Leberknödel auf Sauerkraut, glutenfreie Variante

Dieser Artikel wurde zuletzt am 4. Februar 2017 aktualisiert

Leberknödel mit Sauerkraut (glutenfrei)

Aus Meine Küche von Vincent Klink habe ich mir für das gestrige Abendessen einen Klassiker ausgesucht: Leberknödel auf Sauerkraut.

Zu den Leberknödeln aus dem Buch war an anderer Stelle schon zu lesen, dass die Mengen an sich wohl nicht ganz stimmig seien – ein Problem, welches sich für mich nur bedingt ergab, da ich meine Knödel ohnehin glutenfrei und damit ohne Brötchen gestalten wollte – wie das geht steht weiter unten.

Hilfreich war dafür der Hinweis mit dem Sauerkraut und der Weißweinmenge, die mir auch seltsam vorkam – wie mir überhaupt (mal wieder) die Mengenangaben hier eher spanisch vorkommen. Während bei der ARD-Buffet-Rezeptversion im Netz noch stand, die Menge sei für 2 Portionen konzipiert, steht im Buch etwas von 4 Portionen. Das kommt maximal als Vorspeise oder kleiner Menugang hin, oder mit einem Berg Kartoffelpüree – zumindest in meinem Haushalt reichen 250 g Sauerkraut nicht für 4 Leute.

Zu eigen gemacht habe ich mir daraus auch gleich den Tipp für die Leberknödel, der nicht Eingang ins Buch gefunden hat:

Die Leberknoedelmasse ist recht weich, es ist etwas schwierig, daraus Knoedel zu formen: leichter ist es, Nocken mit einem vorher in der heissen Bruehe eingetauchten Loeffel abzustechen und die Nocken in die Fleischbruehe gleiten zu lassen.

Womit wir zu den Leberknödeln kämen…

Leberknödel, glutenfreie Version

eigenes Rezept

500 g Schweinemett
400 g Schweineleber
1 kleine Zwiebel
eine Handvoll frische Majoranblättchen
2 Eier
Salz, Pfeffer
3 Esslöffel gemahlene Mandeln
Fleischbrühe

Mett, Leber, Zwiebel, Majoran und Eier im Food Processor zu einer glatten Farce mixen, dann kräftig mit Pfeffer würzen, etwas mehr Salz zugeben, und die Mandeln untermixen. Alles 30 Minuten ziehen lassen.

Die Fleischbrühe in einem großen Topf knapp zum Sieden bringen. Mit einem Esslöffel große Nocken aus der Masse abstechen, in die eben simmernde Fleischbrühe halten, wenn die Aussenseite hell wird, den Löffel schütteln, so dass die Nocke sich löst und in die Suppe gleitet. Mit dem restlichen Fleischteig ebenso verfahren. Knödel einige Minuten in der Brühe ziehen lassen.

Beim Sauerkraut ergab sich, dass das Klink’sche Rezept eigentlich nur einen Schönheitsfehler hat: die Weinmenge ist zu hoch, bzw. die anderen Mengen zu niedrig. Hier also die angepasste Fassung:

Sauerkraut nach Vincent Klink

4 Portionen

2 Schalotten
1 EL Butter
250 ml Weißwein (trocken)
500 g Sauerkraut
2 TL Gemüsebrühepulver
2 Lorbeerblätter
10 Wacholderbeeren
Salz
Pfeffer

Schalotten mit etwas Butter in einer Pfanne bei mäßiger Hitze glasig dünsten. Dann mit dem Wein ablöschen, Sauerkraut, Gemüsebrühepulver, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren zugeben. Mit etwas Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel 15 Minuten kochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Eventuell nach 15 Minuten den Deckel abnehmen und bei großer Hitze die restliche Flüssigkeit reduzieren lassen. Abschmecken und Lorbeerblätter herausnehmen.

Mit 250 ml Wein auf 500 Gramm (Frisch-) Sauerkraut geht die Rechnung auf; beim Wiedererwärmen habe ich noch etwas Brühe von den Knödeln dazu gegeben.

Benutzt man selbst gemachtes Gemüsebrühpulver, bringt dieses etwas Süße mit, wer sein Sauerkraut etwas süßlicher mag, kann mit etwas Zucker oder Quittengelee nachwürzen – ich mochte das Sauerkraut so, ein wenig herb passte es gut zu den Knödeln.

Und von den Resten gibt’s heut Lebernockensuppe 🙂

Ein Beitrag für meinen Ganzjahresevent Koch den Vinz.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. 1. Oktober 2012

    […] Leberknödel auf Sauerkraut, glutenfreie Variante […]

  2. 26. Dezember 2012

    […] Leberknödel auf Sauerkraut – chez Foodfreak […]

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