Eigentlich, das ist wohl eine der wichtigsten Lektionen die man im Leben lernen kann, eigentlich kommt es immer anders… so sollte zum Beispiel dieser Artikel schon längstens und auf jeden Fall vor der Adventszeit fertig gewesen und frei geschaltet sein, aber wie das dann halt so ist und kommt… super nett und freundlich wurde ich schon vor vielen Wochen von der Mediaagentur, die für Lambertz in Aachen arbeitet, gefragt ob ich denn nicht mal Lust hätte, ihr Sortiment zu verkosten – was für eine Frage.
Schon im Februar letzten Jahres, bei einem Ausflug nach Aachen, hatten wir uns dort u.a. mit den leckeren Printen eingedeckt (und hübschen Geschenkkistchen für die Familie), und als ich die reichen Gaben auspackte, die man mir bei Lambertz zusammengestellt hatte, leuchteten auch die Augen des Liebsten auf
Dann nahm das Leben mal wieder ein paar spiralige Abzweige, und so kommt es, dass ich (erst) mitten in der Adventszeit und knappe 10 Tage vor Weihnachten über Weihnachtsgebäck schreibe, von dem Ihr hoffentlich noch nicht die Nase voll habt.
Mit Lambertz verbinde ich vor allem Printen, und natürlich waren auch Printen und Spekulatius in dem jahreszeitlich so angemessenen Päckchen, aber auch Artikel, die ich eher nicht erwartet hatte und die mir ganz neu waren, zum Beispiel diese knusprig-lockeren Zitronenkekse namens Lambercino.

Vergleichbares kenne ich eigentlich nur in rund und mit Orangengeschmack von der großen Keksbäckerei aus Hannover; Mürbegebäck mit Zitronengeschmack steht auf der Rückseite,

und das trifft es ganz gut. Die Konsistenz ist ganz toll, mürbe und leicht, und die Kekse schmecken intensiv zitronig – mir zu sehr, zu aromatisiert. Als Beigabe zu einer Eiscreme kann ich sie mir gut vorstellen, ich würde sie allerdings wegen des für mich zu intensiven Aromas eher nicht kaufen.
Nicht kaufen würde ich auch die Zimtsterne von Lambertz – nicht nur weil sie Haselnüsse enthalten (für mich gehören in stilechte Zimtsterne nur Mandeln), die Zutatenliste des Lambertz-Produktes dagegen:

Haselnuss-Mandel-Mischung (in veränderlichen Gewichtsanteilen), Zucker, Orangeat (Glukusesirup, Zucker, Orangenschalen) Weizenmehl, Fruchtzucker, Hühnertrockeneiweiß, Zimt, Weizenstärkepuder, Backtriebmittel: Dinatriumphoshat, Natriumhydrogencarbonat, Säurungsmittel: Citronensäure, Marzipan (Mandeln, Zucker, Invertzuckersirup), Gelatine. Kann Spuren von Milch enthalten.
Ähm, nein. Der Liebste (der verkostet hat da für mich Haselnüsse ein NoGo sind) bemängelte dann auch, dass sie “nicht wie Zimtsterne schmecken”.
Großartig sind dafür die Mandel-Spekulatius-Stäbchen. Könnte man selber nicht feiner und besser herstellen.


Auch die Schoko-Spekulatius-Stäbchen, die zwar nicht bei dieser Auswahl dabei waren, dafür aber von uns schon früher gekauft wurden, fallen in die Kategorie suchterzeugend lecker.
Man sieht, von traditionellem Gebäck versteht man was in Aachen. Umso enttäuschender fanden wir dann die Dominosteine, die in drei Schokoladenversionen (weiss, Vollmilch, Bitterschoki) in der Packung zu haben sind, aber eigentlich nur in der bitteren Schokoladenumhüllung annähernd unseren Geschmack trafen – insgesamt waren sie uns viel zu süß und die Fruchtmasse schmeckte ausgesprochen fad. Sogar Discounter-Dominosteine schneiden da bei uns besser ab.
Auch die Premium 12 Köstlichkeiten waren nur bedingt premium.

Um sich einen Überblick zu verschaffen und als Geschenkschächtelchen sind die verschiedenen Gebäcke ganz gut geeignet, es ist für jeden Geschmack was dabei, aber ein Großteil der Kekse war relativ trocken und langweilig – ein Highlight allerdings die Florentiner (oben rechts zu sehen), von denen ich gern auch eine eigene große Tüte oder Schachtel nähme. Vielleicht habe ich aber auch nur zu viele Konferenzraum-Teegebäck-Mischungen in meinem Leben gesehen und gekostet
Total klassisch sind natürlich die bereits erwähnten Printen, hier in einer bunten Mischung vertreten, die sich mandelig-lecker auf jeden Weihnachtsteller einfügt. Würde ich auch nächstes Jahr durchaus kaufen wenn es sie denn in mehlfrei gäbe…

Das Beste (für mich) wie meistens zum Schluß: an den Kräuter-Printinchen könnte ich mich ungelogen dumm und dusselig fressen. Sie sind weich aber kompakt, ohne zäh zu sein, haben dieses unnachahmlich kräuterig-gewürzige Weihnachtslebkuchenprintenaroma und winzige Kandis-Crunchstücke – total genial.

Wenn ich mich für nur ein Weihnachtsgebäck entscheiden müsste wäre es dieses. SO müssen Printen schmecken. Und auch die Zutatenliste läßt sich sehen:
Weizenmehl, Honig, Zucker, Glukose-Fruktosesirup, Krümelkandiszucker, Gewürze; Backtriebmittel: Natriumhydrogencarbonat, modifizierte Stärke
Kann Spuren von Nüssen, Milch und/oder Eier enthalten
Wenn Ihr noch ein wirklich traditionelles Gebäck für Euren Weihnachtstisch sucht, haltet unbedingt nach diesen Mini-Printen Ausschau!
Mein Fazit: Ich mag von den Lambertz-Produkten, vielleicht nicht ganz überraschend, vor allem die traditionellen Gebäcke, das haben sie wirklich drauf.
Vielen Dank an Lambertz für die Gelegenheit, mich durchzuprobieren!






Cooooool! Ein Kekstest!
Irgendwie habe ich mich ja schon vor langer Zeit gegen Produkttests im Blog entschieden, aber vielleicht kam auch noch nie die richtige Anfrage
Ich bin gebürtig aus Hannover und zu den großartigsten Erlebnissen meiner Kindheit gehörten sicher die Werksverkaufstage in besagte Keksbäckerei. Wohlwissend warum, hat meine Mutter diese stets ohne Kinder besucht, aber die Ausbeute, die sie immer mitgebracht hat, war großartig, jedes Jahr!