DKduW – die Sommer- und Jubiläumsausgabe

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Wie vor einiger Zeit angekündigt, liefere ich euch heute die Zusammenfassung von Dein Kochbuch das unbekannte Wesen im Juni, Juli und August nach. Wie es der Zufall will, feiern wir damit auch ein Jubiläum – im August 2007 habe ich den Event gestartet, damit wird DKduW fünf Jahre alt!

Auf der Geburtstagswunschliste für den Event steht bei mir noch eine Gesamtübersicht aller Teilnehmer und Rezepte in diesen Jahren, die wird allerdings noch eine ganze Weile warten müssen, da sich meine Hardwaresituation derzeit eher uneinheitlich gestaltet, und Zeit auch ein knappes Gut ist. Nachdem mich ein paar Teilnehmer gefragt haben: DKduW läuft auf jeden Fall weiter, allerdings rechne ich damit, bis Mitte nächsten Jahres die Zusammenfassungen nur unregelmäßig herausbringen zu können. Mehr Infos dann hier.

Und damit geht’s auch gleich an das, was diesen Event lebendig macht: Eure Beiträge.

Die Geburtstagstorte stellt Genial Lecker auf den Tisch 🙂 – Die Erdbeertorte mit Holunderblütencreme klingt einfach köstlich.

Pate stand hier das preisgünstige Büchlein Dolci über welches Rike in ihrer Rezension vermerkt, dass es sich wohl eher an Kochanfänger richtet, und trotz des italophilen Namens ein relativ allgemein gehaltenes Buch über Süßspeisen und Desserts ist.

Uwe vom Kochpla.net steuert Toskanische Pommes bei,

die ihm, wie auch das Buch aus dem sie stammen, bzw. dessen Rezepte, nämlich aus Born to Cook II von Tim Mälzer, gefallen weil sie einfach und geradeheraus und nachmachbar sind.

Ein Kleinod hat Barbara auf der Spielwiese für uns hervorgezaubert, Aroma and/und Appetit(e). An Asian cookbook for one world/Ein asiatisches Kochbuch für eine Welt. Das Büchlein stammt wohl noch aus Studentenzeiten, und ab und zu wurde daraus gekocht, aber es war lange in Vergessenheit geraten.

Neben einem kleinen Einblick in die Inhalte und Texte hat Barbara natürlich auch etwas daraus gekocht, und zwar Indischen Senffisch.

Klingt wirklich ungewöhnlich und interessant, danke für die Vorstellung!

Auch Jay’s kitchen adventures unternimmt eine kleine Reise in die (nähere) Vergangenheit ihrer Eß- und Kochgeschichte, mit einem Buch das sie aber bislang nie benutzt hat: Leicht und lecker. 250 fettarme Rezepte für die Gesundheit. Die Tage zwanghaften Kalorienzählens sind vorbei (Glückwunsch!), stattdessen darf lecker gespiesen werden, und der Reisauflauf mit Rharbarber-Erdbeer-Komp(l)ott klingt wirklich ganz lecker.

Bei Nur das gute Zeugs bricht der Notstand aus, nein der Schuhbeck auseinander! Also das Buch Meine bayerische Küche, ein Wälzer auf den ich auch wahnsinnig gern zurückgreife. Streng genommen ist ein Buch, das von der vielen Benutzung auseinanderfällt, ja das genaue Gegenteil der Grundidee von DKduW, schliesslich sollen hier die unentdeckten Schätze gehoben werden, aber bei so viel Liebe zu einem Werk drücken wir natürlich beide Augen zu 🙂

So einen Bratkartoffelsalat mit Bratwürstel würde ich mir jedenfalls heute auch gern schmecken lassen!

Nicht minder lecker fände ich Dakshini murgh – Hühnchen mit geröstetem Koriander in einer Kokosnuss-Curry-Sauce, das mipi von Man kann’s essen auftischt. Die „indisch-thailändische Koproduktion“, hier transnational auf dem chinesischen Reiskorngeschirr zu sehen,

kommt aus Madhur Jaffrey’s Indian Cooking, ein Buch das laut mipi viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Der Übergang indischer und thailändischer Küche ist für Südthailand mit seinen malayisch-indischen Einflüssen übrigens nicht ungewöhnlich; wenn die Befruchtung in die eine Richtung klappt, liegt nahe dass das auch in die andere Richtung geht, und Südindien sich von den Aromen seiner Nachbarländer inspirieren lässt. Auf jeden Fall ein Gericht das hier bald nachgekocht wird!

