Standmixer: Braun Multiquick 5

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Nach vielen Jahren im klaglosen Betrieb ging Ende 2010 mein lang geliebter KitchenAid Blender kaputt. Gebrochen war ein Plastikteil an einer Stelle, die für den Antrieb essenziell war, und der Service riet zur teuren Ersatzteilbeschaffung. Irgendwie hatte ich darauf aber keine Lust (tatsächlich ist das entsprechende Teil heute am KA Blender anders gelöst), und so stand der Mixer defekt im Schrank und irgendwie ging es ja auch mit dem Stabmixer und…

Langer Rede kurzer Sinn, als mich die freundliche Agentur von Braun fragte, ob ich nicht mal ein Küchengerät aus der neuen Multiquick Home Collection testen wolle, sagte ich spontan ja, nur wollte ich nicht den vorgeschlagenen Entsafter, sondern ich fragte, ob ich denn auch den Mixer bekommen könnte. Alles kein Problem, und das isser nun, mein Neuer:

Was ich allerdings nicht wollte, war einen Testbericht zu schreiben, in dem ich Euch nur erzähle, wie schick das schwarze Teil aussieht, oder dass sich der Mixer 1a kinderleicht zerlegen lässt und supergut zu reinigen ist (was allerdings den Tatsachen entspricht), sondern ich wollte auch sehen, wie er sich im täglichen Einsatz schlägt.

Nach gut 5 Monaten die der Braun MX 2050 Multiquick 5 nun immer wieder gern aus dem Schrank gehievt wird (der schwere Mixaufsatz aus Glas und der solide Motorblock verleihen dem Ding wirklich Standfestigkeit), kann ich nur sagen: würde ich sofort kaufen.

Ob Suppe pürieren (leichte Aufgabe), feines Mandel-Joghurt-Püree für ein Korma machen, Früchte durchmixen, Currypaste herstellen, und vor allem gern zum Mixen von Cocktails wie Strawberry Daiquiri oder einem Kiwi Ginger Daiquiri (sehr leckeres Zeug), wofür größere Mengen in meinem Tiefkühler sehr hart gefrorene Eiswürfel zerkleinert werden müssen, natürlich auch Crusheis-Herstellung – der Braun schlägt sich prächtig.

Das Design ist durchdacht, aus dem etwas dreieckig anmutenden Glasbehälter fließt alles gut heraus, das Handling gefällt, den Krug auf den Motorblock aufsetzen und davon abnehmen ist intuitiv und einfach gelöst, die Gefahr etwas versehentlich aufzuschrauben gibt es nicht.

Auch kleine Mengen Zutaten sind dank des niedrig angesetzten Schlagmessersatzes gut zu verarbeiten. Bei großen Mengen Flüssigkeiten gelten die üblichen Warnhinweise zu Überfüllung, festem Verschließen und vorsichtigem Umgang mit heißen Flüssigkeiten; aber die Menge von 3-4 Cocktails oder am Sonntag 3 Bechergläsern Frozen Green Tea Latte bewältigt der Mixer souverän.

Über die Langzeithaltbarkeit kann ich naturgemäß nach 5 Monaten Einsatz noch keine Aussagen treffen; das Antriebssystem sieht aber durchdacht und auch nicht durch billiges Material bruch- oder fehleranfällig aus. Sofern also der Motorblock hält und ich mir nicht irgendwann den Glaskrug auf den Fuß schmeiße, wird dieser Mixer ein langes arbeitsreiches Leben in meinem Haushalt haben.

Update – September 2016

Der Mixer hat nun runde 6 Jahre auf dem Buckel, in denen er von gelegentlich bis oft eingesetzt wurde. Der Dichtungsring war nach ca. 4 Jahren nicht mehr voll zuverlässig – das ist für so ein Verschleißteil i.O., man kann das nachkaufen, wenn’s auch mühselig ist. Nach einigen Jahren Geschirrspüler ist so eine Dichtung einfach hinüber. Gefühlt ist die Mixleistung (das Schlagmesser) etwas schlechter geworden. Seit einigen Wochen nun macht der Mixer eigenartige Geräusche und der Motorblock scheint (unter unangenehmem Geruch) das Zeitliche segnen zu wollen. Noch funktioniert er, ich rechne aber damit, ihn in absehbarer Zeit ersetzen zu müssen.

