Von der Kunst einen Kühlschrank zu kaufen

20. März 2012
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Im Hause Foodfreak stand, wie ich ja schon an anderer Stelle schrieb, eine Küchenrenovierung an. Aus der Küchenrenovierung wurde nun stattdessen ein Umzug, ein Problem aber blieb: ich brauche einen neuen Kühlschrank. Wie kauft man einen Kühlschrank? Man geht in den nächsten Elektromarkt, kauft einen und nimmt ihn mit? Kann man machen… würde ich aber nicht empfehlen. (Ausser unter ganz bestimmten begrenzenden Umständen, siehe den Punkt ‘Budget’).

Sucht man nicht einfach nur irgendein Gerät (und welcher echte Foodie und Technik-Freak wie ich würde das schon wollen), gibt es eine ganze Menge zu beachten. Da ich das Drama gerade hinter mir habe (bzw. genau genommen noch mittendrin stecke), hier meine Tipps. In einem weiteren Artikel zeige ich dann noch in der “Praxis” wie man den richtigen Kühlschrank findet.

Bevor Ihr einen neuen Kühlschrank kauft, gilt es ein paar lebenswichtige Vorüberlegungen anzustellen.

1. Vorüberlegungen

1.1. Budget

Es mag banal klingen, aber die wichtigste Frage ist zweifelsohne: wieviel könnt und wollt Ihr für das neue Gerät ausgeben? Ist das Budget sehr eng, könnt Ihr Euch nämlich den Großteil der folgenden Überlegungen sparen und zu einem (zu Punkt 1.2. passenden) Gerät aus dem nächsten Supermarkt/Discounter-Angebot greifen. Dann müsst Ihr Euch nur noch Gedanken um die Punkte Transport und Entsorgung eines möglichen Altgerätes machen.

“Ja aber was darf ein Kühlschrank denn kosten?” fragt Ihr Euch vielleicht. Die Antwort darauf lautet sibyllinisch-britisch: it depends. Das hängt ganz von Euren Anforderungen (und eben Eurem Budget) ab. Ein nicht zu unterschätzender weiterer Begrenzungsfaktor ist der

1.2. Platzbedarf

Der Side-by-Side- oder French-Door-Kühlschrank mag noch so sehr locken, wenn alles was Ihr unterbringen könnt ein 60 cm breiter und 95 cm hoher Einbaukühlschrank ist, nützt Euch das tollste Standgerät mit 2 Metern Höhe nichts. Im groben gibt es 4 Varianten von Kühlschränken:

  • Einbaugeräte – die Maße werden vom sie umbauenden Schrank bestimmt. Genau messen, oder die Maße des alten / zu ersetzenden Gerätes heraussuchen. Sind meist besonders teuer.
  • Unterbaukühlschränke – passen unter Arbeitsplatten, hier ist die Unterbauhöhe und ggf. auch die Breite der Nische wichtig.
  • Standkühlschränke – inklusive Kühl-Gefrier-Kombinationen: Nischenbreite und -tiefe ausmessen; sowie
  • Side-by-Side- und French-Door-Kühlschränke

Als Faustregel könnt Ihr Euch sagen, dass ein neues Gerät mit den gleichen Maßen wie das alte keine Probleme bereiten sollte. Steigt Ihr dagegen auf einen anderen Größenfaktor um, solltet Ihr auch sicherstellen dass die Türen Eurer Wohnung breit genug dafür sind (gerade in Altbauten gern ein Thema) und man mit dem Wunschkühlschrank ggf. auch durch die Treppenhäuser und um die engsten Ecken kommt – selbst wenn die Türen groß genug sind ist das nämlich nicht überall gegeben. Side-by-Side und French Doors brauchen zusätzlich am Aufstellort auch genug Spielraum, um die Türen öffnen zu können!

(Eine persönliche Randbemerkung zu Standkühlschränken: im Idealfall (sic) sollten sie an beiden Seiten 5 cm Platz zu den nächsten Geräten haben, und Küchenplanungssoftware sieht diesen Platz auch korrekterweise meist vor. Nach hinten muss ebenfalls Platz sein für E-Anschluss und Luft. Meine Kühlgefrierkombi steht aber seit 17 Jahren ohne Mucken in einer Nische ohne diesen Spielraum; die modernen Geräte haben oft den Verdampfer obendrauf. Das allerdings würde das, was ich momentan betreibe, nämlich noch eine Mikrowelle auf dem 1,70 hohen Gerät stehen haben, unmöglich machen.)

Wie groß muss ein Kühlschrank sein? – In Zahlen des deutschen Elektrohandwerks fand ich die Angabe, 60 Liter Kühlraum pro Person seien ausreichend. Was “ausreichend” bedeutet… nunja: man kann damit hin kommen. Ich würde für eine erwachsene Person etwa mit 75-80 Litern kalkulieren, wer nur einmal die Woche den Großeinkauf macht braucht ggf. mehr Stauraum. Interessanterweise bedeuten gleiche Außenmaße bei Kühlschränken nicht auch gleiches Lagervolumen, dazu später mehr.

Habt Ihr die Platzfrage geklärt, und damit das Pflichtprogramm abgeschlossen, geht es an die Kür: was genau soll der Kühlschrank können?

1.3. Technische Features / Must-Haves

Bei den ganz einfachen Features angefangen: wenn Ihr noch einen Tiefkühlschrank habt, braucht Ihr wahrscheinlich keine Kühl-Gefrier-Kombi. Habt Ihr sonst keine Möglichkeiten zum Einfrieren, ist kein oder nur ein 4-Sterne-Tiefkühlfach vermutlich etwa wenig, ausser Ihr seid Singles und geht jeden Tag in der Kantine essen und friert nur ein paar Eiswürfel und eine Tiefkühlpizza ein. Über solche Überlegungen hinaus werdet Ihr aber alsbald feststellen, dass die Hausgerätehersteller mit einer Vielzahl anderer Features locken. Ich stelle mal kurz die vor die ich wichtig finde:

1.3.1. No-Frost-Technik

Für meine Begriffe ein Must-Have. (Und keineswegs Standard). Was bedeutet No-Frost genau? Es handelt sich um eine Kühltechnik die dafür sorgt, dass Feuchtigkeit aus dem Inneren des Kühl-Gefrier-Gerätes heraustransportiert und draussen verdunstet wird. Warum will man das haben? Obwohl es technisch bedingt etwas mehr Strom verbraucht als herkömmliche Kühlverfahren, bedeutet es, dass ihr Euren Kühlschrank und dessen Eis-/Gefrierfächer nie mehr abtauen müsst. (Schon deswegen für mich unverzichtbar.) Dadurch dass sich bei herkömmlicher Kühltechnik Eisschichten bilden, und man sie abtauen muss, verbrauchen diese nämlich unter dem Strich mehr Energie.

1.3.2. Null-Grad-Zone


Die Null-Grad-Zone ist meist eine Schublade, in der die Temperatur, wie der Name schon sagt, auf ca. 0°C begrenzt ist – einige Hersteller wie Samsung und Liebherr bieten an, in dieser Zone die Temperatur selbst wählen zu können (im Bereich -2°C bis +2°C). Nicht immer wird das Feature auch als “Nullgradzone” beworben, darauf gehe ich im Folgeartikel über die Kühlschranksuche nochmal ein. Was macht die Nullgradzone? Sie macht vor allem kalt, was bedeutet, sie reduziert die Aktivität von Bakterien die unser Essen schlecht werden lassen. Üblicherweise ist die Nullgradzone eine sehr trockene Umgebung (die meisten Bakterien mögen es feucht), und damit die ideale Lagerabteilung für Fleisch, Fisch, Wurstwaren und ggf. Käse. Und auch Gemüse hält sich erheblich länger bei kalten Temperaturen, allerdings gibt es dafür noch ein weiteres Detail, nämlich das

1.3.3. Bio-Frische-Fach

Die verschiedenen Hersteller haben unterschiedliche Namen dafür: Bio / Vita / Fresh / wasauchimmer-Zone, Crisper, Schublade, etc. pp. Gemeinsam ist diesen Zonen, dass sie im Vergleich zum Rest des Kühlschranks und insbesondere der herkömmlichen Nullgrad-Zone erheblich feuchter sind, so dass Gemüse nicht austrocknet.

1.3.4. Anti-Fingerprinting

Beim Einbaugerät ergibt sich diese Frage nicht, ebensowenig bei weißen Fronten – wer aber mit einem Standgerät mit Edelstahlfront oder Edelstahloptik liebäugelt, möchte evtl. einen Blick auf dieses Feature werfen. Gerade in Familien, wo kleine klebrige Patschhändchen gern Spuren auf dem Gerät hinterlassen, ist das vielleicht nicht blöde.

