Harissa-mariniertes Steak mit Salzzitronen-Sauce

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Harissa-marinated beef with preserved lemon sauce

Im Januar habe ich nach Roberts Rezept Salzzitronen eingelegt – okay, frei nach Roberts Rezept… unter anderem habe ich je eine Zitrone in ein recycletes Maille-Senfglas gepackt (wovon zwei Gläser sich auf den Weg nach Berlin machten).

Endlich, endlich sind die Zitronen nun lang genug durchgezogen, so dass ich mich damit an Yotam Ottolenghis harissa-marinated beef with preserved lemon sauce machen konnte, letztes Jahr im Guardian gebookmarkt.

Tatsächlich sind die auf nordafrikanische Weise in Salzlake mit Gewürzen eingelegten Zitronen, bzw. deren Schale, aber nur ein (höchst angenehm) würzendes Element, nicht der dominierende Faktor.

Harissa-mariniertes Steak mit Salzzitronen-Sauce

nach Ottolenghi/The Guardian
2-3 Portionen

1-2 Esslöffel Harissa
2 dick geschnittene Rindersteaks
Salz und Pfeffer
1 rote und 1 gelbe Paprikaschote
etwas Olivenöl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Dose gehackte Tomaten
1 Teelöffel scharfes Paprikapulver
1 1/2 Esslöffel Schale einer Salzzitrone, fein gewürfelt
2 Esslöffel gehackte glatte Petersilie, plus etwas mehr zum Garnieren

Das Fleisch von beiden Seiten mit Harissa einreiben, mit etwas Salz und Pfeffer würzen, und abgedeckt mindestens eine Stunde marinieren lassen (oder mehrere Stunden im Kühlschrank).

Die Paprika unter dem Grill 20-25 Minuten rösten lassen bzw. bis die Haut schwarze Blasen wirft, abgedeckt auskühlen lassen und entkernen und häuten.

Öl in einem kleinen Topf erhitzen, den Knoblauch darin anschwitzen, dann Tomaten aus der Dose, Paprikapulver und je einen viertel Teelöffel Salz und Pfeffer zugeben. Zum Köcheln bringen und 6-7 Minuten garen lassen. In der Zwischenzeit die Paprika in Streifchen zerteilen, mit der Zitronenschale und Petersilie in die Sauce geben, und weitere 6-7 Minuten simmern lassen, bzw. bis die Sauce dicklich ist. Beiseite stellen, darf (aber muss nicht) bis auf Zimmertemperatur abkühlen.

Das Fleisch in einer heissen Pfanne (Ottolenghi schlägt einen Grillpfanne vor) von beiden Seiten 1 Minute scharf anbraten, dann bei 190 Grad im Ofen 8 Minuten nachgaren lassen (bis es medium ist).

In Scheiben schneiden, auf Teller drapieren, Sauce darauf geben und servieren.

Ottolenghi nimmt für das Gericht 2 „sirloin steaks“ von je 300 Gramm – wir haben zwei normale (dickere) Hüftsteaks, eher im Bereich 220 Gramm je Steak, genommen, bei ansonsten unveränderten Mengen. Dabei bleibt dann zu zweit etwas von der leckeren Sauce übrig, worüber ich nicht traurig bin. Die Aromen, einschliesslich der glatten Blattpetersilie, harmonieren wunderbar – die Sauce passt perfekt, ein kleines bißchen Sommer-Feeling mitten im kalten Februar.

Das Fleisch mit Harissa einzureiben erwies sich ebenfalls als eine hervorragende Idee. Darf auf die Favoritenliste!

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

7 Antworten

  1. Ich hab hier auch noch – geschenkt bekommene – Salzzitrone, das Rezept nehm ich gleich mal mit (die Steaks könnte man ja auch Holzkohlengrillen ;-))

  2. zorra sagt:

    Klingt in der Tat köstlich und schaut auch so aus. Erstaunt bin ich, dass die Harissa nicht verbrennt beim Braten. Hast du Paste oder Gewürz verwendet?

  3. Sieht einmalig aus. So eine Sauce lass ich mir gefallen.

  4. Oha! Ich sehe neue Einsatzmöglichkeiten für Petras Zitronenconfit. *und schon kopiert und geklaut*
    Die Soße schaut genial aus!

  5. Calogero sagt:

    Mit Olivenöl, Zitronensalz, Petersilie und Tomaten? Ganz ganz gut, danke sehr!

  6. Das könnte mir auch gefallen. Wenigstens das Zitronen einlegen sollte ich dieses Jahr mal hinbekommen. Die Mineolas für’s Lieblingsgelee musste ich leider sausen lassen. Ich hoffe, dass es nach meiner Zwangspause nächste Woche immer noch anständige Zitronen gibt…

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