Südthailändisches Hähnchencurry

Dieser Artikel wurde zuletzt am 19. September 2016 aktualisiert

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Dieses Rezept ist nach Schnelle Thai-Küche von Vatcharin Bhumichitr adaptiert, eines von mehreren Büchern des Thai-Kochs, die sich alle durch einfache, aber dennoch authentische Thai-Küche auszeichnen. Leider sind die meisten davon zumindest in den deutschen Fassungen nur noch antiquarisch erhältlich. Das Essen darin erinnert mich an die kleinen Straßenküchen Thailands, und üblicherweise funktionieren seine Gerichte recht gut.


Hähnchencurry aus Südthailand

adaptiert nach einem Rezept von Vatcharin Bhumichitr
ca. 3-4 Portionen

CURRYPASTE
5 grosse getrocknete rote Chilischoten, entkernt und 5 Minuten in Wasser eingelegt
½ Teelöffel Salz
1-2 Teelöffel frisches Zitronengras, grob gehackt
½ Teelöffel Koriandersamen, ganz
½ Teelöffel Kreuzkümmel, ganz
1 Teelöffel getrocknete Garnelenpaste, gkapi

CURRY
4 Esslöffel Öl
2 grosse Knoblauchzehen, fein gehackt
800 Gramm Hähnchenbrustfilet oder ausgelöste Hähnchenkeulen, in mundgerechte Happen zerteilt
500 ml Kokosmilch, z.B. aus dem Tetrapak
3 Esslöffel Fischsauce, z.B. Squid Brand
1 Esslöffel Zucker
3-4 Esslöffel Limettensaft, frisch
4-5 Kaffirlimettenblätter, in feine Streifen geschnitten

Für die Currypaste: Sämtliche Zutaten im Mörser (oder Elektrohacker) zu einer Paste verarbeiten.

In einem Wok oder einer Pfanne das Öl erhitzen und den Knoblauch darin goldbraun anbraten. Das Hühnerfleisch zugeben und ebenfalls goldbraun anbraten. Danach die Hühnerstücke aus dem Öl heben und beiseite stellen.

Das Öl aus dem Wok in einen großen Topf gießen, erhitzen und die Currypaste einrühren und kurz anbraten. Die Hälfte der Kokosmilch zugeben und gut unterrühren. Anschließend das Fleisch zugeben und erneut gut verrühren. Die restliche Kokosmilch zugeben und umrühren. Danach unter ständigem Rühren nach und nach die Fischsauce, den Zucker und den Limettensaft zugeben und kurz aufkochen. Bei reduzierter Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Kurz vor Schluss 3/4 der Limettenblätter untermischen und noch kurz mit ziehen lassen.

Das Curry in eine Schüssel umfüllen und mit den restlichen Kaffirlimetten-Streifchen bestreut servieren.

Die ideale Beilage ist gedämpfter Jasminreis.


Wie aber auch bei anderen Kochbüchern, die recht authentische Wok-Küche vermitteln (der Thompson insbesondere), muss man hier und da die Flüssigkeitsmengen an die eigenen Kochgegebenheiten anpassen. So benutzt „Vatch“ im Gegensatz zu mir nicht nur Huhn mit Haut und Knochen, sondern zusätzlich zu 500 ml „Kokoscreme“ auch 500 ml Brühe. Auf einem sternenheißen Wokbrenner ist das völlig okay, auf meinem schon etwas angestaubten Ceranfeld käme dabei Suppe heraus.

Angepasst habe ich auch die Deko; Kaffir-Limettenblätter sind meine Zugabe, dafür habe ich mir eine Deko aus fein geschnittenen frischen Chilischoten geschenkt. Wer sein Curry gern „burns three times“-hot mag, darf hier gern zum Original zurückkehren.

Und weil ich aus diesem Buch noch nie was gemacht habe (was sich sicher in Zukunft ganz anders verhalten wird), reiche ich den Artikel auch gleich für DKduW – Dein Kochbuch das unbekannte Wesen ein.


 

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

8 Antworten

  1. Ganz nach meinem Geschmack, ich rieche förmlich die tolle Aromakombination!

  2. nata sagt:

    *gnmpf* Blöd ist daran nur, dass ich gerade die meisten Zutaten nicht im Haus habe. Aber, wenn die Vorratslage etwas besser aussieht, dann ist sowas echt schnell zubereitet.

  3. Barbara sagt:

    Ich leide auch unter akutem Thailand-Entzug!

    Gefällt mir. Das hat wirklich was von den typischen Straßengerichten dort, oder in kleinen Restaurants mit Plastikstühlen am Straßenrand. Lecker!!! Ich mag’s übrigens einigermaßen suppig.

    • FoodFreak sagt:

      @Cascabel: na dann los 🙂

      @nata: ja ein bisschen Vorratshaltung ist bei der Asiaküche ganz hilfreich, ich muss auch mal wieder meine Bestände aufstocken…

      @Barbara: oh ja, die kleinen Restaurants mit den Plastikstühlen sind überhaupt die besten 🙂

  4. Ich sehe schon, ein Gang zum Asialaden bleibt mir angesichts deiner tollen Thai- und indischen Gerichte nicht erspart. Die Kaffirlimettenblätter, sind das die, die du dir selber gezogen hattest? Nee, das war was anderes, wenn ich mich recht entsinne, oder?

    • admin sagt:

      das was ich im Blumentopf hatte waren Curry leaves. Kaffirlimettenblätter gibt es mittlerweile meist nur noch in der TK, selten frisch, man kann sie da aber auch selber gut aufbewahren. (Und meist sind sie auch Bestandteil der TK-Tomyam-Mischung, wenn man nicht soo viele braucht).

  5. Clara sagt:

    Das ist so lecker! Am liebsten gebe ich noch eine winzige Menge Srirachasauce hinzu, das verfeinert den Geschmack!

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