Moussaka

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. September 2015 aktualisiert

Irgendwie trieben mich kürzlich Gelüste auf Moussaka. Und wie es der Zufall wollte, flatterte mit dem BBC Good Food Newsletter auch der Hinweis auf die ultimate makeover moussaka in die Inbox. Bis auf Hackfleisch und Auberginen war (fast, darauf komme ich gleich) alles im Haus – ein Zeichen der Götter!

Moussaka

Das Fast hat damit zu tun, dass im Kühlschrank von einem anderen Rezept noch italienische Tomaten-Passata mit Basilikum stand, so dass wir diese anstelle von Dosentomaten und Wein einsetzten, und dafür die Säure mit ein wenig feinem Weißweinessig abglichen.

Und anstelle des mageren Rinderhacks, das das Rezept vorschlägt, haben wir das „gemischte Hack“ unseres türkischen Metzgers benutzt, das zur Hälfte aus Lammfleisch besteht. Ich liebe den Geschmack von Lamm in Moussaka.


Moussaka

adaptiert nach einem Rezept von BBC GoodFood

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 3-4 Esslöffel Olivenöl
  • 1 rote Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 350 Gramm Möhren, geschält, fein gewürfelt
  • 500 Gramm gemischtes Hackfleisch (halb Lamm, halb Rind)
  • 500 ml Tomatenpassata
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1/4 Teelöffel Piment
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 1/2 Esslöffel griechischer Oregano
  • 2 Handvoll gehackte Petersilie (haben wir ausgelassen)
  • 750 Gramm Auberginen, Enden abgeschnitten
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Weißweinessig
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Eier
  • 1 Esslöffel Maisstärke
  • 300 Gramm Vollmilchjoghurt
  • 50 Gramm Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung

  1. In einer grossen Pfanne 1 Esslöffel Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten bis sie Farbe nehmen, 6-8 Minuten. Möhrenwürfelchen zugeben und 2 Minuten mitbraten, dann das Fleisch hineinbröckeln. Krümelig braten. Zimt und Piment darüber stäuben, einmal wenden, Tomatenmark, Passata und einen Esslöffel Wasser (Flasche oder Dose damit umspülen) einrühren. Mit Salz, Pfeffer, Oregano und etwas Petersilie würzen. 20-30 Minuten köcheln lassen, mit dem Essig und Salz abschmecken. (Kann bis hierhin auch am Vortag vorbereitet werden).
  2. Ofen auf 200 Grad C vorheizen, zwei Backbleche mit Backpapier oder Silikon-Backmatte auslegen, beides dünn einölen. Restliches Ölivenöl und Zitronensaft verrühren.
  3. Auberginen längs in 1 cm dicke Scheiben schneiden, auf die Bleche legen, mit dem Zitronenöl bepinseln. 20-25 Minuten backen lassen bis sie weich sind, dann abkühlen lassen. Ofen auf 180°C herunterschalten.
  4. 2-3 Esslöffel Sauce auf den Boden einer rechteckigen Auflaufform geben. Die Hälfte der Auberginenscheiben drauf legen, die Hälfte der Sauce darauf verteilen, wiederholen.
  5. Eier in eine Schüssel aufschlagen. Die Stärke mit wenig Joghurt anrühren, dann unter den restlichen Joghurt mischen, Joghurt zu den Eiern geben, gut verschlagen. Ungefähr die Hälfte vom Parmesan dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Diese Masse oben auf den Auflauf streichen, mit dem übrigen Käse bestreuen.
  6. 50-60 Minuten backen. Die Moussaka noch 8-10 Minuten stehen lassen, dann mit Petersilie bestreuen und in Stücke schneiden.

Von der Joghurt-Käse-Mischung hätte es in unserer Auflaufform noch ein klein wenig mehr sein können (aber nicht müssen). Mir hat das Ganze prima geschmeckt, Hack mit Lamm war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Sehr schön ist auch, dass die mit Öl und Zitrone bepinselten Auberginenscheiben eine gute Konsistenz behalten und nicht völlig zermusen.

Lecker!

Appetit bekommen? - Hungry for more?

11 Antworten

  1. Sabine sagt:

    Endlich mal ein Rezept, bei dem die Auberginen vorher nicht mit Salz bestreut werden, um Flüssigkeit zu entziehen, um dann anschliessend in Öl fetttriefend gebraten zu werden.

    Früher machte das vielleicht ja noch Sinn, angeblich um den Auberginen Bitterstoffe zu entziehen, aber mir ist in den letzten Jahren (leider) keine einzige Aubergine mit Bitterstoffen mehr untergekommen.

    Ein schönes Rezept, das sicherlich nachgekocht wird, und dann auch mit Lammhack.

    • FoodFreak sagt:

      ich muss gestehen, ich mag fettriefende (naja, nicht ganz) – in viel Öl gebratene Scheiben von Auberginen genau an der Grenze von knusprig und weich. Ich mag auch sehr gern einen persischen Auberginensalat, bei dem diese Scheiben dann mit Dickmilch, Kreuzkümmel, etwas Salz und Nanaminze geschichtet werden. Könnte ich im Sommer schüsselweise essen 😉 In Moussaka allerdings mag ich sie so auch sehr viel lieber.

  2. Sivie sagt:

    Das hört sich sehr lecker an und die Fotoportion ist suoer gelungen. Ich finde das Foto ist an Aufläufen das Schwierigste. Bei mir sieht es meist nach verunfalltem Matsch aus.

  3. rike sagt:

    Wow! Sieht toll aus! Leider ist hier nach wie vor schwierig an gutes Lamm zu kommen, das letzte hat richtig gehammelt 🙁 Das Foto ist große Klasse, kommt bei mir immer wie schon mal gegessen rüber, alles verlaufen, verrutscht,… Hut ab!

  4. Susa sagt:

    In Moussaka gehört meiner Meinung nach auch Lamm! Kannst Du Dir vorstellen, dass ich noch nie selbst Moussaka gemacht habe?

    • FoodFreak sagt:

      Ich kann mich dunkel entsinnen dass du mal vegetarische gemacht hast 🙂 oder zumindest ein Rezept dafür gepostet. Aber ich freue mich schon sehr auf ein ultimatives Monambelles-Moussaka-Rezept 🙂

  5. daniela sagt:

    Wenn ich morgen beim Gemüsehändler gute Melanzani bekomme. weiß ich schon, was es zum Abendessen gibt. 🙂

  6. Katja sagt:

    Hallo, das sieht superlecker aus!
    Eine Frage ergänzend habe ich noch: wie komme ich denn an den BBC Good Food Newsletter? Danke vorab, Gruß Katja

  7. mezzovoice sagt:

    Ausgezeichnet – das wird demnächst nachgekocht. Das gemischte Hack vom türkischen Metzger ziehe ich dem eher langweiligen Rinderhack auch bei weitem vor. Natürlich empfiehlt der BBC-Koch mageres Hack, schließlich gilt „fettarm“ gemäß den offiziellen Ernährungsempfehlungen als „gesund“. Diesen Unsinn kann man einfach beiseite lassen…

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