Kirsch-Mascarpone-Torte

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Sonntag

Eines Tages hatte ich mir vorgenommen, an meinen freien Tagen auch mal wieder komplett selbst etwas zu kochen. Die Taktik, im Kochbuchregal oben links anzufangen, und mir jeweils ein Rezept aus jedem Kochbuch auszusuchen, brachte mich schon bei dritten Buch zu Kann denn Süßes Sünde sein?. Eigentlich geht es in diesem schön gestalteten Buch von Marion Kiesewetter um Cafés in Norddeutschland. Doch zu jedem Cafe gibt es das eine oder andere Tortenrezept.

„Eine Torte hast Du auch noch nie gemacht,“ dachte ich mir, und schwups sucht ich mir die Kirsch-Mascarpone-Torte vom Landcafe Bocksrüde in Winnemark/Schlei heraus. Sauerkirschen lagerten von Schwiegermutter sowieso noch im Tiefkühler, die mussten eh weg.

Das Original-Rezept liest sich so:

Kirsch-Mascarpone-Torte

Author: nack: Kann denn Süßes Sünde sein?
1 Torte
Ingredients
  • BISKUIT:
  • 160 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 140 g Mehl
  • 40 g Speisestärke
  • Fett, für die Form
  • FUELLUNG:
  • 500 g Mascarpone
  • 300 g Saure Sahne/Joghurt
  • 70 g Zucker
  • 20 g Vanillezucker
  • 4 cl Amaretto
  • 6 Blatt Gelatine
  • 300 g Schlagsahne, geschlagen
  • 1 Glas Sauerkirschen (680 g Füllmenge)
  • 2 Pck. Tortenguss
  • 30 g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • Geröstete Mandelblättchen. für die Verzierung
Instructions
  1. Für den Teig Zucker, Vanillezucker und Eier schaumig schlagen. Mehl und Speisestärke miteinander vermischen, sieben und langsam unter den Eischaum heben. Den Teig in eine gefettete 28-cm-Springform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C ca. 35 Minuten backen. Den Boden gut auskühlen lassen und zweimal quer durchschneiden.
  2. Für die Füllung Mascarpone, Saure Sahne, Zucker, Vanillezucker und Amaretto glattrühren. Gelatine nach Packungsanweisung einweichen, bei schwacher Hitze im Topf auflösen und 1/4 der Mascarponemasse einrühren. Anschließend die Gelatinemischung unter die Mascarponemasse rühren. Wenn die Masse anfängt dicklich zu werden, die geschlagene Sahne unterheben.
  3. Kirschen abgießen, den Saft auffangen und mit Tortenguss, Zucker und Zimt nach Anleitung binden. Kirschen unterheben.
  4. Für den Tortenaufbau die gebundenen Kirschen auf den unteren Boden geben (12 Stück für die Verzierung beiseite legen). Tortenring um den Boden legen und 1/4 der Mascarponemasse auf den Kirschen verstreichen. Zweiten Boden auflegen, 1 EL Mandelblättchen darauf verteilen und wieder 1/4 der Masse daraufstreichen. Dritten Boden auflegen und mit dem Rest der Mascarponecreme die Torte oben und rundherum gleichmäßig einstreichen, etwas für die Verzierung zurücklassen. Den Rand der Torte mit Mandelblättchen zieren und die 12 Kirschen mit der zurückbehaltenen Masse auf der Torte dekorieren.
3.1.09

 

Von Anfang an hatte ich Zweifel, ob es mir gelingen würde, eine so stattliche Torte zu zaubern. Mein Versuch blieb eher beim Basteln. Schon der Biskuit ging nicht auf. Wie mir Frau Foodfreak später mitteilte, hätte ich geschlagenes Eiweiß unterheben müssen. Nur: woher soll man das als unbedarfter Bäcker wissen, wenn es nicht im Rezept steht? Der Teig war als etwas fest, wenn nicht sogar von leicht gummiartiger Konsistenz. Dazu kam noch die geringe Höhe, die gerade mal für zwei Lagen statt für drei reichte.

Weiterhin haben ich Vanillezucker durch eine leicht höhere Zuckermenge und gemahlene Vanille ersetzt. Das wirkte sich zum Glück nicht negativ auf den Kuchen aus. So machte ich mich also daran, zu schichten. Dabei stellte sich heraus, dass zwei Teiglagen sowieso besser sind als drei. Zum einen war das natürlich weniger Arbeit und weniger herausfordernd, zum anderen reichte die Masse nicht für drei. So einfach war das.

Am Ende wurde doch noch eine ganz ansehnliche Torte draus. Trotz gummiartigem Teig und etwas zu fest gewordener Füllung schmeckte er richtig lecker. Und ein bisschen stolz bin ich auch.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

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