Indisches Reismehlgebäck – Palakayalu

Dieser Artikel wurde zuletzt am 4. Februar 2017 aktualisiert

Ob zu einem gemütlichen Videoabend oder der Fußball-Übertragung, einer Spielerunde oder beim Lesen, etwas zu knabbern ist nie verkehrt. Fertiger Knabberkram ist – wenn man sich die 100-g-Preise anschaut – für das Gebotene ziemlich teuer und meist voll mit Aromen und Geschmacksverstärker. Grund genug also, heute mal selbst etwas zum Knabbern herzustellen, was man so in keinem Laden kaufen kann, und was sich beliebig anpassen lässt.

Bei Sailu’s Food, einem indischen Food-Blog, fand ich dieses Rezept für indisches Reisgebäck mit der zungenbrecherischen Bezeichnung Palakayalu.

Es ist nicht nur vegan, sondern hat auch eine ziemlich überschaubare Zutatenliste. Das wichtigste Gewürz hier ist Ajowan, in den meisten asiatischen Läden zu finden, im Zweifelsfall in einer Apotheke. Das Gewürz schmeckt recht intensiv ätherisch wie Thymian. Wer davon nicht so begeistert ist, kann es auch mit grob zerstossenen Kreuzkümmelsamen versuchen.

Das Rezept ist wirklich kinderleicht. Man braucht:

  • 2 Tassen Reismehl (Asienladen)
  • 1 1/2 EL Zucker
  • Salz
  • 1 EL Öl
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 EL Ajowan
  • Öl, zum Fritieren

Wer mag, kann außerdem laut Sailu noch grünes Chilipüree zugeben, ich habe einen Teil des Teigs um rotes Chilipulver und etwas Zucker ergänzt.

Das Wasser lässt man mit Salz, Zucker und Öl aufkochen und rührt dann das Reismehl hinein, bis sich ein dicker Teig ergibt. Komplett auskühlen lassen, dann das Gewürz einkneten – etwa 2-3 Minuten kneten, bis sich ein glatter Teig ergibt, evtl. etwas Reismehl zugeben.

Den Teig rollt man nun zu 2-3 cm langen, dünnen Röllchen. Meine sind nicht so schön gleichmäßig wie die bei Sailu geworden:

Das ist sicher auch Übungssache.

Jetzt kommt’s, und da muss ich eine WARNUNG aussprechen.

Das Öl in einem flachen Topf erhitzen und nicht zuviel nehmen, maximal so dass die Röllchen knapp halb darin liegen können. Mit einer winzigen Teigprobe testen, ob das Fett heiß genug ist, dann die Röllchen unter ständigem Wenden rundum so goldbraun wie möglich backen.

Die Warnung deswegen, weil mir eines der Teile explodiert ist, was mir heißes Fett im Gesicht bescherte, und wirklich scheußlich ist! Wenn die Palakayalu nicht regelmäßig gewendet werden, besteht wohl Gefahr, dass das passiert.

Wenn sie richtig braun sind, herausnehmen und auf Küchenpapier entfetten. Auskühlen lassen. Zu helle Palakayalu sind in der Mitte eher wie Brotteig und könnten verderben, die braunen dagegen sind ein knuspriger Knabberspaß – echt lecker – der sich auch einige Tage hält. Die chiligewürzten mochten wir übrigens lieber als die nur mit Ajowan gewürzten.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Das ist was für mich, ich liebe solche Knabbersachen!

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