DKduW – Quartal 1/2013

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

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Als Einleitung zu dieser Zusammenfassung hätte ich ja gern etwas von der „Frühlingsausgabe“ von Dein Kochbuch das unbekannte Wesen geschrieben, aber landauf landab läßt der Frühling doch noch ziemlich auf sich warten. Gute Gelegenheit also, sich mal wieder in ein paar selten genutzte Kochbücher zu vertiefen 😉

Tatsächlich ist das hier eine ganz übersichtliche Veranstaltung geworden, vielleicht war es doch zu kalt? Die meisten Beiträge in den letzten drei Monaten von einem einzelnen Teilnehmer kommen von der Turbohausfrau a.k.a. Prost Mahlzeit, weswegen diese Beiträge hier auch heute an erster Stelle steht 🙂

Zum Einstieg haben wir es mit Kichererbsen mit Spinat und Paradeisern aus Ferran Adrias Das Familienessen zu tun – ein Buch das mich auch sehr interessieren würde.

Dass das Buch eher auf (einfache) Schritt-für-Schritt-Fotografie setzt denn auf Texte, erstaunt mich dann doch ziemlich. Einfaches wie raffiniertes ist darin zu finden, und die Turbohausfrau hat auch gleich noch ein Rezept daraus verbloggt, nämlich Bananen in Limettensirup (ich bin dann mal in der Küche…)

Weiter geht’s mit einem Buch, dessen Titel schon verdammt neugierig macht: Maria Luisa kann nicht anders: Von Platterbsen, weißen Trüffeln und einer Messerspitze Wahnsinn.

Worum geht’s? Lassen wir doch Frau Prostmahlzeit sprechen:

Das erste Drittel des Buches besteht aus Bildern von und Texten über Umbrien, die Villa, in dem Restaurant und Hotel betrieben werden, über einzelne Zutaten wird ausgiebig philosophiert, ebenso über den Hausheiligen und die Geister. Eine wirklich schöne Hommage an Umbrien, das ich sehr mag, seit wir dort einen Urlaub in einer einsamen Mühle verbracht haben. Maria Luisa wirkt in Texten und Bildern äußerst sympathisch und man sieht, dass sie ihr Handwerk wirklich aus Leidenschaft macht. Auf „hausbacken und altmodisch“ wird im ganzen Buch viel Wert gelegt.

Solchermaßen in Stimmung gebracht, darf natürlich auch das Testrezept nicht fehlen – Gratinierte Jakobsmuscheln mit frittiertem Lauch.

Ein Gericht, das recht aufwändig daher kam, aber ganz hervorragend gemundet hat.

Und damit es nicht zu abgehoben wird, trägt Madame, die bekanntlich in Wien lebt, kocht und bloggt, mir im dritten Beitrag „ein ganz und gar wienerisches Kochbücherl“ daher – den Falter Grundkurs Kochen. Daraus wird’s ein ebenso österreichischer Bröselkarfiol, oder für alle nördlich der Alpen: Blumenkohl mit Semmelbröselkruste.

Der Falter ist eine Wochenzeitung, und den Kochkurs gibt’s auch als wöchentliche Lieferung in der Zeitung – das ist angenehm retro und gefällt mir. (Ich hab auch noch gute Erinnerungen an Dagobert, den guten Geist aus der Steiermark…)

Chez Foodfreak habe ich mich eines anderen Grundkochbuchs angenommen – Backen für Dummies stand Pate für die Apfeltaschen mit Eierlikör, die ganz einfach zu machen waren, aber dann doch ein paar Tücken aufwiesen.

Das Buch ist tatsächlich für Dummies geeignet, denn die einzelnen Rezepte werden genauestens Schritt für Schritt und mit Angaben zur benötigten Ausrüstung vorgestellt – nur Bilder sucht man hier vergebens, statt dessen findet man aber hilfreiche Illustrationen.

Das Wilde Poulet hatte etwas Probleme, die richtige Mailadresse für den Event zu finden 😉 – abgehalten hat sie das jedoch nicht, sich mehrfach zu beteiligen – vielen Dank!

Mit einem alten Büchlein über Die Kunst der marokkanischen Küche von Robert Carrier, 1988 erschienen, hat sie sich bei dem kalten Februarwetter in wärmere Gefilde geträumt und an vergangene Marokko-Urlaube erinnert. So ein bißchen Urlaubsstimmung und Sonne und Wärme täte wohl den meisten von uns ganz gut.

Der Bohnen-Lamm-Eintopf hat sicher ebenfalls gegen die Kälte geholfen 🙂

Deutlich Richtung Frühling geht dagegen das zweite Gericht, das sie für uns gekocht hat, entnommen aus Mit Liebe, Lust und Thymian: Ein Kochbuch zum Geniessen.

Die Felchenfilets auf Kerbelsauce mit Karottendariole sehen wirklich köstlich aus.

Das obligate Dessert (Nummer eins) steuert dieses Mal Genial lecker bei, in Form eines ausgesprochen abgedrehten Inselkuchens.

Ich muss gestehen, der kleine Drache Kokosnuss sagt mir nix, aber nach dem Büchlein Der kleine Drache Kokosnuss – Rezepte aus der Drachenbäckerei muss ich doch mal in der Bibliothek Ausschau halten.

Last but not least meldet sich auch das Charlottenblog mal wieder zu Wort, mit einem fabelhaft aussehenden Zitronenkuchen der Fugger.

Gefunden haben sie das inspirierende Rezept in Kochen mit Zitrusfruechten, einem Buch, das vor vielen Jahren im Rahmen eines Typographie-Kurses an der Fachhochschule Potsdam entstand, und nur noch antiquarisch zu finden ist.

Die Mischung aus Zitrone und Marzipan klingt so verlockend, dass ich diesen Kuchen sicher auch bald nachbacken werde.

Vielen Dank an die Teilnehmer für Einblicke in wirklich ungewöhnliche Kochbücher, ich hoffe, Ihr findet auch weiterhin solche Schätze in Euren Regalen!


Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Bitte benutzt nur die dort angegebene eMail-Adresse zum Einreichen Eurer Beiträge. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail oder Twitter, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Ui, das ist aber wirklich sehr übersichtlich! Das tut mir sehr leid, dass sich da nicht mehr Leute beteiligen, weil ich mich immer sehr freue, wenn jemand über Kochbücher schreibt, damit ich nicht einfach auf gut Glück ein Kochbuch kaufen muss.

    Hoffentlich texte ich dich nicht zu sehr zu mit meiner monatlichen Kochbuchrezension.

  2. Barbara sagt:

    Da sieht man wieder, wie die Zeit vergeht… Bei mir schlummern ja auch noch alte Schätzchen, aber ich habe in letzter Zeit wenig daraus gekocht. Vielleicht im Frühling… 😉

    Danke für die Zusammenfassung!

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