Kartoffelsalat mit Meerrettich, Zitrone und Estragon

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Beim Blättern in Besser kochen mit Jamie Oliver blieb ich an einem Kartoffelsalat hängen, der mich grob an den Kartoffelsalat mit Joghurt und Meerrettich von Ottolenghi erinnerte. Bei Jamie heisst das dann in gewohnt schwülstiger Selbstbeweihräucherung Phänomenaler Kartoffel- und Meerrettichsalat mit feinen Kräutern und Bresaola.
Kartoffelsalat mit Meerrettich, Zitrone und Estragon
Passenderweise lag im Kühlschrank Bündnerfleisch, das hier die Rolle des Bresaola übernimmt, und auch sonst habe ich mal wieder gebastelt…

Mr. Oliver verwendet ein Staudensellerieherz (auf das ich nicht sonderlich stehe, deswegen hier: Fenchel), und eine Zitronensaftmenge, bei der ich schon auf den ersten Blick das Gefühl hatte, das ist viel zu viel (tatsächlich habe ich nur halb so viel verwendet), außerdem neue Kartoffeln die nur gebürstet wurden. Bei mir dagegen gab es eine gute norddeutsche goldgelbe Lagerkartoffel, die deswegen auch als Pellkartoffel gegart und gepellt wurde, und mein frischer Meerrettich aus dem Supermarkt bot zwar interessanten Geschmack, war aber längst nicht so intensiv wie gewünscht, weswegen noch Merrettich aus dem Glas dazu kam.

Summa summarum ist es also mein eigner Salat geworden.


Kartoffelsalat mit Meerrettich, Zitrone und Estragon

adaptiert nach einer Idee in Besser kochen mit Jamie Oliver

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 800 Gramm Salatkartoffeln
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Zitrone, den Saft
  • 1 kleine Fenchelknolle
  • 1-2 Handvoll glatte Petersilie, nur die Blätter
  • 3 Esslöffel frischer Meerrettich, fein geraspelt
  • 1 Esslöffel Meerrettich aus dem Glas
  • 3 Esslöffel Crème fraîche
  • 1 Handvoll Estragonblättchen
  • 12-24 Scheiben Bündnerfleisch

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen. Kurz ausdampfen lassen, dann pellen.
  2. Während die Kartoffeln abkühlen, den Zitronensaft in eine große Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer verschlagen, dann den Meerrettich hineinrühren.
  3. Die Fenchelknolle fein in die Salatschüssel raspeln; die Petersilie durchhacken und zugeben, und die Creme fraiche unterrühren. Kartoffeln noch heiß in die Schüssel scheibeln, umwenden und 2 Minuten ziehen lassen. Nochmal mit Salz und ggf. Merrettich abschmecken.
  4. Salat auf Teller geben, mit den Estragonblättchen bestreuen, und das Bündnerfleisch dazu legen.

Jamie beträufelt seinen Salat am Ende noch mit Olivenöl, mir war der Salat mit der Crème fraîche aber reichhaltig genug. Ein sehr intensives grasiges, frisches Olivenöl kann ich mir in der Kombination als geschmackliche Ergänzung dazu durchaus vorstellen, muss aber wie gesagt nicht zwingend dazu.

Wirklich schön finde ich die ätherischen Noten des Estragon, die diesen Salat über einen normal langweiligen Kartoffelsalat hinausheben, und im Verein mit dem Fenchel ganz prima funktionieren. Das Bündnerfleisch rundet das Ganze mit seinen würzigen Umami-Noten ab.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Wo er recht hat, hat er recht, der Jamie… dieser Salat IST phänomenal!

  2. Schokozwerg sagt:

    Ich hätte mich vom Rezepttitel vermutlich abschrecken lassen und damit einen leckeren Kartoffelsalat weniger in mein Repertoire aufgenommen. Habe wie Du Fenchel zugefügt und Bresaola dazu genossen. Toll! Vielen Dank für’s Teilen 🙂

  1. 1. August 2013

    […] Bündnerfleisch schaffte es als Begleitung zu einem Kartoffelsalat mit Meerrettich und Estragon, zu dem es eine ausgesprochen gute Figur […]

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