Rosenkohl mit Schokoladensauce

Dieser Artikel wurde zuletzt am 31. August 2015 aktualisiert

Rosenkohl mit Schokoladensauce

Rosenkohl mit Schokoladensauce? Jetzt ist sie völlig bekloppt geworden! denkt Ihr Euch vielleicht beim Lesen der Überschrift, aber – das ist mein voller Ernst. Ehe ich es ausprobiert habe – inspiriert von einem Rezept bei Food 52, einem sehr elegant gemachten und interessanten US-Food-Community-Portal-Dings – wäre ich auch nicht auf den Gedanken gekommen, die prallen grünen Röschen mit Schokolade zu kombinieren, aber das funktioniert wunderbar.

Am Originalrezept habe ich hier und da gebastelt, Mengen und Zutaten modifiziert, aber mit dem Endergebnis waren sowohl der Liebste als auch ich sehr zufrieden – und das entstandene Sößchen schmeckt auch prima zu einem Stück dunklem Fleisch. Die beiden wichtigsten Zutaten sind dabei Balsamessig (ich hab nicht den ganz superguten genommen, sondern einen für ca. 20 Euro je Liter) und bittere Schokolade, in meinem Fall ganz bewusst Lindt Excellence 99%.


Rosenkohl mit Schokoladensauce

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 450 Gramm Rosenkohl, geputzt, Enden abgeschnitten, geviertelt
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 70 ml Balsamessig
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel, in feinen Viertelringen
  • 1 Teelöffel scharfes Paprikapulver
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • Salz und Pfeffer
  • 25 Gramm bittere Schokolade, 99%

Zubereitung

  1. Den geviertelten Rosenkohl mit 2 Esslöffeln Öl und dem Balsamessig 10 Minuten marinieren lassen.
  2. 2012-02-01-Canon PowerShot SX220 HS-5.0-70.0 mm-1677-rosenkohl

  3. In einer Sauteuse oder einem mittelgroßen Topf das Olivenöl erwärmen, die Zwiebel darin anschwitzen. Herd hochdrehen, Rosenkohl samt Marinade darin 3 Minuten unter Rühren garen. Mit dem Paprikapulver überstäuben, 30 Sekunden weiter braten.
  4. Brühe angießen, bis der Rosenkohl ca. halb darin liegt, Deckel auflegen und den Rosenkohl ungefähr 15 Minuten garen lassen.
  5. Das Gemüse aus dem Topf heben und warm stellen; sollte noch Brühe übrig sein, gibt man sie nun in den Topf. Die Sauce um die Hälfte einkochen lassen.
  6. Topf vom Herd ziehen, die Schokolade in die Sauce bröckeln und schmelzen lassen. Glatt rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit dem Rosenkohl servieren.

Die Säure und Fruchtigkeit aus dem Balsamico, die Süße der Kohlröschen, die (zurückgenommene) Schärfe der Paprika (im Original Cayenne) und das Bittere der Schokolade harmonieren vortrefflich. Probiert’s aus!

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19 Antworten

  1. Shermin sagt:

    Klingt in meinen Ohren gar nicht verrückt, sondern ziemlich lecker. Aber ich bin eh schon immer ein Fan von Schokolade in Kombination mit salzigen Dingen. Der Gatte wird bestimmt entsetzt gucken, werde ich dennoch demnächst mal ausprobieren.

  2. Schoko im Essen? Super!
    Hab‘ ich just gestern auch verrührt… nicht ganz so exquisit, wie Du… aber… doch… schmackhaft… 😉

    Grüße!

  3. Ist nicht bekloppt, sondern mutig. Könnte ich glatt in meine Rosenkohl-Versuchsreihe für dieses Jahr mit aufnehmen.
    Mir schwirrt seit geraumer Zeit auch eine Idee für ein herzhaft-schokoladiges Sößchen durch’s Hirn. Muss ich bei Gelegenheit mal ausbrüten…

  4. Ehrlich gesagt kann ich mir das ganz und gar nicht vorstellen. Was isst man da dazu? *ratlos dreinschau*

  5. Ich mach’s gerad nach.:)

  6. Pan sagt:

    Food52.com hat ein sehr nettes Konzept – Rezepte von Nutzern nachkochen und prüfen um daraus ein gedrucktes Kochbuch erstellen (allerdings wechseln sie gerade zu einer ipad-app)- die Gründerin Amanda Hesser schreibt für die NY Times und ist in Deutschland wahrscheinlich eher durch die Darstellung im Film „Julia & Julia“ in dem sie sich selber spielt bekannt. Ach ja und danke fürs Rezept.

  7. weisst du was, den pfeffer laß ich weg, aber ansonsten werd ich das morgen versuchen 🙂

    eigentlich such ich hier gerade schöne rezepte für chicoree möchte den warm essen, fühlst du dich inspiriert 😉

    ach ja und dein fenchel den du gerade getwittert hast und mir damit den mund wässrig gemacht hast damit

  8. elamatrix sagt:

    Damit machst du jetzt Jo und Tochter glücklich!
    (Ihn weil es Schoko gibt und Sie weil es Rosenkohl gibt…)

  9. Mit beiem kannst Du mich immer locken, diese Kombi liest sich sehr interessant ;o)

    Lg Kerstin

  10. War ein voller Erfolg. Schmeckt auch zum Schweinsbraten.

  11. Also ich bin ein großer Fan von Rosenkohl. Und auch von Zartbitterschokolade. Mir reichen aber 80-85%. Die 99prozentige habe ich einmal von Lindt probiert und meine Erinnerung daran deckt sich perfekt mit dem Geschmack eines Stückchens Holzkohle.

    Aber das hier klingt wirklich interessant. Da werde ich mich auch mal dran versuchen.
    Also Danke für den Tipp.

    Gruß aus Nürnberg,
    Peter

  12. melli_s sagt:

    Eigentlich bin ich kein großer Rosenkohlesser. Der Gatte dafür umso mehr. Aber weil in dieses Gericht Schokolade kommt und es auf den ersten Hörer so herrlich abgedreht klang, wollte ich es dennoch probieren. Und ich bin froh, dass ich mich getraut habe! 😉 Die Kombi aus sauer-fruchtig-scharf-bitterschokoladig schmeckt so lecker, dass bei uns Rosenkohl jetzt häufiger auf dem Speiseplan stehen wird. *mjam*

  13. Habe das Gericht nun auch nachgekocht. Bin zwar für allerhand Verrücktheiten zu haben, aber diese Rosenkohl-Variante hat mir (und dem Gatten) leider nicht geschmeckt. Allerdings hatte ich Chayenne-Pfeffer drin. Vielleicht lag es daran, dass ich generell den Geschmack von Bitterschokolade nicht sonderlich mag….

    • FoodFreak sagt:

      das tut mir leid ;/ – aber wenn Du keine Bitterschokolade magst, dann war das vielleicht wirklich nicht die richtige Idee. Den Rosenkohl mit Sriracha könnte ich noch empfehlen 😉 (in diesem Zusammenhang, du meintest neulich auf Twitter, dass Du in den Asienladen gehst um danach immer noch Zeug zu suchen – mail mir doch mal ne Asialadenwunschliste, ich schaue was ich machen kann, okay?)

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