Neue Küche – Teil 1 – Intro und Kühlschrank

16. Dezember 2012
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2012-12-05-kueche-statusquoEs begab sich also im Jahre 2012, es war ein ausgesprochen naßkalter Februar-Donnerstag, da wollten Herr Datenhamster und Frau Foodfreak eigentlich zum zweiten Mal ins Küchenstudio des Vertrauens, um dort ihre neue Einbauküche in Auftrag zu geben, mehr oder weniger zumindest.

“Och nöö. Ich hab keinen Bock,” sagte ich, und surfte zum gefühlt dreihundertsten Mal die einschlägigen Immobilienportale an, um mich nach einer Alternative – einer anderen Wohnung – umzusehen.

Und BAMM. Da war sie. Die neue Wohnung.

Sie hatte nur einen Schönheitsfehler: die neue Küche war kleiner statt größer. Doch es kam wie es kommen musste – keine zwei Monate später waren wir umgezogen.

Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Ein Foodie zieht in eine Wohnung mit kleinerer Küche? Sehenden Auges?

Neben kleinen Annehmlichkeiten wie einer großen Dachterrasse, auf der nun ein Grill steht (yeah!), und einer Küche mit einem richtigen Abzug (yeah! eat this, Umluft!), waren es vor allem zwei Details, die die neue (alte) Küche trotz ihrer geringen Quadratmeterzahl attraktiv machten.

Zum einen ist im neuen Bad genug Platz für den Waschtrockner, der in der alten Wohnung nur in der Küche Platz fand – und damit Raum für einen dringend benötigten Geschirrspüler.

Zum anderen war in dem sehr großen Flur genau gegenüber der Küchentür, die ohnehin nicht eingehängt war (und auch bei uns weiterhin im Keller steht) ausreichend Platz für einen Kühlschrank und ein Flaschenregal, womit die Fläche für den Kühlschrank in der Küche anderweitig genutzt werden kann – und das schafft gewaltig Platz.

Ich habe mich ja schon über die Tücken der Kühlschrankwahl und wie man einen Kühlschrank kauft in diesem Blog ausgelassen; damals versprach ich einen baldigen Bericht über ‘den neuen’ – der hat jetzt ein bißchen länger gedauert, kommt dafür hier aber als Einstieg in die Reihe “Die Küche”, der ich bei der Gelegenheit auch eine eigene Blogkategorie verpasst habe.

Nachdem sich nämlich der Staub des Umzugs sinnbildlich gelegt hat, wollen wir 2013 die alte Küche in der neuen Wohnung, die der Vorgänger wohl vor 10 oder 15 Jahren billigst hat einbauen lassen, gegen etwas zeitgemäßeres ersetzen. Den Status quo seht ihr oben im Bild – neben uralten (im Fall des Geschirrspülers ausserdem lauten) und wenig gut gepflegten Elektrogeräten gehören abgeplatzte Türen, ein Billigspülbecken gegen das mein 17 Jahre altes IKEA-Stahlspülbecken hochschmutzabweisend war, eine versiffte Arbeitsplatte, erheblich zu wenig Licht und Steckdosen, ein Dreckfänger von einem Fußboden und zu niedrige Schränke (gebt mir Hoch-Oberschränke!) zu den Highlights; im alten Umbauschrank des Kühlschranks haben vorübergehend Einlegeböden Platz gefunden und lassen den Blick auf uralte hundekotbraune Wandkacheln frei…

Nach und nach werde ich hier von den Fortschritten (oder auch nicht) der Küchenrenovierung berichten. Einen wichtigen Teil hatten wir ja mit dem Einzug schon abgehakt – den Kühlschrank. Genauer gesagt, eine LG Side-by-Side Kühl-Gefrierkombination – ohne Eis- und Wasserspender, weil wir dafür die Leitungen hätten verlegen lassen müssen, aber auch weil wir den Kühlraum anders nutzen wollten als mit zusätzlichen Türeinbauten. Geworden ist es also der LG GS5164AEFZ – bestellt haben wir ihn via Amazon mit Wunschterminlieferung. Die Lieferung kam genau zum Termin, die Aufstellung und auch Entsorgung des alten Gerätes und aller Verpackungsmaterialien waren automatisch und effizient in den Ablauf integriert, mit anderen Worten: es lief genau so wie man sich das wünscht.

