Orangen-Safran-Biryani mit Huhn

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Im OLIVE magazine gibt es jeden Monat eine kurze Kochbuchvorstellung plus ein von Autorin Eve O’Sullivan nachgekochtes Rezept aus dem jeweiligen Buch. In der aktuellen Juni-Ausgabe des Magazins war das The Trifle Bowl, und das ausgewählte Rezept ein Orange and saffron chicken biryani – das reizte mich sofort, und Huhn und Orange passt sowieso gut.

Orangen-Safran-Biryani mit Huhn

Der Clou am Ganzen: vor dem Servieren wird das Biryani noch einmal mit einem Sirup aus Hühnerbrühe und Bitterorangenmarmelade beträufelt.

Das Rezept so wie es im OLIVE magazine steht (von mir übertragen):


Orangen-Safran-Biryani mit Huhn

nach: The Trifle Bowl and Other Tales

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 50 Gramm Marcona-Mandeln, blanchiert
  • 2 Esslöffel Pflanzenöl
  • 200 g Zwiebel, in feinen Halbringen
  • 25 Gramm Butter
  • 750 Gramm ausgelöste Hähnchenkeulen, in mundgerechte Stücke zerteilt
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Bio-Orangen, Saft und abgeriebene Schale
  • 1 Teelöffel heller Honig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 grüne Kardamomkapseln, zerdrückt
  • 1 Prise Safran, großzügig bemessen
  • 2 Esslöffel goldene Rosinen
  • 250 Gramm Basmatireis, gewaschen
  • 600 ml Hühnerbrühe
  • 3 Esslöffel Bitterorangenmarmelade

Zubereitung

  1. In einem großen schweren Topf mit Deckel etwas Öl erwärmen und die Mandeln darin goldbraun rösten. Herausfischen, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das restliche Öl zugeben, und die Zwiebelringe darin langsam karamellisieren lassen – das sollte ungefähr 15-20 Minuten dauern. Die knusprigen Zwiebeln mit einem Schaumlöffel herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  2. Die Butter in den Topf geben, dann die Hühnerstücke darin rundherum leicht anbräunen lassen. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Nun Orangensaft und -schale, Honig, Lorbeerblatt, Kardamom, Safran und Rosinen zufügen. Alles einmal aufkochen lassen.
  3. Den Reis einrühren, etwa die Hälfte der Zwiebeln und den Großteil der Mandeln zugeben, und 450 ml Brühe angießen. Zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen, und alles 15 Minuten eben so kochen lassen.
  4. Den Herd ausschalten und das Biryani weitere 15 Minuten auf dem ausgeschalteten Herd quellen lassen. (NICHT umrühren!)
  5. In der Zwischenzeit den Sirup herstellen. Dafür die Orangenmarmelade mit den restlichen 150 ml Brühe in einem kleinen Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Die Schalenstreifen herausfischen und alles auf etwa 3 Esslöffel Sirup einkochen.
  6. Biryani zum Servieren mit restlichen Mandeln und Zwiebelringen überstreuen und den Sirup darüber sprenkeln.

Aaalso… was habe ich anders gemacht?

Ich habe Hähnchenbrustfilet (ungefähr 500 g) verwendet, weil ich keine ausgelösten Keulen da hatte. Dadurch wird das Fleisch sehr trocken – nicht nachmachen. Die Fleischmenge oben finde ich reichlich viel für ein Reisgericht. Anstelle von Rosinen kamen auf Wunsch eines einzelnen Herrn Cranberries zum Zuge – passt prima und gibt auch farblich einen netten Tupfer. Die Mandeln kamen bei mir schon geröstet aus der Dose und waren noch in Schale, leider keine Marcona-Mandeln (die ich allerdings auch lieber pur essen würde). Statt ‚vegetable oil‘ habe ich halb Olivenöl und halb Butterschmalz verwendet; im Gegensatz zum Original habe ich am Ende die (thin-cut) Schalenstreifchen in meinem Sirup drin gelassen, das störte mich nicht, im Gegenteil. Dafür habe ich nur eine der beiden Orangen abgerieben, das empfand ich bei der Intensität meiner Orangen als ausreichend.

Die Orangenscheiben oben auf dem Bild sind meine (Deko-) Zugabe.

Geschmacklich fehlt dem Ganzen zweierlei; einmal ein bisschen ‚Wumms‘, etwa in Form von etwas Chili; zum anderen fehlt Säure. Mit sehr sauren Orangen oder etwas Limetten- oder Zitronensaft zu der Mischung vom Anfang mag das noch gehen, eventuell würde ich auch kurz vor Schluß mit ein paar Sprenkeln Zitronensaft den Geschmack korrigieren, sonst wird das Biryani schlicht zu süß. Etwas frisches Grünzeug ist ebenfalls nicht verkehrt, wie hier Koriandergrün, oder Petersilie.

Ich habe das Ganze übrigens im Gußbräter aus dem schwedischen Möbelhaus zubereitet. Wenn man sich genau ans Rezept hält (und nicht zwischendrin rührt), bräunt das Biryani von unten etwas an (und das ist auch so gewollt). Summa summarum: mit ein bißchen Feintuning ausgesprochen lecker.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Gefällt mir in der Kombination gut, das nehme ich mit und tune fein 🙂 Ein klein bisschen Harissa und Zitrussaft ist da sicher nicht verkehrt, da hast du völlig recht.

  1. 15. Juni 2016

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