Kleine Laugenbrötchen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 9. April 2017 aktualisiert

Als ich auf Pinterest diese hübschen pretzel bites entdeckte, war meine Backlust geweckt.

Kleine Laugenbrötchen

Tatsächlich ist das Rezept für die Mini-Laugenbrötchen gar nicht so schwierig, und arbeitet, auch für Verpeilte geeignet, mit Küchennatron als Lauge für die Gebäckstücke.

Basis waren US-cups, daran hab ich mich gehalten.


Kleine Laugenbrötchen – Pretzel Bites

adaptiert nach einem Rezept bei allrecipes.com

Ergibt: 24 Stück

Zutaten

TEIG

  • 1 1/8 cups Wasser, Zimmertemperatur
  • 3 cups Weizenmehl Type 550
  • 3 Esslöffel (brauner) Zucker
  • 1 Tütchen Trockenbackhefe

LAUGE

  • 1/2 cup Natron (baking soda), etwa 150 Gramm
  • 2 Liter Wasser

UND

  • zerlassene Butter
  • grobes Meersalz

Zubereitung

  1. Aus Mehl, Wasser, Hefe, Zucker stellt man einen Hefeteig her, den die Küchenmaschine kneten darf, gibt bei Bedarf noch Wasser oder Mehl dazu bis die Konsistenz stimmt, und lässt den Teig gehen.
  2. Dann teilt man den Teig auf, in meinem Fall in 24 kleine Stücke, die ich mit etwas Mehl an den Händen zu Bällchen geformt habe (und wie man oben sieht auch zu kurzen Stangen), heizt den Ofen auf 200 °C vor, und bringt die Lauge in einem Topf zum Kochen.
  3. In die Lauge wirft man so 2-3 Bällchen auf einmal, lässt sie 10-15 Sekunden im Topf, und fischt sie wieder raus. Den ersten Schub habe ich auf einer Silikonmatte gebacken – keine gute Idee, die nimmt zu viel Hitze von unten weg; den zweiten Schwung dann auf Backpapier.
  4. Etwa 10 Minuten sollten reichen, aber auf jeden Fall schauen dass die Brötchen auch wirklich schön braun geworden und aufgegangen sind.
  5. Abkühlen lassen, wenn sie nur noch lauwarm sind, mit wenig zerlassener Butter einpinseln, und grobes Salz draufstreuen.

Auf einem Backstein bzw. einem vorgeheizten Blech hätten die Brötchen noch etwas mehr Unterhitze bekommen, was ihnen sicher gut getan hätte. Ach ja – volle 2 Liter Lauge hätte es nun nicht gebraucht, die Hälfte in einem kleineren Topf wäre auch okay gewesen. Und das schwierigste ist sowieso, die Häppchen nicht gleich lauwarm zu vernichten…

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

16 Antworten

  1. Tanja M. sagt:

    *sabber* Wie war das im Mittelteil mit Rossmann und dem Natron?

    • FoodFreak sagt:

      Bei Rossmann gibt’s, ich glaub irgendwo in Richtung Vitaminregal/Gesundheit, grüne Kartons mit Kaisernatron, da sind 5×50 Gramm drin in Einzelbeuteln. Alternativ gibt’s im Asienladen das Pfundpaket Arm & Hammer (orangener Karton) für irgendwas zwischen 1 und 2 Euro.

  2. MacKenzie sagt:

    Oh, das klingt tatsächlich nach einem Rezept das sogar ich hin bekommen könnte *auf nachmach liste setz*

  3. Cryptomon sagt:

    Nomnom! Sehr lecker!

    Da ich allerdings grade am Abnehmen bin, habe ich das Salz schon vor dem Backen drübergestreut und damit die Butter gespart. Schmeckt und hält, glänzt allerdings nichtmehr so fotogen 😉

    Generell ist mir der Teig zu süß, ich werde wohl das nächstemal nur einen Esslöffel Zucker und etwas Salz in den Teig machen.

    Auf ein paar der Stangen habe noch ich geriebenen Gouda gestreut — mein Freund liebt Käselaugenstangen, aber hier in Berlin gibt es die irgendwie nicht… selbst normales Laugengebäck, das dann auch schmeckt, sucht man lange.
    Bei mir sieht das ganze dann so aus:
    http://suentje.de/food/100_2822.jpg

  4. Anise sagt:

    Oh, das ist was für mich, die gekauften Brötchen schmecken einfach nicht so gut.

  5. huhuz… mal ne frage womit machst du eigentlich diese unglaublich tollen bilder?
    die sind so klasse das man direkt zugreifen möchte

    lg
    fio

    • FoodFreak sagt:

      Als Tipp: im Normalfall sind meine Bilder die bei Flickr liegen mit einem Link versehen, beim Klick drauf öffnet sich die Flickr Seite. da kannst du rechts oben hier zB sehen dass das Bild mit einer Canon 350D gemacht wurde, ein weiterer Klick öffnet die EXIFs und zeigt Dir Objektiv, Einstellungen, Belichtungen.

      Die meisten meiner Food Shots entstehen mit einem 50-mm Objektiv (1.8) mit der 350D, jedenfalls bis ich mir einen neuen Kamerabody leisten kann – manchmal auch mit der kleinen Point-and-Shoot, einer Canon Powershot 220. Und danke für das Lob 🙂 Entscheidender als die Kamera ist aber, so bitter das ist: genug Licht. Am besten viel Tageslicht, keine direkte Sonne – oder passende Beleuchtung.

  6. patrick sagt:

    Schaut ja richtig lecker aus ich steh total auf Laugenstangen. Wo bekommt man eigentlich die Lauge her? würde gern auch mal ganz ganz frische Laugenstangen machen.

    • FoodFreak sagt:

      In diesem Rezept wird, wenn Du genau hinsiehst, die Lauge mit Kaisernatron hergestellt, Wenn du mit richtiger Lauge mit NaOH arbeiten willst musst du anders vorgehen. NaOH-Tablettten oder auch fertige Natronlauge gibt’s online, in Apotheken, und im Chemiebedarf, manchmal sogar im Asienladen. Beim Umgang ist aber Vorsicht geboten.

  7. patrick sagt:

    Danke danke für den Tipp werde mal den Asialaden um die Ecke einen Besuch abstatten.

    • FoodFreak sagt:

      dann schaust du am besten nach ‚lye water‘. das wird in der chinesischen/malaysischen Küche nämlich auch für mooncakes benutzt.

  8. Lari sagt:

    Hört sich lecker an dein Rezept 🙂
    Ich würde es gerne mal nachbacken wenn
    Du mir verrätst wie viel Ml 1 1/8 cup sind.

    Liebe Grüße
    Lari

  9. Karin sagt:

    Wir mögen Laugengebäck sowieso immer ohne Salz – dann kann man sie auch gut mit Marmelade essen. 🙂 Natron kaufe ich immer in 500 g-Pack. auf einem Frühjahrs- oder Herbstmarkt. Da sind immer Gewürzstände, die auch Gewürze/Würzmischungen ohne Glutamat, Geschmacksverstärker oder Salz haben.

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