DKduW – Juli / August 2011

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und auch das Projekt das mich von vielen Dingen wie auch dem Bloggen abgehalten hat nähert sich dem Ende, und so nutze ich das überraschende freie Wochenende dazu, Euch die versprochene Zusammenfassung für den Event Dein Kochbuch das unbekannte Wesen aus dem Juli und August zu liefern.

Wer sich fragt um was es bei diesem Event geht: in den meisten Regalen stehen so einige seit langem ungenutzte Kochbücher; dieser Event soll dazu anregen, die alten Schätze (oder Stücke aus dem Gruselkabinett) hervorzuholen, sich vielleicht zu erinnern, wie sie in die Sammlung kamen, und etwas daraus zu kochen – und natürlich drüber zu bloggen. Mitmachen kann jeder, die Regeln gibt es hier.

Noch ganz in Sommerlaune macht Päm von Mestolo den Auftakt, wie gewohnt vegetarisch mit einem erfrischenden Gericht für die heißeren Tage, und wer weiß, vielleicht beschert uns der September ja noch etwas Spätsommer?

Mit der Kräuterkaltschale mit Aubergine aus dem GU-Themenkochbuch: Suppen kann man bei heißem Wetter wenig falsch machen – da hat Päm einen guten Griff getan auf dem Trödelmarkt!

Sommerzeit ist auch Grillzeit, und so hat sich Rike von Genial Lecker ein Grillbuch vorgenommen mit dem schönen Titel Unverfälscht grillen (das klingt doch schon mal lecker). Das Buch stellt sie im Detail nochmal hier vor.

Das ausgewählte Rezept, gegrillte Hähnchenspieße, hat sich mit einer kleinen Modifikation gleich zu einem Lieblingsrezept der Familie entwickelt, wenn das mal keine Empfehlung ist.

Für mich ist Sommer die Zeit frischer Erdbeeren und leckerer Eiscreme, und auch Anke von Chilischarf sieht das so mit einer supereinfachen gefrorenen Köstlichkeit, einem Erdbeer-Zimt-Sorbet.

Die Erdbeerzeit ist zwar schon wieder vorbei, aber mit einem Titel wie Endlich Erdbeerzeit! hätte das Buch bei mir einen Ehrenplatz in der Dessertabteilung 🙂

Sommer wie in Griechenland beschert uns ein weiteres Mal Susa von Monambelles, dieses Mal in Form eines Feigen-Oliven-Relishs, für das man aber keine frischen Feigen benötigt, womit es auch vollständig vorratsschrank- und wintertauglich ist.

Das Rezept stammt aus dem Buch eines griechisch-australischen Chefs, George Calombaris. Sein Werk Greek Cookery: From the Hellenic Heart stellt Susa zusätzlich in einem eigenen Blogbeitrag vor.

Beinahe griechisch, auf jeden Fall aber sommertauglich muten die Feta-Strudel-Törtchen mit marinierten Zucchini an, die Bushcook im Juli gezaubert hat.

Pate stand hier allerdings kein Grieche, sondern eine Schweizerin, Annemarie Wildeisen mit ihrem Buch Meine Sommerküche: Farben, Düfte und Aromen zum Genießen.

Im Kaakpott wurde ganz traditionell gekocht gebacken, sozusagen Norddeutschland pur, nach Das Kochbuch aus Ostfriesland.

So ein Stück Zwetschenkuchen würde ich jetzt auch nehmen 🙂

Wo wir schon bei Backen sind… Robert hat auf Lamiacucina im Juli Schoko-Hafer-Guetzli gebacken. Nun verbinde ich mit Guetzli eher Weihnachten als Sommer, aber seien wir ehrlich, Kekse kann man immer essen (und wenn man sie in Eiscreme bröckelt…)

Pate stand das Kochbuch Green Gourmet, von der Schweizer Supermarktkette Migros herausgegeben, das 9 Franken kostete. Robert beschreibt das Buch so:

hübsch gemacht, schön fotografiert, einfache Rezepte, manches ist eine Zweitverwertung alter Saisonkücherezepte. Rezepte für Normalverbraucher. Irgendwie zwischen Betty Bossy und Schulküchenkochbuch

Katja hat im Kaffeebohne-Blog ein Buch heraus geholt, in dem sie sich schon vieles zum Nachmachen markiert hat. Ihr gefällt, dass in Brot. 75 Rezepte zum Backen und Geniessen von Sara Lewis auch gleich Mengenangaben für Brote mit 500 g, 750 g und 1 kg angegeben sind, was im Kleinhaushalt sehr praktisch ist.

