Apfelkuchen mit Frischkäse – The Village Bake Shoppe

19. November 2012
Author:




Ich war nicht ganz sicher, ob ich dieses Rezept verbloggen soll – vor allem, da bin ich ganz ehrlich, weil der Kuchen nicht unbedingt fotogen ist, jedenfalls bei mir nicht, aber auch, weil man dieses Rezept in ungezählten Webdatenbanken findet. Was allerdings primär daran liegt, dass ich das Rezept für einen Mürbeteigkuchen mit Frischkäsemasse, Äpfeln und Mandelblättchenbelag anno 2001 erstmals gebacken und im Usenet in de.rec.mampf gepostet habe, und man nun allerorten eben diese meine Version findet – mal mit, mal ohne die Quellenangaben.

Ursprünglich stand das Rezept in Bon Appétit, in der Märzausgabe 1999, als Apple Cream Cheese Torte, und das Rezept stammt aus einer relativ bekannten Konditorei in Lewiston, NY, dem namensgebenden Village Bake Shoppe.

Weil der Kuchen aber nunmal so unglaublich gut ist, habe ich die innere Perfektionistin überreden können, ihn trotz meines ungestylten Fotos aus dem realen Leben zu veröffentlichen. (Immer mehr Foodblogs haben fabelhafte, magazinreife Fotografie aufzubieten, die ich durchaus mit einem Quäntchen Neid und einem Hauch Gefühl von Unzulänglichkeit betrachte; natürlich lockt ein perfektes Bild einfach mehr als ein Kuchen der aussieht wie, naja jeder andere Kuchen…)

Das hier ist die Version die man im WWW finden kann und auch in meiner Rezeptdatenbank; was ich vorgestern anders gemacht habe, folgt dann im Fließtext.

Apfelkuchen mit Frischkäse – The Village Bake Shoppe

Author: nach: Bon Appétit, March 1999 – RSVP: The Village Bake Shoppe, Lewiston, N.Y
Ingredients
  • BODEN
  • 1 ½ cups Weizenmehl
  • ½ cup Butter, (110 g) kalt, in Stückchen
  • ½ cup Zucker
  • 1 teaspoon Vanilleextrakt
  • 1 pinch Salz
  • FUELLUNG
  • 250 g Doppelrahm-Frischkäse, Philadelphia, Zimmertemperatur
  • ¼ cup Zucker
  • 1 large Ei
  • 1 teaspoon Vanilleextrakt
  • BELAG
  • ⅓ cup Zucker
  • ½ teaspoon Zimtpulver
  • 4 large säuerliche Äpfel, geschält, entkernt, in dünnen Scheiben (ca. 3 Tassen)
  • ¼ cup Mandeln, gehobelt
Instructions
  1. AM VORTAG BEGINNEN!
  2. Teig: Ofen auf 200 Grad C vorheizen. Eine 26-cm-Springform mit Alufolie auskleiden [28-cm-Rosettenform; mit Schmalz ausgestrichen].
  3. Teigzutaten in einer großen Schüssel mischen. Mit den Fingerspitzen zu einer Art Streuseln durcharbeiten. Teig zu einer Kugel formen [hat bei mir nicht geklappt]. Auf den Boden der Form drücken und einen 2 cm hohen Rand hochdrücken [ich habe die Streusel in die Form geschüttet und dann Boden und Rand mit der Hand geformt]. Boden 10 Minuten ins Gefrierfach stellen [Teig / Boden ist shortbreadartig].
  4. Im Ofen 10 Minuten backen, bis der Boden eine goldbraune Färbung hat. Herausnehmen; die Hitze auf 150 Grad reduzieren.
  5. Füllung: Alle Zutaten in einer großen Schüssel gründlich durchrühren, bis die Masse glatt ist. Füllung auf den Boden streichen [schnell arbeiten, Masse fließt]. Oberfläche glattstreichen.
  6. Belag: Zucker und Zimt in einer Schüssel mischen. Apfelscheiben darin wenden. Auf der Frischkäsemasse verteilen und leicht andrücken. Mit den Mandelblättchen bestreuen.
  7. Kuchen backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Äpfel weich sind, ungefähr 1 1/2 Stunden. Aus dem Ofen nehmen, 1 Stunde auskühlen lassen.
  8. Abdecken, über Nacht kaltstellen.
  9. (Hält sich, gekühlt, bis zu drei Tage).
  10. Kuchen rundum mit einem kleinen Messer vom Rand der Form lösen. Springformrand entfernen. Kuchen auf eine Platte setzen. Kühl servieren.
Notes

