Ragout de lentilles au haddock et au raifort

Ragout de lentilles au haddock et au raifort

Für den aktuellen Blogevent im Kochtopf hat sich Sabine von Bonjour Alsace passenderweise Rezepte aus dem Elsaß gewünscht. Ein guter Anlaß, mal wieder Elsass. Die Küche und ihre Traditionaus dem Regal zu nehmen und mir ein Rezeptchen auszusuchen. Etwas mit Sauerkraut sollte es ganz bewusst nicht werden…

Coq au Riesling wäre in der engeren Auswahl gewesen, schließlich entschied ich mich aber für ein Gericht, dessen Aromen ich so zusammen noch nie gegessen habe: ein Linsenragout mit Meerrettich und Räucherfisch.

Wo Sue Style allerdings Schellfisch einsetzt, habe ich geräucherten Heilbutt genommen, ansonsten passt das Rezept fabelhaft so wie es ist.


Linsenragout mit Räucherschellfisch und Meerrettich – Ragout de lentilles au haddock et au raifort

nach Sue Style, Elsaß: Die Küche und ihre Tradition

Ergibt: 3 Portionen

Zutaten

LINSEN

  • 1 Esslöffel Öl, oder Schinkenfett (hier: Entenfett}
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 200 Gramm grüne Linsen (hier: Berglinsen)
  • 1/2 , abgeriebene Schale und Saft
  • Salz und Pfeffer
  • 3-4 Esslöffel Creme fraiche
  • 2 Esslöffel Rahmmeerrettich, mehr nach Geschmack
  • 300 Gramm Räucherschellfisch (hier: heilbutt)
  • Milch, zum Pochieren

GARNITUR

  • Sauerrahm
  • Schnittlauch, fein geschnitten

Zubereitung

  1. Das Öl oder das Fett in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Die Linsen in reichlich kaltem Wasser spülen, abtropfen lassen und zusammen mit der Zitronenschale, dem Zitronensaft, etwas Pfeffer und 1/2 l Wasser zu den Zwiebelwürfeln geben. Etwa 40 Minuten kochen lassen, bis die Linsen gerade weich sind und die Flüssigkeit fast eingekocht ist. Die Creme fraiche mit dem Meerrettich verrühren und mit den Linsen vermischen. Das Ragout mit Salz abschmecken.
  2. Den Räucherschellfisch in eine antihaftbeschichtete Pfanne legen, mit Pfeffer würzen und mit Milch bedecken. Auf kleiner Flamme 6-7 Minuten pochieren. Danach die Milch abgiessen. Den Fisch zerpflücken und mit den Linsen vermischen. Einige Minuten auf kleiner Flamme erhitzen, damit sich die Aromen verbinden. Nochmals abschmecken.
  3. In Suppenschalen verteilen. Die Portionen mit je einem Löffel Sauerrahm und feingeschnittenem Schnittlauch garnieren.

Natürlich waren just meine grünen französischen Linsen alle, so dass ich kleine Berglinsen benutzt habe. Den Fisch habe ich in einer kleinen Stielkasserolle pochiert, was mir sinnvoller erschien als eine „beschichtete Pfanne“ (eventuell ist hier der Übersetzer auch dem false friend „nonstick pan“ aufgesessen).

Die Merrettichmenge ist auf der angenehm zurück genommenen Seite; ich würde eventuell weiteren Meerrettich zum Nachwürzen anbieten. Die Kombination aus Linsen, Merrettichrahm und Räucherfisch ist aber sehr lecker-deftig, und perfekt winterlich. Auch wenn das Gericht eher nicht fotogen ist, landet es auf der Wieder-Machen-Liste für die nächste Herbst-Winter-Saison.

Danke für die Anregung!

 

Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)

Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. Diese Kombination aus Linsen, Meerrettichsahne und Räucherfisch gefällt mir ausgesprochen gut. Ich kann mir gut vorstellen, dass das schwer zu fotografieren war, doch Du hast das wunderbar in Szene gesetzt.

  2. Gerade nachgekocht. Supersache. Mach ich ab jetzt öfter, beim nächsten Mal probier ich Dill statt Schnittlauch.

  3. pixelpu sagt:

    Nach einer halben Ewigkeit endlich mal geschafft nachzukochen. Hätte ich ruhig schon früher mal machen können, ausgesprochen lecker! Danke für die Anregung, das kann man definitiv häufiger mal machen.

  1. 30. Dezember 2012

    […] Höhepunkt der Weihnachtswoche war das elsässische Linsenragout nach Petra Hildebrandt. Das gabs an Heiligabend zu Mittag und hat uns so gut geschmeckt, dass wirs […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud