Thrakischer Gemüsesalat (Tunçilik)

22. Februar 2012

Turkish eggplant & roasted peppers salad

Eher zufällig stieß ich auf das Blog AlmostTurkish, dessen Autorin Burcu moderne und traditionelle türkische Küche sehr schön verbindet und ganz schnörkellos ins rechte Licht setzt. (Lästig ist nur der Rechtsklickblocker, deswegen lieber Javascript abschalten auf dieser Site). Eine ganze Menge ihrer Gerichte machten mich sofort an, darunter auch Thracian Roasted Eggplant Salad (Tunçilik).

Nun ist zwar nicht gerade Saison für Sommergemüse, aber rote Paprika in guter und auch Bio-Qualität bekommt man zum Glück selbst im Februar, denn so ein bisschen Mittelmeer auf dem Teller gefiel mir dann doch sehr gut. Burcus Rezept ist eher eine grobe Anleitung, wie sie selbst schreibt

There’s nothing written in stone. You can use more or less of everything. Whatever you do, make sure you use all the ingredients. There’s no such thing as Tunçilik without parsley, peppers, or tomatoes, or vinegar. Make it less vinegary or more oily or peppery, but have all the ingredients.

Bei mir wurde daraus:

Tunçilik – Salat aus gerösteten Paprika und Auberginen

3-4 Portionen als Vorspeise oder Beilage

500 g rote (spitze) Paprika
500 g Auberginen (2 mittlere)
6 große Pimientos de Padrón
eine Handvoll Datteltomaten
eine Handvoll Petersilie
etwas junger Knoblauch
Salz, und zwar reichlich
Pfeffer
Olivenöl
Rotweinessig

Die Auberginen einmal der Länge nach einschneiden, aber nicht den Blütenansatz durchtrennen. Ofen auf 250 Grad vorheizen, ein Blech mit Backpapier auslegen (weniger Sauerei), die Paprika und Auberginen darauf rösten bis die Haut der Paprika schwarz wird und Blasen wirft, dabei einmal wenden, und dann die Pimientos mit in den Ofen geben. Sind die Gemüse geröstet, aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen.

Die Tomaten entkernen und fein würfeln, die Paprika häuten und entkernen und hacken, die Auberginen ebenfalls häuten – die Schale sollte sich in einem Stück abziehen lassen. Passend zur Paprika schneiden. Die Pimientos, so man denn welche verwenden möchte, entkernen und in Streifchen schneiden. Die Gemüse mit feingeschnittenem Knoblauch, gehackter Petersilie und Salz in einer Schüssel mischen, gut durchmengen. Aus Olivenöl und Essig (und Salz und Pfeffer) eine kräftig säuerliche Vinaigrette aufschlagen, mit dem Gemüse mischen, eine halbe Stunde durchziehen lassen. Eventuell vor dem Servieren auf einem Sieb etwas abtropfen lassen.

Das schmeckt uns am besten lauwarm. Passenderweise war uns gerade ein Stück Nacken vom Iberico-Schwein dazu in den Einkaufskorb gesprungen. Was mich dran erinnert, dass es dieses Gericht, mit kleinen Varianten, rund ums Mittelmeer gibt – in Spanien zum Beispiel kommen bisweilen noch Zwiebeln dran, und dann nennt sich das Escalivada, und wird auch schon mal als tapa gegessen.

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8 Responses to Thrakischer Gemüsesalat (Tunçilik)

  1. feinschmeckerle on 22. Februar 2012 at 15:59

    Was für ein schönes Bild!

  2. nesrin on 22. Februar 2012 at 19:54

    Sieht lecker aus. Ellerine saglik!

  3. ege dilan on 24. Februar 2012 at 12:28

    Yazik olmus bizim güzelim Patlican salatamiza bu onun birazcik püre olmus haline benziyor bundan sonraki sebezeli salata taraiflerinizi biraz daha sebzeleri diri birakarak yapmaya calisin tesekkür ederim

  4. EngelchenFiona on 8. März 2012 at 18:25

    das schaut aber lecker aus
    nacher muss ich noch einkaufen, da weiß ich doch was ich mir demnächst machen darf :)

  5. Xenofon Lemke on 19. März 2012 at 19:55

    “Thrakischer”? Und ich dachte Thrakien ist in Griechenland. Reine propaganda in der Gastronomie?

    • FoodFreak on 19. März 2012 at 20:02

      ein simpler Blick in die Wikipedia klärt das auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Thrakien

      Davon abgesehen reichen kulinarische Traditionen im allgemeinen etwas weiter als ins 21. oder 20. Jahrhundert, und zumindest im osmanischen Reich dürfte das alles “türkisch” im weitesten Sinne gewesen sein ;)

  6. Ellen on 27. März 2012 at 14:23

    Auch wenn das dann nicht mehr “richtig” ist, gibt es das heute abend bei uns mit Zucchini statt Auberginen. Danke fürs Teilen des Rezepts!

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