Das Oliven-Tomaten-Brot sieht jedenfalls schon mal sehr lecker aus.

Wem jetzt der Sinn nach einem Brotaufstrich steht, der wird eventuell bei German Abendbrot fündig – todesmutig wagt sich da eine Hessin ans Bayerische und macht einen Münchner Klassiker: Obazda.

Gut so todesmutig vielleicht nicht, immerhin hat Julia lange in München gelebt und betrachtet das fast als Heimatkost, weswegen das Münchner Kochbuch aus dem Münzberg-Verlag jetzt wohl öfters zur Hand genommen wird. Könnte jahreszeitlich mit dem Oktoberfest vor der Tür ja auch kaum besser passen 🙂

Auch der nächste oder vielmehr die nächsten Beiträge kommen aus Hessen, denn Frau Schnuppschnüss war fleißig und hat uns mit ein paar schönen Sächelchen bedacht.

Gleich im ersten Rezept geht es ordentlich zur Sache, denn Jutta hat noch nie eine Terrine gemacht, demzufolge noch nie die Terrinenform benutzt die in ihrem Haushalt schon seit anno dunnemals steht, und für Terrinen & Pasteten: Die 106 besten Rezepte war es ebenfalls der erste Einsatz. Hat schon jemand Lampenfieber?

Keine Panik. Wie von der Göttin geschichteten Backwerks nicht anders zu erwarten, wurde auch diese Herausforderung mit Bravour gemeistert, und die Möhren-Kreuzkümmel-Terrine war auch noch sehr schmackhaft!

Der zweite Beitrag muss mir vor lauter Arbeit völlig entgangen sein, denn da trifft eins meiner Lieblingskochbücher – Molly Stevens‘ All about Braising: The Art of Uncomplicated Cooking – auf eine meiner Lieblingszutaten, Schweinebauch. Boah, jetzt sabbere ich fast am Monitor.

Ganz ehrlich, sieht dieser geschmorte Schweinebauch mit glasierten Zucchini und Salbeirisotto nicht großartig aus?

Und weil kein DKduW ohne ein superbes Dessert auskommen sollte, hat die Herrscherin der Torten es sich nicht nehmen lassen, uns eine schokoladige Köstlichkeit aufzutischen, eine Sachertarte mit Johannisbeergelee.

Das Rezept aus Raffinierte Tartes. Süß und pikant von Alfons Schuhbeck und Annik Wecker kommt erstaunlicherweise ganz ohne an Ingwer, an Pettersil und an Arganöl aus, ja man glaubt es kaum, sogar ohne Vanille, und es ist auch nicht mal eben im Handumdrehen herzustellen, sondern braucht zwei Tage Vorbereitung, aber dann wird man mit einem echten Deluxe-Kuchen belohnt. (Ich merke mir das dann mal für Weihnachten vor…)

Den Übergang zum Herbst liefert mit einem Schwäbischen Sauerbraten nach Vincent Klink dann noch einmal Rike von Genial Lecker.

Das wirklich schön gestaltete und köstliche Küche vermittelnde Buch Vincent Klink – Meine Küche steht auch bei mir schon viel zu lang ungenutzt im Regal, ich nehme das als Hinweis des Schicksals, es endlich zu benutzen…

Auch wenn morgens nun Nebel aufsteigt und das eine oder andere Blatt an den Bäumen gelb wird, Grillen geht immer, und mit einem Buch wie Barbecue: Die richtigen Techniken. Klassische und neue Rezepte für perfektes Grillen. von Grill-Guru Steve Raichlen ist man dafür bestimmt bestens gerüstet.

Zu dem Porterhousesteak vom Grill bei Prost Mahlzeit würde ich bestimmt nicht nein sagen 😉

Last but not least haben wir noch Jim von No Kitchen For Old Men, der sich ein weiteres Buch aus der Sigloch-Reihe zur Hand nimmt, dieses Mal Kulinarische Streifzüge durch Deutschland

Die Dampfnudeln mit Vanillesauce liessen noch Verbesserungsspielraum (Jim. vielleicht sind die gebackenen Dampfnudeln was für die Kamerafrau?), und das Buch wird auch nicht in seinen Regalen bleiben, da es im Anschluß verlost wurde – eine schöne Art die Kochbuchüberschüsse abzubauen, wie ich finde.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Teilnehmern und freue mich schon auf die nächste Runde.


 
Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Bitte benutzt die dort angegebene eMail-Adresse zum Einreichen Eurer Beiträge. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail oder Twitter, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.
 

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