Hackbällchen in Tomaten-Orangen-Sauce

Dieser Artikel wurde zuletzt am 4. März 2015 aktualisiert

pork-meatballs
Bei den Albondigas habe ich ja schon festgestellt, dass die Kombination aus Hackfleisch und Tomatensauce irgendwie gottgegeben zu sein scheint.

Bezeichnenderweise kommen auch die heutigen Hackbällchen aus der spanischen tapas-Tradition. Für die Januar-2012-Ausgabe des OLIVE magazine hat José Pizarro, Inhaber zweier hoch gelobter spanischer Restaurants in London, eine Auswahl von 6 Tapas zusammen gestellt, die mich ausnahmslos anmachen – darunter auch diese Schweinefleischbällchen, die mit Tomaten, Orangen und Oregano und viel geräuchertem Paprika gewürzt sind.

Schweinefleischbällchen in Tomaten-Orangen-Sauce

4 Portionen
adaptiert nach einem Rezept von José Pizarro
(Original bei BBC Goodfood)

SAUCE
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 Apfel, fein gewürfelt
Olivenöl
1 Teelöffel getrockneter Thymian, gefriergetrocknet
1 Teelöffel geräucherter Paprika (scharf)
1 Bio-Orange, Saft und Schale
150 ml trockener Weisswein
2 Dosen gehackte Tomaten, je 400 g
200 ml Hühnerbrühe
Oregano- oder Majoranblättchen, zum Garnieren

HACKBAELLCHEN
1 kg Schweinemett, gewürzt
1 Ei
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Schalotte, fein gehackt
1 Esslöffel gemahlener Kreuzkümmel
1 Esslöffel geräucherter Paprika (süß)
2 Esslöffel frischer Oregano oder Majoran, gehackt
Olivenöl

Die Zutaten für die Fleischbällchen (bis auf das Öl) verkneten und 1-2 Stunden durchziehen lassen. Bällchen rollen. In einer großen Pfanne die Bällchen in Olivenöl langsam rundum braun braten. Herausnehmen.

Sofern nötig, noch etwas Öl in die Pfanne geben. Zwiebel, Apfel und Knoblauch darin anschwitzen, dann Thymian und Paprikapulver zugeben, 20 Sekunden unter Rühren anbraten. Mit dem Wein ablöschen, zwei Minuten köcheln lassen. Nun die Tomaten, den Orangensaft und die -schale sowie die Brühe einrühren, köcheln lassen bis die Sauce dicklich wird.

Hackbällchen in der Sauce erwärmen, mit frischem Oregano oder Majoran bestreuen.

Zum Apfel in der Sauce kam es, weil ich die Möhren vergessen hatte; ein großer Topf Majoran verbot die Anschaffung weiteren frischen Oreganos fast von selbst, und das scharfe geräucherte Paprikapulver ergab sich durch Griff zum falschen Gewürzglas, passte aber prima. Wer nur ungewürztes Schweinehack bekommt, muss entsprechend mit Salz und Pfeffer zuarbeiten und ggf. auch einen Hauch mehr Knoblauch nehmen.

Meine Hackbällchen sind etwas größer geworden als die von Pizarro; für eine Party würde ich wohl auch eher kleinere machen.
Schmeckt fabelhaft, fast noch besser als die klassischen Albondigas.

José Pizarro findet man übrigens auch auf Twitter als @Jose_Pizarro – und seine beiden Kochbücher, eins über saisonale spanische Küche (Seasonal Spanish Food), und das ganz neue Pizarro, sind auch gerade stark in meinen Focus gerückt.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

10 Antworten

  1. Die sehen einfach lecker aus … passt wunderbar in meine aktuelle Hackbällchen-Phase!

  2. Tomaten & Frucht ist ’ne immer feine Sache… Bookmark!

  3. Dorrie sagt:

    Ich liebe Albondigas, und diese hier werde ich ganz sicher nachkochen.

  4. zorra sagt:

    Sieht köstlich aus! Jetzt habe ich Hunger.

  5. katha sagt:

    schönes rezept. das einzige, was mich irritiert, ist die hühnerbrühe. wozu braucht’s die bei den vielen aromen? „mett“ meint einfach faschiertes, also hackfleisch?

    • FoodFreak sagt:

      Mett ist gewürztes Schweinehack, im Kontrast zu nicht gewürztem. http://de.wikipedia.org/wiki/Mett

      Ich denke die Brühe dient einfach der Verflüssigung der Sauce, vielleicht auch der Konsistenz (zumindest meine Hühnerbrühe ist stark geliert üblicherweise). Da ich aber ohnehin Brühe nähme (steht im Kühlschrank) wär mir auch bei der Angabe Wasser statt dessen Hühnerbrühe im Rezept gelandet 🙂

  6. Lars Immisch sagt:

    Nachgekocht, sehr lecker und kinderkompatibel.

    Ich verstehe auch nicht, wofür die Hühnerbrühe nötig ist. Nächstes Mal mache ich es ohne.

  7. Die klingen so toll. Würde ich sofort zulangen. Muss ich allerdings mit Rinderhack probieren. Der Mittagskocher, du weißt schon…

  8. Malte sagt:

    Hmmmm, diese Hackbällchen sehen aber auch verdammt gut aus und machen mich fast genauso an, wie die Albondigas in deinem anderen Posting. Wobei mich bei den Albondigas die Hackmischung mehr anmacht, als hier das Schweinemett. Dafür klingt hier die Sauce mit der Orange toll. Schon kann ich mich nicht entscheiden 😀

    Doch, zuerst die Albondigas und die Hackbälchen werden einfach mal zwischengespeichert. Ich gebe dir übrigens vollkommen Recht; Hack und Tomatensauce passt einfach unglaublich gut zusammen und ist fasst immer richtig lecker.

  9. Ricarda sagt:

    Wooooow…. soooo lecker !!! Es werden zwar viele Zutaten benötigt und man sollte auch einige Zeit dafür aufbringen, aber das Ergebnis entschädigt alles. Vorallem die Idee mit dem Apfel in der Sauce – mmmmmh „Köstlich“ !!! Wirklich ein klasse Rezept !!!

    Vielen Lieben Dank dafür 🙂

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