DKduW – November 2011

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. Dezember 2014 aktualisiert

Eigentlich koche ich ja wirklich gerne. Ehrlich. Aber es gibt so Tage, oder auch Phasen – Ihr kennt das sicher – da wünscht man sich nichts sehnlicher, als den Tiefkühler aufmachen zu können, und fertig gekochtes Essen da zu haben. Oder dass wenigstens jemand anderer für einen kocht…

Den November habe ich damit begonnen, andere für mich kochen zu lassen, und zwar in Thailand. Es gibt entschieden Schlimmeres, das kann ich Euch versichern, aber nach zwei Wochen sich rundum verwöhnen lassen fällt der Gang an den eigenen Herd doch noch ab und an schwer. Zum Glück haben aber zumindest virtuell noch ein paar andere Leute für mich gekocht, und zwar aus alten, vergessenen und neuen Kochbüchern 🙂

Quasi wie für mich auf Thai-Food-Entzug Befindliche ausgewählt, hat Rike bei Genial Lecker zum Beispiel ein simples Hähnchencurry zubereitet, das mir bei meiner heutigen Kochunlust aber sowas von genau recht wäre.

Dank Reisnudeln ist das ganze zusätzlich noch glutenfrei, und angesichts der Reisnudeln wundert es auch nicht so sehr, dass ein Thai-Hühner-Nudelgericht aus dem grossen Reis-Kochbuch stammt, das bei Rike ganz zu unrecht an schwer zugänglicher Stelle einstaubte.

Ganz großes Kochkino zelebriert ein Gourmet-Trio im Charlottenblog – für mich eine schöne neue Blogentdeckung! Die drei aus Berlin haben aus einem selbst importierten nepalesischen Kochbüchlein gekocht (The Nepal Cookbook), welches sie so beschreiben

Schmal ist es, nicht von besonderer Druckqualität, und äußerst günstig noch dazu. Aber in ihm steckt ein kleiner Schatz, aus dem wir uns fünf Perlen herausgenommen hatten.

Vier dieser fünf Perlen reichen sie als Beiträge zu DKduW ein, ein ganzes nepalesisches Menü nämlich:

Pikante Spinatlinsen (plus nepalesisches Brot),

ein scharfes Kichererbsen-Kartoffel-Curry,

Mandel-Kokos-Konfekt,

und süße Kichererbsenbällchen, bei denen auch erzählt wird, wo und wie das Buch in die Sammlung kam.

Bei so viel kulinarischem Globetrotting habe ich doch glatt wieder Fernweh…

Ein Stück zurück nach Europa holt uns dann Billi, die beim Kräutersturm auf der Suche nach dem unerhörten Glücksgefühl ist, das frei nach Proust nur mit perfekt zelebrierten Madeleines zu erreichen wäre. Voilá!

Neben kulinarisch-literarischer Inspiration findet sich hier nicht nur der Hinweis, wo Madame ihr Madeleines-Buch („Les Madeleines„) gekauft hat (in Paris, naturellement), sondern auch noch einige andere sehr interessante Rezeptlinks zu den kleinen Küchlein.

Auch (im Restaurant) am Ende des Universums wird gekocht, im November eine urdeutsche Krabbensuppe mit Urlaubserinnerungen.

Über das Buch mit dem Titel „Deutsche Küche“, das die deutsche Schwiegermama in den Haushalt ihrer türkischstämmigen Schwiegertochter brachte, verrät uns die Autorin aber recht wenig – etwas mehr (es gibt viele Bücher mit so einem Titel), auch zum Inhalt, wäre nett gewesen 🙂

Umso mehr verrät uns Monambelles über das Kochbuch, das ihr diesen Monat die Inspiration lieferte – nicht nur ein altes Kochbuch, das nur noch antiquarisch zu haben ist, sondern sogar eines aus den Beständen ihrer Nachbarin! Das nenne ich wahres Engagement 😉 Das Buch „griechisch kochen“ von GU liefert nicht nur Küchenklassiker, sondern auch ungewöhnlichere Gerichte – so etwas ist eigentlich immer eine Empfehlung.

