenheit Murgh Makhani (Butter Chicken) machen.

Den Teig fürs Brot hat die Küchenmaschine geknetet, die frisch ausgespülte Schüssel diente gleich, während das Brot (vor dem Huhn, das ist wichtig!) auf dem Grill Form und Farbe annahm, als Schüssel für die Gurken.

Für mitohneKüche würde ich sagen, die Mahlzeit kann sich sehen lassen. Und da das ganze dank Grill völlig mitohneHerd und nach den Vorgaben für Heikes Event realisiert wurde, reiche ich es zu diesem auch gleich als (m)einen Beitrag ein.

Ach ja: ein Nachwort noch zum Tandoori Masala. Man kann das durchaus selber machen; an meiner optimalen Mischung bastele ich allerdings noch. Bis dahin kann ich denen, die sich an den zwei Farbstoffen drin nicht stören, das Tandoori Masala von TRS empfehlen, das ich seit vielen Jahren benutze, und das es in so gut wie jedem Asienladen geben sollte, und natürlich online. Die Zutaten:

Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Muskatnuss, Schwarzer Pfeffer, Kardamom, Nelken, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Senf, Muskatblüte, Chilis, Lobeer, Salz, Bockshornklee, Farbstoffe E124, E102, Zitronensäure.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Sieht seehr appetitlich aus! Möge während der Renovierung weiterhin möglichst oft die Sonne scheinen 🙂

  2. Heike sagt:

    Ahhh! Endlich mal eine komplette Mahlzeit!
    „Eigentlich“ hätte heute der Siemensmann zum Reparieren kommen sollen, aber … Lieferschwierigkeiten.
    Hat mich auch gewundert, aber die Dame am Telefon hat mir dann erklärt, dass es sich um die Glasplatte handelt. Männer hätten sie genug….

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