Asiatische Fusionküche stand bei warmem Sommerwetter bei Genial Lecker auf dem Kochplan. Schnell, schneller, Henssler! lieferte die Vorlage für einen Speck-Gurkensalat mit Asiadressing, der alle Daumen nach oben bekam – sieht auch gut aus.

Ganz und gar jeder Fusion-Küche unverdächtig ist dagegen der Beitrag von Robert / Lamiacucina, der uns ein weiteres Mal mit einem historischen Rezeptbuch und einem nicht minder historischen Rezept beglückt. Dieses Mal sind es Berner Bretzeli, Bricelets bernois.

Quelle dieses bildschönen Gebäcks für das man ein spezielles Bretzelieisen benötigt, ist Das Kambly-Bretzeli: Seine Geschichte und 24 Rezepte – eine Geschichte, in die Roberts Artikel kurz einführt. Lesenswert – nur wo bekomme ich so ein Eisen her? 🙂

Einen modernen Klassiker holt die Kaffeebohne hervor: runde 10 Jahre hat the naked chef nun auf dem Buckel, aber in Genial kochen mit Jamie Oliver schaut man doch immer wieder gern rein.

Es sind unprätentiöse, leckere Rezepte wie dieser „Beste Nudelsalat„, die Jamie O. so erfolgreich haben sein lassen. Wer hätte gedacht dass der ‚junge Wilde‘ mal zum TV-Koch-Establishment gehören würde?

Auch italophil, aber deutlich teurer und ein ganz schön schwerer Wälzer ist Aus Italiens Küchen von Marianne Kaltenbach, (lang vergriffen, und wieder erschienen im November 2011). Daraus hat sich die Wilde Henne für ihren ersten Beitrag zu DKduW eine Kombination ausgesucht, die mir ausgesprochen gut gefällt: Seehecht auf mariniertem Fenchel.

Einen Bohnensalat mit göttlichem Segen spendiert uns Frau Monambelles, naturgemäß aus Griechenland, genauer aus The Cuisine of the Holy Mountain Athos von dem Mönch Epiphanios von Mylopotamos.

„Rein“ nennt sie den Geschmack, ich hätte jetzt schlicht gesagt, was auch eine Vokabel ist, die mir zu traditioneller Klosterküche einfällt, und genau diese Schlichtheit ist es auch, die das minimalistische Rezept sicher fabelhaft schmecken lässt.

Einen Minimalismus ganz anderer Art betreibt Low Budget Cooking mit dem minimalistischen Mohnkuchen.

Das Rezept ist einem alten „König-Rezeptheft“ entnommen, ich vermute mal das ist eine österreichische Spezialität, denn mir sagt der Name gar nichts. Auf dem Bildchen kann ich noch „Vanillin-Zucker“ ausmachen, also wohl so etwas wie der Doktor aus Bielefeld in deutschen Landen.

Im Restaurant am Ende des Universums wird grenzüberschreitend gekocht, im August eine Dänische Reiscreme mit Kirschsauce.

Diese und andere Reis-Köstlichkeiten liefert Das große Reis Kochbuch, das hier sehr gern eingesetzt wird.

Zum süßen Abschluss betreten wir noch einmal die Spielwiese, und lassen uns ein wunderbar cremiges Vanilleeis aus Eiscreme – Der perfekte Genuss munden, das im Notfall sogar ohne Eismaschine zu realisieren ist.

Vielen Dank für diese schönen, spannenden und inspirierenden Blicke in alte und neue, fremde und bekannte Kochbücher. Ich hoffe, auch nächsten Monat wird es wieder so bunt und abwechslungsreich!


Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Bitte benutzt die dort angegebene eMail-Adresse zum Einreichen Eurer Beiträge. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail oder Twitter, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Barbara sagt:

    Danke für die schöne Zusammenfassung – toll, was da wieder zusammen kam! Und Gratulation zu den 5 Jahren! Ich war sogar beim ersten Mal dabei, damals mit Rosmarinplätzchen.

    Und das indische Kochbuch habe ich noch aus Schülerzeiten, ich schätze, da war ich vielleicht 16 oder so… Und auch schon kräftig am Rezepte-Sammeln. 😉

  1. 4. Januar 2013

    […] DKduW – die Sommer- und Jubiläumsausgabe […]

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