Dem Lieblingsgriechen schmeckte die Hühnerpastete (Kotopita), und wenn ein Rezept und Buch diese Qualitätskontrolle überwindet, ist das wohl eins zum Aufheben.

Für das Dessert zum Abschluß sorgt im November Barbara auf der Spielwiese.

Die Erdnussbutter-Schoko-Kekse würden sicher auch jeden Adventsteller bestens zieren, und mit Erdnuss und Schoko kann man sowieso nie viel falsch machen. Pate stand hier das grosse Buch vom Backen von Bellavista, aber am Ende hat Barbara so viel dran verändert, dass es nur noch inspired by heißen kann 😉

Ich hoffe, Ihr seid auch alle inspiriert, und habt viele schöne Ideen für die Festtage. Ich lege mit DKduW einen Monat Pause ein, so dass sich niemand stressen braucht; und Ende Januar gibt es dann eine Dezember-Januar-Zusammenfassung. Ich wünsche Euch einen besinnlichen Advent und leckeres Essen im Kreise Eurer Lieben, und freue mich schon auf viele neue Beiträge von Euch!


Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Bitte benutzt die dort angegebene eMail-Adresse zum Einreichen Eurer Beiträge. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail oder Twitter, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

6 Antworten

  1. Danke für die Zusammenstellung!
    Ein Nepalkochbuch nenne ich noch gar nicht mein eigen – dafür kann ich das „griechisch kochen“ auch empfehlen.

    Jetzt muss ich mich aber wirklich mal an der Nase ziehen: bei 2 Monaten Zeit sollte auch ich mal wieder eine Teilnahme schaffen…

  2. Susa sagt:

    Vielen Dank für die Zusammenfassung!

    Ein nepalesisches Kochbuch hätte ich auch gern im Regal, daher vielen Dank nach Berlin, dass gleich drei Rezepte eingereicht wurden.

  3. Schokozwerg sagt:

    Ich bin so knallrot wie der Räuchermann, der neben mir seine Wölkchen in den Küchenhimmel pustet. Danke für den tollen Beitrag, ich bin schwer beeindruckt! Zum Glück lässt Du uns viel Zeit bis zur nächsten Zusammenfassung, denn momentan nimmt uns unser Plätzchen-Adventskalender in Beschlag. Danach ist wieder Raum für Menüs 🙂 Bis zum nächsten Mal, eine genussvolle Weihnachtszeit und viele Grüße!

  4. Carmen sagt:

    Ich finde DKduW sehr schön und würde gerne mitmachen, allerdings habe ich nur wenige Kochbücher und in diese schaue ich auch, wenn ich bestimmte Fertigkeiten nachlesen möchte. Ich habe also kein mir „unbekanntes Kochbuch“ und ich kann ja schlecht eines kaufen, um es dann extra zu ignorieren, damit ich später hier mitmachen kann. Gehen auch unbekannte Kapitel?

    Herzliche Grüße
    Carmen

    • admin sagt:

      Carmen, naja.. die Idee war ja sich der vergessenen Schätze anzunehmen. So als Gedanke: vielleicht gibt’s in Deiner Verwandtschaft, oder der lokalen Bibliothek, Kochbücher die Dir neu sind? Ansonsten darfst Du aber auch gern eins Deiner bestehenden Kochbücher vorstellen, dann würde ich mir nur wünschen dass Du das dazu schreibst – und ein bisschen mehr über das Kochbuch schreibst, wenn möglich (und warum Du diese Kapitel bislang vernachlässigt hast). Wie gesagt – es ging drum sich den Sachen zu widmen die man ungenutzt im Schrank stehen hat… 😉 Ich bin auf Deine Ideen gespannt.

  5. Barbara sagt:

    Danke für die Zusammenfassung!

    Und die Rezepte und Blogs – da sind immer wieder Schätzchen mit dabei. 🙂

    Gerade ist eine Event-Inflation, da bin ich für die 2 Monate Zeit auch dankbar.

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