Goldforelle Miso Yaki

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Das freundliche Team von Deutsche See hat mich – wie einige andere Foodblogger auch – kürzlich mit frischen (Tiefkühl-) Fischfilets versorgt. Guten Fisch zu finden wird selbst hier in Hamburg immer schwieriger; deswegen greife ich selbst auch ganz gern auf die Produkte des Herstellers zurück, wenn sie auch nicht gerade günstig sind, aber man weiss was man bekommt, die Qualität ist meist sehr ordentlich, und dank der Verpackung sieht man auch auf den ersten Blick, was für Tiefkühlfilets einen erwarten.

Goldforelle Miso Yaki

Zu den Produkten, die als „regional und nachhaltig“ promotet werden, gehören u.a. Filets von der Goldforelle, aus Zucht am Königssee. Das schreibt der Hersteller:

Die Goldforellen kommen aus dem Berchtesgadener Land. Im quellfrischen Gebirgswasser des Königssees, der zu den saubersten Deutschlands zählt, wachsen sie in streng kontrollierten Teichen heran. Ihr feiner Geschmack und ihre goldgelbe Färbung machen die Goldforellenfilets zu einem besonderen Genuss und einem echten Hingucker. Die Mitarbeiter in der Bremerhavener Fischmanufaktur verwenden für die „Tiefgekühlten Gourmetportionen“ ausschließlich die besten Filetstücke, die sie in liebevoller Handarbeit genau zuschneiden und weiterverarbeiten.

In liebevoller Handarbeit wurden bei den mir vorliegenden Filets die Gräten mit deutlich sichtbarem Spalt im Fischfleisch herausgeschnitten, pro Filet habe ich aber nochmal runde 10-12 feste, dicke Gräten je Stück per Pinzette nachträglich extrahiert. Das hat mir weniger gut gefallen.

Die Wikipedia schreibt zu dem mir nicht eben bekannten Fisch

Die Goldforelle (Oncorhynchus aguabonita) ist einer Art der Lachsfische (Salmonidae). Sie wurde zunächst als Unterart der Regenbogenforelle beschrieben, wird inzwischen aber größtenteils als eigenständige Art anerkannt. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika, in Europa wird die Goldforelle oft in Teichen gehalten.

Die Filets sehen tatsächlich so aus wie auf der Produktabbildung von Deutsche See. Um den Geschmack und die Textur des Fisches möglichst rein testen zu können, habe ich mich für eine relativ einfache und klassische Zubereitung aus der japanischen Küche entschieden, miso yaki. Yaki bedeutet nichts anderes als gebraten oder gegrillt, und der Fisch wird mit Miso gewürzt.


Goldforelle Miso Yaki

Ergibt: 2 Portionen

Zutaten

  • 2 Forellenfilets auf der Haut
  • 1 Esslöffel helles Miso, z.B. Shiro-Miso
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Esslöffel Mirin
  • Pflanzenöl
  • 1 kleiner Kopf Römersalat
  • 1-2 Esslöffel Balsamico-Essig
  • etwas Sumach, zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Miso, Mirin und Zucker verrühren. Die Fischfilets beidseitig damit einstreichen und ca. 6 Stunden marinieren lassen.
  2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Anhaftende Marinade mit einem Messerrücken vom Fisch abziehen. Das Fischfilet auf der Hautseite 3-4 Minuten braten (Vorsicht, Miso / Zucker brennt schnell an), dann von der anderen Seite kurz fertig braten.
  3. In einer zweiten Pfanne einen knappen Esslöffel Öl erhitzen. Den Salat längs zerteilen, den Strunk entfernen, dann quer in breite Streifen schneiden. In der Pfanne anbraten, mit dem Essig ablöschen und den Herd ausdrehen.
  4. Nach 2 Minuten den Salat auf zwei Teller verteilen, Fisch darauf legen, mit Sumach bestreuen und servieren.

Die feine Süße der Marinade harmoniert gut mit der Forelle; das Fischfleisch ist schön fest und aromatisch. Der Gatte lobte ebenfalls die angenehme Konsistenz – so ein Fischlein darf es bei uns gern wieder einmal geben. Die Haut dagegen, offensichtlich zum Mitessen gedacht, kann man durchaus verspeisen, ich habe sie hier ja bewusst knusprig gebraten, finde sie aber doch relativ zäh, zumindest in dieser Zubereitungsform.

Das Fischfleisch hat ein zartes Lachsrosa; geräuchert kann ich mir diese Forelle prima vorstellen, auch pur macht sie durchaus eine gute Figur. Die Süße des Gerichts wird durch den Balsamessig am gebratenen Salat gut ausgeglichen – einfach und rundum köstlich, und damit auch ein Beitrag für den Süßwasserfisch-Event bei Multikulinarisches.


Disclaimer: der Fisch wurde mir unentgeltlich und ohne Auflagen von Deutsche See zur Verfügung gestellt. Eine Beeinflussung meines Textes oder der Beurteilung fand nicht statt.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Oh toll. Goldforelle hatte ich auch neulich erst gesehen. Im Ganzen. Als Mädchen setzte angesichts dieses ausgesprochen attraktiven goldorangen Fisches spontaner Kaufdrang ein. Leider hat das Budget den Disput gewonnen…

    Danke für das einfache und köstliche Rezept und das Mitmachen beim Süßwasserfischevent!

  1. 4. Mai 2013

    […] gilt hier wie bei der Goldforelle, dass die Qualität gut und wohlschmeckend ist; und ich habe auch nur zwei Gräten zupfen […]

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