Käsekuchen mit Matcha, glutenfrei

Dieser Artikel wurde zuletzt am 7. September 2017 aktualisiert

Seit geraumer Zeit versuche ich Rezepte mit Klebreismehl (japanisch mochiko) zu entwickeln, zum einen weil ich das Produkt an sich sehr spannend finde, zum andren, weil ich aus verschiedenen Gründen ohne Gluten leben will / muss.

Klebreismehl gibt es in jedem Asienladen als glutinous rice flour. Als ich das Rezept für Japanese Cheesecake bei Little Teochew sah, war klar, dass ich auch das, gänzlich japanisch, mit Klebreismehl ausprobieren würde.

mochiko matcha marble cheesecake by foodfreak.de

Allerdings war das Ergebnis dann irgendwie ernüchternd – nicht dass es nicht geschmeckt hätte, aber irgendwie bin ich mehr der Typ für schweren Käsekuchen als das fluffig-lockere Zeug. Also begab ich mich erneut in die Foodfreak-Testküche.

Nach der Zugabe von Schmand, mehr Zucker und schliesslich (fast eine naturgegebene Ergänzung zu japanisch angehauchtem Käsekuchen) Matcha, dem japanischen Grünteepulver, war ich da wo ich sein wollte. Bei einem perfekten glutenfreien Käsekuchen ganz nach meinem Geschmack.


Käsekuchen mit Matcha, glutenfrei

Ergibt: 1 quadratische Springform von 24×24 cm

Zutaten

  • 50 Gramm Butter
  • 250 Gramm Doppelrahmfrischkäse, Philadelphia
  • 75 ml Milch
  • 250 Gramm Schmand
  • 170 Gramm Zucker
  • 6 Eier, getrennt
  • 1 Prise Salz
  • 100 Gramm Klebreismehl
  • 1 Esslöffel Matchapulver

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C vorheizen. Eine quadratische Springform (24 x 24 cm) ausfetten und Boden und Rand mit Backpapier auslegen.
  2. In einem Wasserbad Frischkäse, Butter, Schmand und Milch unter Rühren zu einer glatten Masse schmelzen. Eigelb, Salz, Zucker und Klebreismehl unterrühren. Etwa die Hälfte der Masse durch ein Sieb in eine saubere Schüssel streichen. Die andere Hälfte mit dem Matcha verrühren und einige Minuten stehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit das Eiweiß steif schlagen. Wichtig ist hierbei, das Eiweiß am Ende nicht mit zu viel Geschwindigkeit zu schlagen, damit gleichmäßige Luftbläschen entstehen.
  4. Die Vertiefungen einer Muffinform mit Wasser füllen und die Form auf den Boden des Ofens stellen. Das sorgt für das richtige feuchte Klima beim Backen. (Wer einen Backofen mit Dampfstoß hat, kann das natürlich ignorieren).
  5. Die Grünteemasse ebenfalls durch ein Sieb streichen. Das geschlagene Eiweiß auf beide Teighälften verteilen und unterheben. Zuerst die grüne, dann die weiße Masse in die Form füllen. Ein Messer hindurchziehen, um beide zu marmorieren.
  6. Ungefähr 90-100 Minuten backen, nach Bedarf mit Alufolie abdecken.
  7. Nach der Backzeit die Ofentür einen Spalt öffnen und den Kuchen langsam abkühlen lassen.

Während man mich mit den glutenfreien Backmischungen jagen kann, auch weil sie allergietechnisch mehr Probleme aufwerfen, als sie lösen, (und meist gruselig schmecken), ist das hier eine perfekte Lösung: der Kuchen schmeckt haargenau so, wie ich Käsekuchen mag.

Das Grundrezept lässt sich vielfältig abwandeln – ein ausgesprochen leckeres Backwerk, das es bei uns sicher nicht zum letzten Mal gab.


For an English version of this recipe click here.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. Ulrike sagt:

    Mmh, der sieht ja nicht nur gut aus, sondern auch das Rezept klingt gut.

  2. Die Idee mit dem Reismehl finde ich super. Das werde ich mir auch besorgen. Bisher habe ich „normales“ Reismehl aus dem Bioladen benutzt und war nicht so begeistert beim Kuchenbacken..

  3. rike sagt:

    Superlecker! Danke für die Tipps, bei mir jetzt ohne Matcha, aber auch lecker:
    http://www.genial-lecker.de/rezept_kasekuchen_glutenfrei/

  1. 22. Dezember 2011

    […] Die deutsche Fassung dieses Rezeptes findet sich hier. […]

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