Statt Frischkäse habe ich Mascarpone verwendet (Kalorienbombe lass nach). Der Kuchen schmeckt nach 3 Tagen noch viel besser, weil dann alle Aromen gut durchgezogen sind und der shortbreadähnliche Teig langsam weicher wird.

Da ich kein 550er Mehl mehr hatte, aber noch normales Dinkelmehl aus dem Discounter, habe ich das genommen, und ich habe mitgewogen: 220 g Dinkelmehl, 110 g Butter, 110 g Zucker, 1/2 TL gemahlene Vanille, 1 Prise Salz. Die Bodenzutaten habe ich kurzerhand im Food Processor / großen Elektrohacker zu feinem Staub gemixt, diesen in die vorbereitete Form (weiter unten) gekippt, und mit den Fingern den Boden fest- und einen Rand angedrückt; das Ergebnis war so wie ich das haben wollte. Mascarpone war beim lokalen Supermarkt aus, deswegen wurde es Doppelrahmfrischkäse (der mit dem P), aber mit Mascarpone schmeckt der Kuchen mir besser.

Die im Text oben erwähnte Rosettenform ist nicht mehr, stattdessen habe ich die 26er Springform benutzt, den Boden mit Backpapier ausgekleidet, dann mit flüssigem Butterschmalz eingepinselt, ebenso die Ränder, die ich anschließend mit zwei Streifen Backpapier ausgekleidet habe. Das führt dazu, dass der Kuchen wirklich 1a aus der Form kommt und nix anhängt – werde ich wieder so machen.

Knappe 50 Gramm (sind ausreichend) Zucker mit 1/2 TL Ceylon-Zimt für die Äpfel, die ich nicht gewogen habe – die Menge 4 mittelgroße passte perfekt; ich habe ein 100-g-Tütchen Mandelblättchen verwendet, 60 oder 70 Gramm hätten genügt, aber ich mag den Kuchen mandelig.

Und noch ein Wort zum Schluss: Ich weiss dass es schwer fällt, aber lasst den Kuchen wenigstens 24 Stunden durchziehen ehe ihr ihn anschneidet; dann hat der Boden die bessere Textur und ist auch geschmacklich gut durchgezogen.



Tags: , ,

3 Responses to Apfelkuchen mit Frischkäse – The Village Bake Shoppe

  1. 19. November 2012 at 12:19

    Ich kann die Qualität dieses Kuchens bestätigen, den habe ich selbst schon vor Jahren nach deiner Empfehlung gebacken – er schmeckt wirklich klasse!

  2. ElliPirelli
    19. November 2012 at 14:53

    Ich weiß gar nicht, was Du hast, das sieht doch lecker aus. Und die Durchziehzeit find ich ungewöhnlich, paßt aber gut, wenn man was vorbereiten muß, aber kurz vorher keine Zeit hat.

    So wie ich bei meinem demnächst anstehenden Geburtstag, da wird die Sippe dann mal diesen Kuchen vorgesetzt bekommen. Es sind noch Boskoops da…

    Vielen Dank für die Anregung.

    Gruß, Elli

  3. 21. November 2012 at 12:22

    Mist, gestern mit der vorweihnachtlichen Diät begonnen, heute über dieses Rezept gestolpert… nun bin ich sehr unglücklich :( Und ich mag Fotos von Gerichten, wie sie eben aussehen, ganz ohne Goldglitter, aufwändigen Verpackungen und den ganzen Schnickschnack.

Add Comment Register



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud

Bento-Boxen

I Do



Projekt Kim Chi. Teilnahme bis 21. April 2014

Letzte Kommentare