DKduW – Februar 2012

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. Januar 2015 aktualisiert

Heute ist der 29. Februar, ein seltsam dazwischen geklebter Tag im Kalender. Seltsam dazwischen ist momentan auch das Wetter – hier in Hamburg blühen die Krokusse (und nicht nur die, wie mein Heuschnupfen mich erinnert), in Bayern liegt zum Teil noch Schnee. Bunt gemischt wie das Wetter sind auch die Beiträge, die mich für den Februar zu Dein Kochbuch das unbekannte Wesen erreicht haben.

Wer den Event nicht kennt: hier geht es darum, alte und neue Kochbuchschätzlein abzustauben und daraus etwas zu machen, und dabei auch das Buch genauer anzuschauen und ein bisschen was darüber zu verraten. Hin und wieder findet man echte Kleinode, manchmal ist es auch ein Anlass, Platz im Kochbuchregal zu schaffen – auf jeden Fall aber immer spannend.

Spannend sind beispielsweise die kreolischen Knabbernüsse, die Peggy von Multikulinarisch.es (nicht nur) für Mutti zubereitet hat.

Das Rezept stammt eigentlich noch aus dem Januar, passt aber, wie ich finde ganzjährig – als Inspiration diente das Kochbuch für Feste: Große und kleine besondere Anlässe von Cynthia Barcomi, angesichts dessen sich Peggy mehr Anlässe zum Feiern wünscht – ich drücke die Daumen dass es 2012 ein paar mehr gibt als im letzten Jahr!

Bei Petra von Chili & Ciabatta gab es indische Küche aus einem Kochbuch, um dessen Anschaffung ich mich bislang erfolgreich drücke (mein Kochbuchwunschzettel ist auch so lang genug…) – nämlich den viel gelobten, dicken Wälzer India: The Cookbook.

Mit einem Urteil wie „absolut köstlich“ wandert das Indische Lammcurry mit gewürztem Spinat hier gleich auf die Nachkochliste.

Ein schon recht altes Kochbuch, das etwa seit seiner Erscheinung 1987 in ihrem Haushalt zu finden ist, hat sich Barbara auf der Spielwiese wieder vorgenommen: Eier und Käse. Rezepte für den Alltag von Annemarie Wildeisen. Neben einer kleinen Vorstellung des 72 starken Bändchens hat sie daraus auch gleich einen halbwegs frühlingshaften Happen gebacken.

Die Broccoli-Pastete aus Blätterteig klingt auf jeden Fall sehr fein, und lässt sich sicher auch für Vegetarier gut abwandeln.

In der Cooketteria kommt ebenfalls eine Schweizer Köchin zum Zuge, dieses Mal Marianne Kaltenbach mit Seeländer Küche. Alte und neue Rezepte. Das Seeland, erfahren wir hier, ist bekannt auch als „Gemüsegarten der Schweiz“ und umfasst die Gebiete zwischen Neuenburger-, Bieler- und Murtensee.

Das ausgewählte Rezept, ein Seeländer Zibelechueche (Zwiebelkuchen) ganz ohne Ei, erfuhr noch ein paar Abwandlungen, mundete aber ausgezeichnet. Und vielleicht überwindet Frau Cooketteria ja ein wenig ihre Hemmungen, mit unbebilderten Kochbüchern zu hantieren nach diesem Erlebnis 🙂

Gebacken wurde auch bei Hesting kocht, mit etwas Verzögerung aufgrund familiärer Umstände.

Käsekuchen geht ja eigentlich immer, und der New York Cheesecake aus New York Deli (Mini-Basics) klingt wirklich sehr lecker.

Ein mir ganz neues Blog, Gesund Geniessen, stellt sich mit einem inspirierenden Beitrag aus einem arabisch/englisch geschriebenen Kochbuch vor. Das Buch. Manal Al-Alem’s Kitchen, war ein Geschenk ihres Mannes, das dieser aus Doha mitgebracht hat.

Forelle & Fattoush klingt für mich nach einer köstlichen Kombination, und ich hoffe sehr, es folgen noch mehr Rezepte aus diesem Buch, wie angekündigt!

Wo wir schon im Orient sind, machen wir noch einen knappen Ausflug in den Libanon zusammen mit Paprika meets Kardamom.

Für eine Geburtstagsparty gab es insgesamt drei leckere Dips, von denen die libanesische Auberginencreme (Moutabal) es in diesen Event geschafft hat. Anikó ist ganz begeistert von Tender von Nigel Slater, für alle Gemüsefans augenscheinlich ein Muss!

Er kann wirklich kochen, der Herr Schuhbeck! stellt die Turbhausfrau in ihrem Blog Prost Mahlzeit fest. Daran besteht im Grunde ja kein Zweifel, aber die Filetspitzen nach Schuhbeck beweisen das auch noch einmal aufs Neue.

Entnommen ist das Gericht einem bei einem großen deutschen Kaffeeröster erworbenen Buch namens „Meine Hausmannskost“, vermutlich also ein Reprint von Meine Hausmannskost für Feinschmecker, ein Buch, welches die Turbohausfrau nur wärmstens empfehlen kann, da alles gut beschrieben und einfach nachkochbar ist.

Zu guter letzt noch etwas Süßes, ein Part, den diesen Monat Robert von Lamiacucina übernimmt. Schon beim Anblick läuft mir das Wasser im Mund zusammen:

Zwar brauchen die Oranges à la Tarragone, Arance Tarragona nach „Spielend kochen“ von Marianne Kaltenbach und Fred Feldpausch ein bisschen Zeit zum Marinieren, sind aber ansonsten spielend leicht zu machen. Wunderschön – und genau das Richtige gegen das trübe Grau vor meinem Fenster!

Vielen Dank an Euch alle fürs Mitmachen und an alte und neue Rezepte heran trauen – das war wieder einmal eine inspirierende Entdeckungsreise!


 
Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Bitte benutzt die dort angegebene eMail-Adresse zum Einreichen Eurer Beiträge. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail oder Twitter, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.
 

Appetit bekommen? - Hungry for more?

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