1.3.5. Wasserspender / Eisspender

Das Thema ist nur bei Großkühlschränken, meist Side-by-Side wichtig. Die meisten Hersteller möchten dafür einen festen Wasseranschluss; von LG gibt es auch noch Geräte mit einem austauschbaren Wassertank. Die Geräte mit Wassertank haben aber den Nachteil, dass diese Tanks gut verkeimen, und man zusätzlichen Kühlraum an diesen Tank verliert. Zu bedenken ist, dass man ggf. Wasserfilter dafür regelmässig ersetzen muss.

Alles soweit klar? Dann geht’s jetzt an ein nicht minder wichtiges Thema: den Stromverbrauch.

Von Energieeffizienzklassen habt Ihr sicher alle schon gehört.

1.4. A+, A++, A+++


Was genau braucht Ihr, was genau wollt Ihr? Grundsätzlich gilt: je mehr Pluszeichen hinter dem A, umso besser für Euren Stromverbrauch. Das Ganze hat aber ein paar Fußangeln. Wenn man anfängt nach Geräten zu suchen, stellt man schnell fest, dass die meisten Hersteller, wenn überhaupt, nur 1 oder 2 Geräte in A+++ im Angebot haben, die nicht nur in der preislichen Spitzenklasse liegen, sondern manchmal auch gewünschte Features nicht haben. Und auch wenn A+++ ganz toll für die Stromrechnung ist, ist das der Moment zu überlegen, ob sich das für Euch lohnt. Auf einen Zeitraum von ca. 10 Jahren Nutzungsdauer entspricht der Mehrpreis eines “besseren” Gerätes in ungefähr den zu erwartenden zusätzlichen Stromkosten, die das “schlechtere” Gerät (etwas inflationsbereinigt) verursacht. Ist also das Budget knapp, ist es ggf. keine dumme Idee, zu einer etwas schlechteren Geräteklasse zu greifen.

Wenn ich jetzt von meinem mittlerweile 17 Jahre alten Siemens-Gerät ausgehe (dass der so lang hält war nie geplant), wäre es für mich günstiger gewesen, damals was effizienteres zu kaufen – aber da ich das Geld dafür einfach nicht hatte, ergab sich die Überlegung nicht.

Apropos: A++ und A+++-Geräte werden insbesondere von den großen deutschen Herstellern meist nicht mit NoFrost (siehe dort), sondern mit etwas das sie SlowFrost nennen verkauft. Auf dem Papier sind die Geräte dadurch effizienter, weil sie nominell weniger Strom verbrauchen; rechnet man aber die Kosten für Abtauen und Überreifung der Kühlelemente hinzu, relativiert sich das gewaltig.

Des weiteren stellt man fest, dass es bestimmte Gerätetypen schlicht nicht in A+++ gibt (derzeit). Bei Side-by-side kann man sich schon glücklich schätzen, wenn man A++ findet, A oder A+ ist Standard, in manchen Möbelhäusern stehen auch noch Geräte mit B. Auch hier gilt, rechnen und Preise vergleichen. Für mich ist klar, dass nichts unter A++ durch meine Wohnungstür kommt. Ich muss aber auch keinen Großkühlschrank für einen fünfköpfige Familie kalkulieren.

Ein vielleicht auch nicht ganz unwichtiger Faktor bei der Kühlschranksuche ist

1.5. Die Zeit

Das hier, da bin ich ganz ehrlich, ist der Ansatz eines Foodnerds. Nicht jeder hat Zeit (und Lust), sich umfassend mit Kühlschränken zu befassen. In so einem Fall geht man in den Fachhandel, sagt: ich möchte ein Gerät mit etwa diesen Features, liefern Sie mir das bitte, money spielt keine Rolex. Wer also keine Lust hat, sich diesen ganzen Fragen zu stellen, oder – vielleicht zu Recht – sich sagt, dass er in den Stunden, die ihn eine Kühlschranksuche kosten wird, mehr Geld verdienen kann als er dabei spart, für den ist das Folgende eher uninteressant. Da tut es tatsächlich die schnellstmachbare Variante – welche das ist, unterscheidet sich stark je nach Lebensumständen. Für meine Mutter beispielsweise wäre das die Fahrt zum Fachhändler in $Kleinstadt, ein 15minütiges Verkaufsgespräch, und eine Lieferung eine Woche später.