Wie fällt mein Urteil also heute aus? Für den sehr günstigen Preis (das aktuelle Nachfolgemodell kostet um 60 Euro) kann man sich nicht beklagen – mir hätte ja auch ein KitchenAid Blender für ein Vielfaches so verrecken können. Natürlich wäre es mir lieber, wenn ein Gerät länger hält, aber… ein Ersatzgerät werde ich mir, wenn überhaupt, nach einer höheren Motorleistung aussuchen, da gibt es sowohl von Braun als auch von Philips einige leistungsfähigere Geräte (MEHR POWER!). Für meine Zwecke (ausgenommen Eis crushen) wäre ein indischer Wet Grinder oder ein Food Processor aber ohnehin sinnvoller.


Disclaimer: der hier vorgestellte Mixer wurden mir von einer PR Agentur unentgeltlich überlassen; eine inhaltliche oder sonstwie geartete Beeinflussung meines Produkttestes gab es keine.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

7 Antworten

  1. toller testbericht, hätte etwas eher kommen müssen, nun habich den aufsatz für meine mum, aber da bin ich auch super zufrieden
    aber sag mal mein reiskocher hat gerade, nach lanem dienst, den geist aufgegeben, was neues muss her und ich überleg ob einfacher reiskocher oder multigerät, weil mir manchmal ne kochplatte fehlt…hättest du da einen tipp?

    lg
    fio

    • FoodFreak sagt:

      wenn du nicht gerade vorhast im großen Maßstab ins Dampfgaren einzusteigen, würde ich nen ganz normalen Reiskocher nehmen und ggf. in eine standalone Induktionsplatte investieren, die mn auch mal in die Ecke stellen kann, als Warmhalte bei ner party nehmen, den Suppentopf drauf vergessen…

  2. eigentlich hab ich eher an sowas hier gedacht
    http://www.amazon.de/Lentz-Home-Design-MFC-1-Multi-Funktions-Kocher/dp/B000NI4LR2/ref=wl_it_dp_o?ie=UTF8&coliid=IE63GLUL07VY5&colid=37JZ6XPHEPW4K

    weil mir wie gesagt doch die ein oder andere platte fehlt dadurch das ich ständig für mehrere personen verschiedenes kochen muss

  3. Micha sagt:

    Zeige heute dein wundervolles Tikka Masala – ein tolles Essen! Danke für das Rezept!

  4. Dippegucker sagt:

    Abgesehen von der ultimativen Lobhudelei für ein geschenktes Produkt würde mich noch folgendes interessieren:
    – wie lange kannst du das Gerät laufen lassen, bis der Motor streikt?
    – stinkt der Motor, riecht man das am Behälter?
    – lässt sich das Glas gut reinigen oder gibt es Ritzen und Spalten, wo weder Sonne noch Spülmittel reinkommt?
    – wie mixt er, wenn wenig Wasser im Spiel ist? Du hast ein indisches Rezept erwähnt: hier werden häufig Pasten im Mixer hergestellt. Kann der Braun das auch oder sammelt sich alles an der Aussenwand vom Glas?
    Gruß,
    Dippegucker

    • FoodFreak sagt:

      Also zunächst mal: wenn Du meine Produkttests hier im Blog liest (Stichwort Tassimo) wirst Du feststellen, dass meine Bewertungen nichts damit zu tun haben ob mir ein Produkt kostenlos überlassen wurde. Es mag ja manchmal für den einen oder anderen schwer zu verstehen sein, aber wenn was Schrott ist, schreibe ich das genauso.

      Wie lang ich das Gerät laufen lassen kann, habe ich nicht ausprobiert – das ist für mich kein Kriterium. Der Motor stinkt nicht und man riecht nichts, und ich mache öfters indische Currypasten damit, das ist überhaupt kein Problem.

      Tatsache ist: ich hatte einen Kitchenaid Blender, den ich sehr liebte, aber der mir beim Eis crushen an Materialermüdung verreckt ist (und wo sich KA sehr unkulant zeigte). Sowohl das sehr materialbelastende Crushen von Eis, welches stark gefroren ist, als auch das Mixen kleiner und grösserer Mengen Currypaste funktioniert wunderbar. Wie sich der Mixer im Langzeitest bewährt, kann ich Dir aber erst in ein paar Jahren sagen. Den Multiquick Artiste aus gleichem Hause würde ich wegen Sollbruchstellen und Materialermüdung z.B. nicht empfehlen.

  1. 14. Juli 2014

    […] Truppe die gesamte Menge auf einmal mixen, so denn alles in den eigenen Standmixer (bei mir: der Braun Multiquick) […]

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