So sieht die Ecke nun aus.

2012-12-05-kueche-kuehlschrank

Daneben steht, unverkennbar, ein IKEA-Flaschenregal, in dem anstelle der weissen Kiste (in der sich derzeit allerlei Tees befinden) auch schon mal die Kiste San Pellegrino (in Glasflaschen) steht, und normalerweise ist es auch besser gefüllt. Obstschale und Zwiebelkorb haben genauso Platz gefunden wie ein Eimerchen mit Äpfeln, die gläserne Obstschale steht im Sommer auf dem Eßtisch oder unter dem TV, auf dem Eßtisch steht im Winter aber die Fotobeleuchtung… An der Ecke hängt noch ein Beutelchen mit Schalotten aus Mutters Garten, und das Bügeleisen ist auch hier eingezogen (das Bügelbrett steht auf der anderen Seite vom Kühlschrank).

Das Kühlschrankinnenleben:

Nach nunmehr 8 Monaten mit dem Kühlschrank bin ich damit wirklich sehr zufrieden – Obst und Gemüse hält sich erheblich länger, so das denn nötig ist; die Einlegeböden aus temperiertem Glas sind gut herauszunehmen und gut zu reinigen; das Null-Grad-Fach schlägt sich tipptopp, und die Größe ist für einen Zwei-Personen-Foodie-Haushalt, in dem frisch gekocht wird, recht gut bemessen.

Im Tiefkühlteil gibt es eine Eiswürfelschublade mit einer Eiswürfelschale, die man direkt dort hinein leeren kann – das ist praktisch, und wenn man dran denkt, diese regelmässig aufzufüllen, hat man im Sommer genug Eis für Getränke parat. Die LED-Innenbeleuchtung ist brüllhell, damit kann man sich nachts auch super blenden… allein im Gefrierteil ist sie nicht so ideal angebracht, weil man sie schnell mal mit Zeug zustapelt.

Die Stahlaußenfläche und -griffe sind gut sauber zu halten; an der Seite pappen ein paar flache Magnete aus dem schwedischen Möbelhaus, mit denen man ganz wichtige Dinge auch mal in Sicht- und Reichweite an den Kühlschank hängen kann.

Der nächste Schritt ist nun der Tausch des Küchenfensters. Das gehört zwar nicht zwingend zur Küchenrenovierung, aber der Fenstertausch (alte vergammelnde Holzfenster mit einer 30 Jahre alten Verglasung gegen moderne Kunststofffenster mit Dreifachverglasung) steht ohnehin an. Damit sieht der Raum dann viel freundlicher aus – und wenn die Küche kommt, ist gleich alles hübsch. Von der Fenstertauschaktion berichte ich dann im nächsten Beitrag.

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13 Responses to Neue Küche – Teil 1 – Intro und Kühlschrank

  1. 16. Dezember 2012 at 9:40

    Ein Traum!
    Meiner ist ungefähr so groß wie die unteren zwei rechten Schubladen (plus ein nicht nutzbares Gefrierfach). – Mietwohnung mit eingebauter Küche. :-(

    • FoodFreak
      16. Dezember 2012 at 13:00

      ja, in einer Mietwohnung ist das natürlich so eine Sache… mit einem Winzkühlschrank wäre ich hier in der Diaspora in HH-Ost aber auch echt aufgeschmissen. In der alten citynahen Wohnung wäre das kein so großes Prob gewesen. Da hatten wir einen 180 hohen Norm-Stand-Kühl-Gefrierschrank, das war okay. Ist bei Euch neue Wohnung (oder neue Küche) noch ein Thema derzeit?

  2. 16. Dezember 2012 at 10:39

    ein sensationeller Kühlschrank, aber das brüllhelle LED Licht kommt mir sehr bekannt vor … grins. Bin sehr gespannt, wie es ausschaut, wenn alles fertig ist.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • FoodFreak
      16. Dezember 2012 at 13:01

      Da bist nicht nur Du gespannt, ich fürchte bis dahin habe ich noch das eine oder andere graue Haar mehr :) (alle Wände sind schräg, allein das Aufmaß dürfte schon lustig werden…)
      Soso, du hast also auch ein brüllhelles LED in deinem Kühlschrank? :) Was für einer?

