Chinesischer Schweinebauch nach Jamie O.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 31. August 2015 aktualisiert

Dass gute Küche nicht aufwändig sein muss, zeige ich ja gern in diesem Blog, und auch Asiaküche ist keineswegs so schwierig, dass man davor Angst haben müsste. Das folgende Rezept habe wir in einer Ausgabe von Lecker gefunden, die es dem britischen TV-Star-Koch Jamie Oliver zuschreibt – auch so jemand, der die Kunst des Einfachen zu zelebrieren weiß.

Chinesischer Schweinebauch

Benötigt wird hier ein schönes großes Stück Schweinebauch, möglichst ohne Knochen, im Idealfall auch schon vom Metzger von der Schwarte befreit, dazu kommen ein paar Gewürze und Hoisin-Sauce aus dem Glas, und das war’s auch schon fast.


Gegrillter Schweinebauch Chinese Style

nach: Lecker, Ausgabe 7-8/2009 – Rezept von Jamie Oliver

Ergibt: 6 Portionen

Zutaten

  • 8 Esslöffel Hoisinsauce, (bei uns: 1 Glas, Achtung: darauf achten dass kein Glutamat drin ist)
  • 1 Esslöffel Öl
  • 4 Esslöffel Balsamico-Essig; siehe auch Notizen
  • 2 Esslöffel Five-spice
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 kg Schweinebauch im Stück, ohne Schwarte
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Bund Koriandergrün
  • Alufolie

Zubereitung

  1. Den Backofen vorheizen (E-Herd: 175°C/Umluft: 150 °C/Gas: Stufe 2). Hoisinsoße, Öl, Essig und Fünfgewürz verrühren.
  2. Schweinebauch abspülen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer leicht würzen. Dann mit der Hoisinmischung rundum einstreichen und in einen Bräter legen. Mit Alufolie abdecken und im heißen Backofen ca. 2 Stunden braten – danach sollte das Fleisch zart, aber noch nicht zu dunkel und kross sein.
  3. Fleisch aus dem Bräter nehmen. Bratensaft auf dem Herd bei starker Hitze auf ca. die Hälfte einkochen, bis er etwas dickflüssig wird.
  4. Fleisch auf dem Grill oder unter dem Backofengrill ca. 10 Minuten grillen, dabei zwischendurch wenden und mit dem eingekochten Bratensaft bestreichen.
  5. Inzwischen Chili putzen, längs einschneiden, entkernen, waschen und fein hacken. Koriander waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen. Wenn das Fleisch rundherum braun und knusprig ist, in dicke Scheiben schneiden. Mit Chili und Koriander bestreuen.
  6. Dazu schmecken Reis und Paksoi.

Drei Dinge wären dazu noch anzumerken.

  1. entweder man nimmt einen billigen „Balsamessig“ oder gleich Reisessig; der Balsamico ist hier verschwendet.
  2. Ich würde beim nächsten Mal der Marinade noch einige zerstoßene Szechuanpfeffer-Beeren hinzufügen, (nur die Hüllen nehmen, die Kerne sind bitter) und evtl. ein paar Chiliflocken. Da, wo die frische Chili auf dem Schwein lag, ist es scharf, der Rest ist einfach süßlich aromatisch.
  3. Lieber das Schwein etwas langsamer und bei niedrigerer Hitze garen; evtl. kann man das sogar im Slowcooker vorbereiten, und wirklich erst zum Schluss knusprig braten; die Sauce verbrennt sonst recht fix.

Neben der Tatsache, dass hier ein wirklich preisgünstiges Stück Fleisch zu einem köstlichen Essen wird, was das Budget schont, gefiel uns, dass auch der fette Schweinebauch durch die lange Garzeit so gut wie keine Schwabbelstellen mehr hat, sondern ein tolles Stück Fleisch dabei rauskommt.

Dazu gab es bei uns Reis und Brokkoli, und ein klein wenig süße Sojasauce on top. Einfach und lecker. Reste kann man prima in ein Stir-Fry oder Sandwiches, oder auch chinesische Dampfbrötchen einarbeiten.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. 10. April 2013

    […] ich kürzlich den Chinesischen Schweinebauch nach Jamie Oliver-Rezept machte, war ein weiteres Gericht für die Resteverwertung bereits fest […]

  2. 13. Januar 2016

    […] Art, als indisches Stir-Fry mit Tamarinde und Ingwer, auf griechische Art vom Grill (Souvlaki), asiatisch mit Hoisinsauce aus dem Ofen, oder auch in der fabelhaften Version des Momofuku Pork Belly […]

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