Schwein gehabt

16. August 2012
Author:

pork with orange mojo

Es gibt so Rezepte, da weiss man auf den ersten Blick, dass sie einfach gut sein müssen. So auch hier. Beim ersten Blick auf das Orange Mojo Pork Tenderloin von Williams-Sonoma, im hauseigenen Blog The Blender erschienen, wusste ich: das muss ich machen.

Die Orangenmarinade und die Gewürze schrieen Kuba; in der Karibik würde man für ein solches “Mojo” üblicherweise sour oranges oder Bitterorangen benutzen, die nochmal ein ganz besonderes Aroma verleihen, aber die gibt es in Europa meist nur im Januar zu kaufen, und dieses Jahr habe ich verpennt Saft davon für kubanisches Mojo einzufrieren.

Anstelle von Jalapeños habe ich einen Mix meiner selbst gezogenen Chilis verschiedener Arten benutzt, und das Gesamtergebnis war einfach nur saulecker. Zum Nachahmen empfohlen.


Schwein mit Kreuzkümmel-Rub und Chili-Orangen-Marinade
Author: nach einem Rezept im Williams-Sonoma-Blog
Serves: 6
Ingredients
  • GEWUERZMISCHUNG
  • 2 Esslöffel Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1/2 Esslöffel Koriandersamen, gemahlen
  • 3/4 TL Meersalz
  • 1 1/2 EL frisch gemahlener Pfeffer
  • MARINADE
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 350 ml Olivenöl
  • 4 Jalapeño-Chilis, entkernt und fein gehackt
  • 6 Zehen Knoblauch, gehackt
  • 1 TL Salz
  • 1 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 125 ml Orangensaft, frisch gepresst
  • 65 ml Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1 Handvoll frisches Koriandergrün, gehackt
  • 1 Handvoll frischer Oregano, gehackt
  • 3 EL Sherry medium
  • UND
  • 1500-1800 g Schweinefilet
Instructions
  1. Die Gewürze für den Spice Rub (Gewürzmischung) in einem kleinen Glas mit festschliessendem Deckel mischen, Deckel schliessen, gut durchschütteln.
  2. Marinade:
  3. Auf mittlerer Hitze eine Pfanne erwärmen, die Kreuzkümmelsamen kurz darin anrösten, bis sie duften, dabei die Pfanne schütteln. Das Olivenöl zugießen und heiß werden lassen. Nun die Chilischoten, den Knoblauch, Salz und Pfeffer einrühren und 3-5 Minuten anbraten. Vom Herd ziehen.
  4. Zitronen- und Orangensaft, Sherry und die Kräuter in einem Mixbecher pürieren. Das Gewürzöl zugeben und die Marinade glattmixen. Die Menge halbieren, eine Hälfte abgedeckt kalt stellen. (Kann bis hier zwei Tage im Voraus vorbereitet werden). Vor der Weiterverwendung auf Zimmertemperatur bringen.
  5. Das Fleisch rundum mit der Gewürzmischung einreiben. In einen großen Gefrierbeutel oder eine flache Glasschale geben, die Marinade zugeben, und um das Fleisch verteilen. Fest verschlossen über Nacht in den Kühlschrank stellen (oder mindestens 4 Stunden).
  6. 30 Minuten vor dem Grillen nimmt man das Fleisch aus dem Kühlschrank. Abtropfen lassen und ggf. mit Küchenpapier trockentupfen.
  7. Auf direkter Hitze 3-4 Minuten auf dem Grill anbraten, dann drehen. Nach und nach mit Vierteldrehungen rundherum anbraten und grillen, bis das Fleisch innendrin 57-60 Grad Kerntemperatur hat, dann auf der Warmhalte (oder in Folie) noch 10-15 Minuten ruhen lassen.
  8. Schräg aufschneiden, mit der restlichen Marinade als Sauce/Dipp servieren.

Das Original macht etwa die doppelte Menge von der Gewürzmischung (Spice Rub), wir hatten nicht mehr so viel Kreuzkümmel, und da ohnehin nur “ungefähr 2 Esslöffel” gefragt waren, haben wir das halbe Rezept gemacht, was recht gut zu unserer Fleischmenge (1800 g Schweinefilet in 6 Stücken) passte.  Ebenso haben wir die Knoblauchmenge halbiert – der Liebste mag nicht so gern Knoblauch, und wir hatten auch nicht mehr so viel da; passte bestens. Den Orangensaft habe ich bewusst mit Zitrone aufgefüllt, wegen der “sour orange” Komponente, wer es etwas süßlicher will kann aber bei 190 ml Orangensaft bleiben.

Unbedingt die beiseite gestellte Marinade als Sauce dazu reichen!

Auch kalt aufgeschnitten als Salatbeigabe und auf Sandwiches macht sich das Fleisch gut – ein prima Rezept, gästetauglich, und für den entspannten Grillabend bestens geeignet.

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4 Responses to Schwein gehabt

  1. 16. August 2012 at 15:28

    Ohja, klingt wirklich saulecker! Muss bald nachgegrillt werden!

  2. 16. August 2012 at 16:46

    da hab ich gleich n’ Riesen – H U U U N G E R … :-)
    Trotzdem liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  3. 20. August 2012 at 10:07

    Lecker. Geht auch gut mit Schweinebauch, das Filet wird aber schon sehr fein.

    Mit einem Huhn habe ich es auch probiert, das hat aber den Geschmack der Marinade nur wenig angenommen.

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