Für alle anderem geht es mit der Kühlschranksuche weiter. Mittlerweile solltet Ihr eine ungefähre Vorstellung davon haben, was Euer Kühlschrank können sollte. Mit dieser groben Checkliste geht Ihr auf

2. Die Suche

Drei Beispielssuchen zeige ich Euch im nächsten Artikel. Hier eher der planerische Ablauf.

2.1. Erste Online-Suche


Ich bin schrecklich bequem. Wenn ich etwas suche, mache ich gern einfach die Website eines großen Buchversenders und Allzweckkaufhauses aus USA auf, und suche mir dort etwas Passendes. Zu den großen Problemen dort gehört allerdings, dass eine mit feiner Filterung versehen Suche insbesondere im Bereich Technik nicht vorgesehen ist – die unscharfe Suche wirft z.B. bei A+++ auch alle anderen Geräte mit A+ und A++ aus, und derzeit bietet die Seite noch keine Filter auf die höchste Effizienzklasse; ebensowenig kann man dort zwingend auf technische Details wie Nofrost filtern, und Maße muss man sich mühsam zu Fuß heraussuchen. Es geht aber auch anders.

Als für mich perfekt geeignet haben sich zwei Suchseiten erwiesen, zum einen idealo.de, bei denen man auf so ziemlich jedwedes technische Detail filtern kann, zum anderen die Preisvergleichseite von heise.de. Schöner Nebeneffekt: man kann auch gleich mal sehen wie extrem die Preise abweichen können (zu den Tücken des Preisvergleichs komme ich noch).

In die jeweiligen Suchmasken gibt man seine Kriterien ein, kann mal schauen was rauskommt wenn man Häkchen wegnimmt, oder Wünsche modifiziert, und sich so einen ganz guten Überblick über das Angebot verschaffen – meist hat man dann auch zwei oder drei Kandidaten, die in Frage kämen.

An dieser Stelle muss ich etwas empfehlen, das mich ärgert, das ich aber für essentiell halte: jetzt ist der Moment gekommen, zu einem Händler zu gehen, zum nächsten großen Möbelhaus und/oder Elektromarkt.

2.2. Geräte anschauen


Warum? Zum einen schadet es nicht, die Preise im Kopf oder auf dem Smartphone oder einem Zettel dabei zu haben, und sollte gerade Euer Wunschgerät spottbillig da stehen, zuzuschlagen. Das ist aber nicht der eigentliche Grund. Der eigentliche Grund ist, dass man einen Kühlschrank mal gesehen haben sollte. Dabei ist gar nicht so wichtig, dass es haargenau das Gerät ist was Ihr Euch ausgesucht habt, sondern eher, dass es etwas Vergleichbares dieses Herstellers ist, und Ihr im Wortsinn auch mal in die der anderen Hersteller schnuppert. Denn: das Innere eines Kühlschranks kann von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich wertig verarbeitet sein. Ich kann zum Beispiel gut mit dem Innenleben von Kühlschränken der Bosch Hausgeräte-Gruppe leben, und sehr gut mit Samsung und LG; Geräte von Haier dagegen beispielsweise gehen bei mir aus haptischen und geruchlichen (das Plastik stinkt für mich unerträglich) Gründen gar nicht.

Immer noch sicher? Dann ist der Zeitpunkt gekommen für

2.3. Bewertungen und Testberichte lesen (zweite Onlinesuche)

Ich tue das gern beim o.g. Onlinebuchversender, aber auch Portale wie Idealo haben Kundenrezensionen verlinkt, und eventuell auch Testberichte, die man mit googeln des gewünschten Geräts findet. Spaßigerweise findet man da auch Rezensionen zu Geräten wo man sie nicht vermuten würde; wie ich unter Reviews zu Geräten von LG und Samsung mehrfach Berichte fand von Nutzern, die mit ihren Bauknechts aus Lärmgründen sehr unglücklich waren. Vor allem aber, wenn Ihr das noch nicht getan habt, solltet Ihr jetzt bei mehr als einem Wunschkandidaten noch mal ganz genau hinsehen: wieviele Liter Kühlraum (und Gefrierraum) stehen wieviele kWh Stromverbrauch gegenüber? Was verbrauchen die Geräte im Vergleich? Was kostet ein Gerät eine Stufe drunter eventuell weniger, und hat das vielleicht bessere Bewertungen?

