Goldenes Hühnchen-Korma

4. Februar 2013
Author:

golden chicken korma
 

Dem OLIVE magazine, das ich abonniert habe, lag vor einiger Zeit ein Heftchen mit dem Titel “25 brilliant currys” bei – die offenbar aus Anjum Anands I Love Curry stammen; zumindest das Golden Chicken Korma kann ich beim Blick auf das Stichwortverzeichnis bei Amazon schon mal ausmachen. Natürlich war das für einen Fan der indischen Küche wie mich eine Super-Beigabe :-)

Anjum Anand ist eine “Newcomerin” auf dem Markt für indische Kochbücher, einem breiten Publikum ist sie vor allem in Großbritannien durch ihre (recht gut gemachte) Serie Indian Food Made Easy bekannt. Ich mag ihren modernen, unprätentiösen indischen Kochstil sehr.

Kormas (andere Schreibweisen: kormaa, qorma, qurma, kavurma, khorma, kurma) sind Currygerichte, die aus der Mughlaiküche Nordindiens und Pakistans stammen; traditionelle Kormas wurden langsam über Kohlefeuern geschmort. Joghurt und/oder Sahne sind dabei unverzichtbarer Bestandteil der Schmorflüssigkeit. Es gibt vegetarische und fleischhaltige Kormas, scharfe, mörderscharfe und nicht so scharfe. In Grossbritannien – und in vielen indischen Restaurants – bezeichnen Kormas allerdings vor allem milde Gerichte, in denen sich Sahne, Joghurt, gemahlene Nüsse oder Nussmuse und Kokosmilch die Hand geben, so auch hier.

The korma popularised in UK curry houses is invariably mildly spicy and may often feature nuts, usually almonds or cashews, and coconut. — (Wikipedia)

Skeptisch war ich ja bei der Zugabe von Kümmel, den man in Currygerichten nicht allzu häufig findet, aber im Zusammenspiel mit den anderen Gewürzen passt das hervorragend.

Goldenes Hühnchen-Korma

Author: nach OLIVE magazine / Anjum Anand: I love Curry
Serves: 4
Ingredients
  • 25 g Ingwer, geschält gewogen
  • 5 dicke Knoblauchzehen
  • 40 g Cashewkerne
  • 4 Esslöffel Pflanzenöl
  • 1 Teelöffel Kümmelsamen
  • 1 Stück Zimtstange
  • 6 Gewürznelken
  • 2 Stücke Muskatblüte (Macis), ganz
  • 10 grüne Kardamomkapseln
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 600 Gramm Hähnchen-Portionsstücke, gehäutet (bei mir: 600 g ausgelöstes Fleisch von Hähnchenkeulen)
  • 160 Gramm Vollmilchjoghurt
  • 1 guter Teelöffel Koriander, gemahlen
  • Salz
  • 1/3 Teelöffel Kurkuma
  • 3 Esslöffel gemahlene Mandeln
  • 4 Esslöffel Sahne
  • 1 Esslöffel weisse Mohnsamen (optional; habe ich keine bekommen)
  • 40 Gramm Creamed Coconut (die festen Blöcke aus dem Asienladen)
  • 1-2 Teelöffel Zitronensaft
  • Mandelblättchen, geröstet – als Deko
Instructions
  1. Ingwer und Knoblauch mit wenig Wasser zu einer Paste mixen. Die Cashews mit wenig Wasser bedeckt davon getrennt zu einer Paste mixen. Beiseite stellen.
  2. Das Öl in einer grossen (beschichteten) Pfanne erhitzen; die ganzen Gewürze darin etwa 20 Sekunden anbraten, bis sie brutzelnde Geräusche machen, dann die gehackte Zwiebel unterrühren. Die Zwiebel unter Rühren dünsten bis sie weich ist aber nicht braun wird. Nun die Ingwer-Knoblauch-Paste einrühren und alles garen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.
  3. Hühnerstücke, Joghurt, etwas Salz, Kurkuma und Koriander in die Pfanne geben. Unter Rühren und gelegentlichem Umwenden der Hühnerstücke zum Kochen bringen. Köcheln lassen bis die Feuchtigkeit des Joghurts verschwunden ist, dann so viel Wasser angiessen dass das Huhn halb darin liegt. Alles gut durchrühren, einen Deckel auflegen, und 20-30 Minuten köcheln lassen (wenn man Huhn mit Knochen verwendet, sonst ggf. kürzer). Ab und zu umrühren.
  4. Nach 20 Minuten den Flüssigkeitsstand überprüfen und ggf. alles offen auf stärkerer Hitze weiter garen lassen. Sobald das Huhn gar ist und die Sauce cremig wird, die gemahlenen Mandeln, Sahne, Cashew-Paste, Mohnsamen und Kokoscreme vom Block unterrühren. 5 Minuten köcheln lassen.
  5. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Mit den Mandelblättchen (und ggf. Safranfäden, Rosinen, geviertelten Trockenfeigen, gerösteten Cashewkernen, Haselnuss- oder Pistazienstücken, frittierten Ingwerstreifchen oder Blattgold) dekorieren.
  6. Dazu passt Basmatireis.

 

Mit diesem Korma von Anjum Anand (auf dem Bild im Magazin ist es noch zusätzlich mit Safranfäden verziert) kann man auch Menschen zu indischer Küche verführen, die es mit scharfen (und tomatigen) Currys so gar nicht haben. Das hier würde ich bedenkenlos auch meiner Mutter vorsetzen (die mich dann allerdings wahrscheinlich fragen würde wieso ich keine Ananas an die Currysauce getan habe…) Es ist mild, cremig, und dennoch rund-würzig im Geschmack (kein Wunder bei der Menge verwendeter Gewürze). Gestört haben mich nur am Ende die ganzen Kardamomkapseln und Nelken im Curry, die – auch wenn sie recht weich werden – beim Draufbeissen ggf. doch für ätherische Momente sorgen können.

Ein prima Rezept aus einem Buch, welches ich sicher meiner wachsenden Zahl indischer Kochbücher hinzufügen werde :)

 

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