  3. 16. Dezember 2012 at 12:50

    Ich bin gespannt auf deine neue Küche!

    Mein Lieblingssatz über den Kühlschrank: “die Größe ist für einen Zwei-Personen-Foodie-Haushalt, in dem frisch gekocht wird, recht gut bemessen” (habe ich gleich dem Handwerkerfreund vorgelesen!)

    • FoodFreak
      16. Dezember 2012 at 12:58

      hihi :) aber es ist wirklich so… da stehen dann Flaschen mit Hühnerbrühe oder Fond, Senfsamenpickles nach Momofuku, abgelöstes Hühnerfleisch (vom Brühe kochen= für den Bratreis am Tag drauf, das ganze frische Zeug will gut verstaut sein, in den Türen tummeln sich Miso, Tamarinde, und Co… irgendwie sammelt sich so vieles an… im Sommer war ich wie auf dem Bild zu sehen auch froh mehrere Kühlschrankkrüge mit Eistee unterzubringen… wenn man den Platz dafür hat, ist es auf jeden Fall sinnvoll.

  4. 16. Dezember 2012 at 13:43

    Da bei uns ja auch eine Küchensanierung ansteht (seufz, die leider wegen Fußbodenaustausch auch noch einen weiteren Raum betrifft), verfolge ich dieses Projekt mit großem Interesse.

    Der Kühlschrank ist natürlich ein Traum! Wir behelfen uns mit einem kleinen Zusatzgerät im Keller – und für große Feiern können wir noch ein Altgerät in der Garage anschalten.

    • FoodFreak
      16. Dezember 2012 at 15:56

      auf Deine Küchenrenovierung bin ich auch sehr gespannt! Fussboden ist hier ja auch fällig, und eigentlich müsste der im Bad auch gleich raus, aber ich glaube _den_ Stress will ich parallel nicht auch noch haben :)

  5. 16. Dezember 2012 at 22:06

    bin sehr gespannt auf das projekt.

    ich plane gerade innerlich auch schon meine traumküche. mit so einem schönen großen kühlschrank, genug arbeitsfläche und und und…

    aber davor kommt dann erst noch das projekt wohndomizil ;-)

    • FoodFreak
      19. Dezember 2012 at 14:19

      ach naja, ‘Traumküche’ wäre etwas, wo die Küche ungefähr die Größe meiner derzeitigen Wohnung hat und man den Rest des Hauses drum herum baut :) aber da das wohl in diesem Leben nichts mehr werden wird, heisst das Ziel, aus dem Vorhandenen möglichst viel machen. Arbeitsfläche hat man sowieso nie genug, in so einer Winzküche schon gar nicht… für den Sommer stelle ich dann einen Klapptisch vors Küchenfenster, dann kann der Mann von draussen zuarbeiten :D

  6. Ma Ria
    17. Dezember 2012 at 21:41

    ach, da bin ich ja froh, ich dachte immer, foodblogerInnen und ähnlich Kochbesessene hätten riesige Luxusküchen mit mindestens zwei Backrohren und edelstahlschimmernden Kochinseln. Meine Küche ist in etwa so groß wie eure, und von der Kühlkombi könnte ich auch träumen, nur, wohin damit? Abstellraum, dafür Besen und Staubsauger ins Schlafzimmer? Na, jedenfalls wieder der Beweis: auch kleine Küchen können große Köstlichkeiten hervorbringen!

    Mir gefällt dein Blog, weiter so! :-)

    • FoodFreak
      19. Dezember 2012 at 14:17

      Vielen Dank für das Lob :) – nein die Mehrzahl der Foodblogger die ich kenne, arbeitet in ganz normalen und gerade bei den Stadtpflanzen extrem zu kleinen Küchen, die genauso vollgestopft und chaotisch sind wie bei allen anderen Menschen da draussen auch :)

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