Wenn Ihr Euch nun immer noch sicher seid was es werden soll, können wir endlich zur Tat schreiten:

3. Der Kauf

Ihr dachtet doch nicht etwa, Ihr könnt jetzt einfach so beim Online-Versender Eurer Wahl auf Kaufen klicken? Nicht wirklich, oder? :)


Könnt Ihr natürlich schon… würde ich aber nur bedingt empfehlen.

Da wir ja ohnehin schon bei Preisvergleichern angefangen haben, ist der erste Schritt, sich einen Blick auf die Marktpreise zu gönnen. (a.k.a. Dritte Online-Suche). Die Marktpreise können, wie ich schmerzlich feststellte, nämlich ganz schön schwanken. Jetzt habt Ihr also eine Preisübersicht vor Euch, und bei genauem Hinsehen werdet Ihr merken, Mooooomeeeeent!, da stehen ja noch andere Kosten dabei…? Extrakosten für Vorkasse, Paypal, Nachnahme, Kreditkarte, Einzug, Versandkosten, ähjawasbitte?

Nun ist ein Kühlschrank kein kleines Gerät, und im Normalfall will man, kauft man einen neuen, auch einen alten loswerden. Als jemand, der derzeit im 4. OG wohnt und demnächst im 2. OG, will ich auch einen großen schweren Kühlschrank nicht von der Haustür in meine Wohnung schleppen (so lauten üblicherweise die Lieferbedingungen bei Standardversand), sondern an den Aufstellort gebracht bekommen, und im Idealfall soll der Lieferant das Altgerät und sämtliche Verpackungen wieder mitnehmen.

Diese Leistungen sind im Allgemeinen nicht im Preis drin.

Unter den Anbietern, die für mich (wegen Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit und Transportpreisgestaltung) in Frage kämen, ist Amazon.de der einzige, bei dem die Lieferung von Großgeräten bis an den Aufstellort inklusive ist und auch keine gesonderten Versandkosten anfallen, einzig die Entsorgung kostet eine Pauschale (derzeit 14,99). Viele Versender wollen exorbitante Versandkosten (bzw. Gebühren für Zahlung auf Rechnung oder Kreditkarte). Vorkasse käme für mich in so einem Fall gar nicht in Frage; für den “Zweimannservice” Lieferung zum Aufstellort werden sehr unterschiedliche Tarife verlangt. Akzeptabel fand ich die Angebote von Redcoon (wobei es dort Geräte mit Versandkosten, mit halben Versandkosten und ohne Versandkosten gibt) sowie T-Online. Kauft man bei Amazon, sollte man sicherstellen dass die Abwicklung und der Versand durch Amazon gemacht werden, nicht durch Drittanbieter.

(Wer eine Finanzierung benötigt, für den fallen Anbieter wie Amazon raus, ausser man benutzt die Kreditkarte dafür – dafür ist dann Redcoon oder eben auch der Elektromarkt vor Ort die angemessenere Wahl).

Ihr rechnet also zusammen

  • Gerätepreis
  • Versandkosten
  • Kosten der Zahlungsweise
  • Lieferung zum Aufstellort
  • Entsorgung des Altgeräts

Was dabei rauskommt ist Euer Endpreis. War doch ganz einfach, oder?

Optional kann man nun noch eine Garantieverlängerung abschliessen, auch da gibt es sehr unterschiedliche Preismodelle und Konditionen (im Fall eines Großgerätes sollte man vor allem auf einen Abhol-/Vorort-Service achten).

Wer jetzt beschliesst, doch einfach beim nächsten Elektromarkt ein Gerät zu kaufen und dieses in den Kombi oder Transporter zu werfen: auch dort gibt es gegen einen Aufpreis im allgemeinen den Service Lieferung bis Aufstellort und Entsorgung des Altgerätes. Der Preis bewegt sich dabei im Rahmen dessen was auch die Versender verlangen.

Und weil ich heute voraussichtlich meinen Kühlschrank bestellen werde, gibt es morgen dann noch den Artikel: Kühlschränke vergleichen – Drei Beispiele.

