iPad: BBC GoodFood magazine

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. September 2015 aktualisiert

Photo Mär 18, 9 55 36 vorm.Vor kurzem hat ein iPad bei mir Einzug gehalten, und natürlich interessieren mich auch die Foodie-Apps für das Gerät. Ab und zu, wenn mir eine App auffällt, werde ich die hier vorstellen.

Die erste App rund ums Essen und Trinken, die ich mir angeschaut habe, war die von BBC Good Food.

Im englischsprachigen Raum scheint sich langsam ein Markt für echte iPad-Magazine in App-Form (im Gegensatz zu DRM-geschützten PDFs der Printausgabe) zu entwickeln; für die Magazine gibt es eine Art Framework, die Gerüst-App, innerhalb derer dann Ausgaben gekauft und gelesen werden können.

Erfreulicherweise gibt es zur (kostenlosen) BBC Framework App eine ein wenig abgespeckte Testausgabe kostenlos; die Magazine – ausser der Testausgabe von November 2010 sind momentan drei neue GoodFood-Ausgaben aus dem Jahr 2011 erhältlich – kosten dann etwa 3 Euro im App Store, bzw in UK £1.79 zum Testpreis und £2.99, wenn man weitere Ausgaben kaufen möchte.

Eine Kurzanleitung, wie das Magazin zu bedienen ist, darf in der Testausgabe selbstverständlich nicht fehlen.

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Interessanter Punkt am Rande: wer ein reguläres Abo des Magazins besitzt, kann mit seinem Weblogin zum Abo auf die digitalen Ausgaben kostenlos zugreifen.

Zunächst mal macht es Freude mit der App durch das Magazin zu blättern, oder eher tappen und swipen. Die Fotos sind brilliant, und im Gegensatz zur gedruckten Ausgabe lassen sich natürlich viele Details schicker und visuell eleganter lösen. So erscheinen Rezepte als vollformatiges Bild, das sich erst auf Tap auf ein Symbol ‚umdreht‘ / umblättert und dann die genaue Rezeptansicht zeigt.

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In der Rezeptansicht gibt es allerlei Optionen, wie das Rezept mailen (leider nur als JPG mit den Rezeptanweisungen als RTF-Text), die Zutaten der Einkaufsliste hinzufügen, oder das Rezept in einer Kategorie bookmarken.

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Feature-Artikel zeigen beispielhaft die Möglichkeiten von digitalen Magazinen, hier am Beispiel eines Produktberichts über Thermometer – ein Tap aufs Bild ändert den Infotext.

Innerhalb eines Artikels kann man mehrere Bilder einbinden, die sich per Fingerbewegung durchwischen lassen, das findet mehrfach Anwendung, etwa bei einem Artikel über die Küche von Thomasina Miers, oder auch im Preview auf die nächste Ausgabe. Selbstredend kann man sich alles auch im Quer- statt im Hochformat ansehen.

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Das Magazin in vollem Umfang liefert künftig zusätzlich Rezeptvideos und How-Tos, und wie alles was im Appstore erworben wurde, wird es bei iTunes dem eigenen Account zugerechnet und liegt dort auch, wenn man es versehentlich oder aus Platzgründen mal vom Gerät geworfen hat, sicher verwahrt.

Gefallen hat mir die intuitive gut gemachte Navigation, die sich sowohl über eine Seitenleiste unten durchswipen lässt, als auch die visuelle Übersicht, die das Magazin anbietet.

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Der Content ist identisch mit dem gedruckten BBC Good Food Magazine, die exzellente Fotografie kommt auf dem Tablet allerdings sehr viel strahlender und kräftiger zur Geltung. Sehr cool fand ich weiterführende Links im Rezepttext, zu einem Glossar, oder im hier abgebildeten Rezept für Asianudeln mit Hoisinsauce ein Button: was kann ich noch alles mit Hoisin machen der zu Rezeptvorschlägen mit der Zutat im Web führt. Ich habe mich zum ersten mal Mitte der 90er mit (der Coolness und den Möglichkeiten von) Hypertext befasst – auf dem iPad werden die Versprechungen dieser lang vergangenen Zeit langsam Wirklichkeit.

Alles in allem eine runde Sache – ich würde mir wünschen, dass es das auch für das OLIVE magazine, das ich abonniert habe, bald gibt. Gefällt mir gut – und meine Hemmschwelle, ein Magazin aus dem Ausland zu kaufen / abonnieren sinkt dabei auch massiv; es ist ganz einfach sich eben das aktuelle Heft aus dem Web zu laden. Der Preis ist für das Gebotene mehr als fair, und durch die Testausgabe hat man auch nicht das Gefühl, die Katze im Sack zu kaufen, sondern kann sich einen Eindruck verschaffen ob einem das Magazin zusagt.

Ich hoffe, dass es bald noch mehr Food-Magazine dieser Art auf dem iPad geben wird.

Daumen nach oben.


Hinweis: alle Bilder dieses Artikels (bis auf das animierte Bild der Thermometer) lassen sich nach Klick drauf bei Flickr auch in groß ansehen

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. Klingt vielversprechend. Aber (noch?) „abe isch kein ipad“ 😉

  2. katha sagt:

    danke! kann’s kaum derwarten, noch eine woche…

  3. Paule sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Solche Apps und die Möglichkeit die Magazine online zu kaufen, bzw. auf dem iPad o.ä. zu lesen find‘ ich super. Vor allem bei ausländischen Zeitungen. Und man spart sich jede Menge Papier und Platz. Die überwältigende Bildqualität ist mir auch schon aufgefallen. Da kann kein Papier mithalten 😉 Die französische Elle à Table bietet eine ähnliche App an. LG

  1. 30. Juli 2011

    […] es, wie sollte es anders sein, eine kostenlose Ausgabe zum Anschauen, und die ist im Gegensatz zum BBC-GoodFood-Demoobjekt nicht beschnitten, sondern eine vollständige Ausgabe, hier The Light Issue, ein Sonderheft mit 74 […]

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