Curry-Dinner zum zweiten

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21. November 2016 aktualisiert

2013-04-18-curry-dinner-2-2

Nach dem sri lankischen Curry-Dinner habe ich eine stattliche Sammmlung neuer Rezeptideen für Curries angehäuft; und da ich bei dem Essen kein Dal-Rezept angegeben hatte, liefere ich heute eins nach. Dabei war ich mir gar nicht so sicher, ob ich das wirklich bloggen wollte, denn fotogen war es nicht – ebensowenig wie das Kartoffelcurry mit Joghurt (oben im Bild), das ich zu diesem rein vegetarischen Dinner zubereitet habe. Beide schmeckten aber dermaßen lecker, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte.

Auf dem Bild sieht man außerdem noch Streifen von ungewürzten Papadums, die ich einfach in heißem Kokosfett knapp ausgebacken habe – die waren eine durchaus typische Beigabe zu den Currytafeln auf Sri Lanka.


Kartoffelcurry mit Joghurt

sehr frei nach einer Idee der India Times

Zutaten

  • 5-6 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 Esslöffel Ghee (Butterschmalz)
  • 2 Esslöffel braune Senfsamen
  • 3 getrocknete rote Chilies
  • 1 große Zwiebel, in Halbringen
  • eine Handvoll Curryblätter
  • 2 Teelöffel Kaschmir-Chilipulver (oder scharfes Paprikapulver)
  • Salz
  • 3-4 Esslöffel Vollmilchjoghurt

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in Stücke von 2-3 cm Länge schneiden. In gesalzenem Wasser aufsetzen und ca. 6 Minuten kochen, vom Herd ziehen und in einem Durchschlag abtropfen lassen.
  2. In einer Pfanne oder einem breiten Topf das Ghee erhitzen, die Senfsamen und Chilischoten darin anrösten. Wenn die Senfsamen zu springen beginnen, die Zwiebel und die Curryblätter zufügen. Unter Rühren braten, bis die Zwiebeln goldbraun werden.
  3. Die Kartoffeln nun in die Pfanne geben, gut umwenden, mit dem Kaschmir-Chili bestreuen, und alles auf kleiner Flamme weiter braten lassen, bis die Kartoffeln komplett weich sind und langsam anbräunen.
  4. Den Joghurt einrühren, und unter Wenden alles zusammen heiß werden lassen, so dass die Kartoffeln von einer Joghurtschicht eingehüllt sind.

In dem von mir stark abgewandelten Rezept der India Times steht sinngemäß, man könne das Curry auch als Füllung für Brote verwenden, und das kann ich mir hier auch gut vorstellen – selbst kalt schmeckt es noch total lecker.


Rote Linsen mit karamellisierter Zwiebel – Masoor Pyaaz Dal

adaptiert nach Raghavan Iyer: 660 Curries

Zutaten

  • 1 Tasse geschälte rote Linsen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1 Teelöffel grobes Salz
  • 1/2 Teelöffel Kardamomsamen, aus grünen Kapseln ausgelöst
  • 3 Gewürznelken
  • 1/2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
  • 3 frische grüne Thai-Chilis, entstielt
  • Butterschmalz, oder Öl
  • 1 große Zwiebel, in dünnen Halbringen
  • 1 große Tomate
  • 3 Esslöffel Tomatenpassata
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • frisches Koriandergrün

Zubereitung

  1. Die Linsen in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken, mit den Fingern durchrühren, das Wasser abgießen. Den Vorgang 3-4 Mal wiederholen, bis das Wasser klarer wird. 3 Tassen Wasser zufügen und das Ganze zum Kochen bringen. Ohne Deckel kochen lassen bis die Linsen weich und gar sind. Zwischendrin abschäumen.
  2. In einem Mörser den Kreuzkümmel mit Salz, Kardamom, Nelken und Pfeffer zu einem Pulver zerstoßen, dann die Chilis mit hineinreiben.
  3. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebelringe und die Gewürzmischung zugeben, ein- oder zweimal umrühren, dann einen Deckel auflegen und die Zwiebeln unter gelegentlichem Rühren goldbraun werden lassen.
  4. Den Stielansatz aus der Tomate schneiden und sie grob würfeln, die Linsen, soweit nötig, in einem Durchschlag abtropfen lassen.
  5. Die Tomatenwürfel und die Kurkuma in die Pfanne geben und gut rühren – die Säure und Flüssigkeit der Tomate löst die Röststoffe vom Pfannenboden. Die Linsen hinzugeben, gut durchmischen, das Passata einrühren, und alles 5 Minuten erwärmen, so dass sich die Aromen verbinden können.
  6. Mit etwas Koriandergrün bestreuen.

Iyer nennt das Gericht übrigens Red Lentils with a Caramel Sweet Onion Sauce, aber von Sauce kann eigentlich gar keine Rede sein; und er mischt die Zwiebeln ins Dal, statt umgekehrt – mein Dal war mit seinen Mengenangaben dafür auch viel zu flüssig, deswegen habe ich es anders herum gemacht, und die Flüssigkeit und Säure mit Tomatenpassata aus einer angefangenen Flasche im Kühlschrank ergänzt.

Passte fabelhaft so, eins der besten Dals die ich seit langem gegessen habe.

 

Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Kathi sagt:

    Das hört sich so lecker an, wird gleich gespeichert. Gerade in der Kombi kann ich mir das gut vorstellen! Wie war das von den Mengen her – Zu zweit sind beide Currys vermutlich zu viel, oder? Passt die Menge für 4?

    • FoodFreak sagt:

      wir hatten dazu noch ein Zucchini Poriyal, natürlich Reis mit Schalotten drauf, und damit waren das dann gute 4 Portionen.

  1. 18. Oktober 2013

    […] Rote Linsen mit karamellisierter Zwiebel – Masoor Pyaaz Dal […]

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