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11 Responses to Von der Kunst einen Kühlschrank zu kaufen

  1. 20. März 2012 at 16:37

    Ich finde es schon spaßig aber ich bin vor knapp einem halben Jahr genauso vorgegangen, als mein Kühlschrank von jetzt auf gleich kaputt gegangen ist. Bei der Auswahl hatte ich nur einen Vorteil, in meine Küche passte nur ein Einbaugerät. Vorteil dachte ich aber schon die Feststellung ob ich eine Festtür oder eine Schlepptür *grrr* aber zum Glück gibts ja im Fachhandel nette Verkäufer, von denen man sich beraten lassen kann und dann habe ich den Kühlschrank doch im Internet gekauft. *g*

    • Jutta
      5. August 2013 at 19:16

      Der Fachhandel kann “nette Verkäufer, von denen man sich beraten lassen kann” nur bereit halten und bezahlen, wenn man auch bei ihm einkauft.

  2. Nadja
    20. März 2012 at 18:03

    Bin sehr gespannt, für was Du Dich morgen entschieden hast :-) Wir sind vor 6 Jahren ähnlich vorgegangen. Jedoch wollte ich schon immer einen Side by Side, nur leider hatte ich nie Platz dafür. Und da ich auch unbedingt einen Eiswürfelbereiter wollte, gab es in der normalen Breite lediglich ein Modell, insofern gab es also keine große Auswahl ;-) Wenn der sich heute verabschieden würde, müsste ich auch heute wieder das gleiche Modell nehmen, denn trotz neuer Behausung ist wieder kein Platz für einen Side by Side und es gibt immer noch keine anderen Modelle von anderen Herstellern, die Eiswürfel bereiten können. Und dieses Feature wollen wir partout nicht missen, denn wer mag schon warmen Weißwein ;-) Viel Erfolg bei Deinem Kauf. LG Nadja

  3. 20. März 2012 at 18:44

    Danke für den informativen Artikel! Bei mir steht ja auch in Bälde ein Kühlschrankkauf an, da nehme ich Tipps gerne mit.

  4. Lasse
    31. März 2012 at 18:50

    Schöne Zusammenfassung – habe es auch gerade hinter mir.
    Zu bedenken ist, dass die erforderliche Größe natürlich mitnichten proportional mit der Personenzahl wächst. Es ist eher andersherum – je weniger Personen, desto größer muss der Kühlschrank sein, vor allem, wenn die wenigen Personen gerne und häufig kochen und eine entsprechende Reste-Aufbewahrung brauchen. Ich brauche im 1-Personen-Haushalt locker die gleiche Kühlschrankgröße wie zuvor in der Paarwohnung.

  5. Nicole
    9. April 2012 at 16:20

    Ach, wie erfrischend! Wir sind auch so vorgegangen. Im Fachhandel wurden wir etwas müde belächelt – als ob man es bei der Aufbewahrung seiner Lebensmittel übertreiben könnte ;-) Daher Chapeau für diese ausführliche Zusammentragung deiner Überlegungen. Sollte in den nächsten Jahren noch einmal ein Kühlschrankkauf notwendig sein: Ich besuche zuerst deine Seite!

  6. mo
    21. Februar 2013 at 22:09

    Noch zu beachten:

    Lautstärke des neuen Kühlschranks. Viele neuen Kühl-Gefrierkombis machen neben dem Kompressorlärm auch noch extrem komische Geräusche (lautes Gurgeln, Rauschen, etc.).

    Wie wird der Widerruf bei Onlinebestellung abgewickelt? Wer transportiert das Gerät? Wird es aus der Wohnung abgeholt oder nur ab Bordsteinkante. Wie muss es verpackt sein.

  7. Harald
    27. März 2013 at 4:55

    Danke für den informativen Artikel!

    Preisvergleich ist heutzutage noch viel wichtiger als früher. Besonders wichtig sind auch die Konditionen, wie Garantie, Lieferung und Montage. Auf sowas sollte man achten.

    Oftmals lohnt es sich mit den Online-Angeboten, z.B. von Idealo (wenn man weiß welches Gerät man will) zu einem stationären Einzelhändler zu gehen. Die können meistens etwas höhere Preise bieten, sind aber bei den Konditionen deutlich vorteilhafter!

    Gruß

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