Australische Brause

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Unterwegs versuche ich immer, möglichst Zeug zu probieren, das es bei uns nicht gibt. Da ich die in Thailand und Malaysia verbreiteten Limos und sonstigen bunten Getränke (bis auf Sojamilch und Rosenwassersirup) alle schon kenne, habe ich mich bei Cold Storage in Kuala Lumpur zum Erwerb dieser Flaschen verlocken lassen:

A splash of #australia #fiod

Die Getränke von Bundaberg sind australische Klassiker seit 1960, und werden laut Website nur mit „echten Zutaten“ und Hefe fermentiert.

  • Lemon Lime & Bitters ist in Down Under als Erfrischungsgetränk weit verbreitet, die ‚ganz natürlichen‘ Zutaten lesen sich so:
    Carbonated Water, Cane Sugar, Lime Juice 4.3%, Lemon Juice 0.7% (Citric Acid), Lemon Flavour, Brewed Aromatic Bitters, Preservatives (E211, Sulphites), Colours (E120)
    Unter E120 verbirgt sich echtes Karmin (oder Cochenille), E211 ist Natriumbenzoat. so ganz rein ist das Ganze dann wohl doch nicht…
  • Das Ginger Beer bietet auf: Carbonated Water, Cane Sugar, Ginger Root, Natural Flavours, Acid (Citric Acid), Yeast, Preservatives (E211, E202), Antioxidant (300)
    E202 ist Kaliumsorbat, hinter E300 verbirgt sich nichts anderes als Ascorbinsäure.
  • Der Dritte im Bunde ist das Ginger Beer von Saxbys mit Carbonated water, sugar, natural flavors derived from whole ginger & blended ginger extracts, food acid (330), natural flaour, preservative (211) – E330 ist Citronensäure, E211 nochmal Natriumbenzoat.

Der Geschmack:

Lemon Lime & Bitters schmeckt wie eine nicht zu süße Zitronenlimo mit einem kräftigen Schuß Rose’s Lime Juice, einen Tick zu sehr nach Limettensirup für meinen Geschmack. Um einen Wodka oder Gin (oder Bier) angereichert mag das gefallen, pur finde ich es etwas zu penetrant. Nach ‚bitters‘ schmeckt das Getränk gar nicht.

Das Bundaberg Ginger beer dagegen ist nicht nur angenehm zurückgenommen süß, sondern hat auch eine feine aber dennoch deutliche Ingwernote – deutlich ingweriger etwa als Schweppes, aber nicht so intensiv wie z.B. Idris aus Wales oder das Old Jamaica Ginger Beer; die feine Perlage macht es auch pur zu einem Genuß, natürlich gut gekühlt.

Saxby’s schmeckt intensiv und fast brennend nach Ingwer, das stört mich zwar nicht, dafür ist die Brause aber erheblich zu süß für meinen Geschmack, und im Verein mit sehr „groben“ großen Kohlensäureperlen ist die Limo eher unlecker.

Bundaberg (Ginger Beer), so man es denn bezahlbar in Deutschland fände, würde ich durchaus mal trinken wenn mir nach süßer Limo der Sinn stünde, den Rest eher nicht.

Nachdem ich im Kochbuch für Geeks ja schon mein Standardrezept für eine einfache selbsgemachte Ingwer-Limo verraten habe, sollte ich mich wohl diesen Sommer mal an die Rezeptentwicklung für ein „brewed“, also ein mit Hefe fermentiertes Ingwer-Bier / Ginger Ale machen…
 


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