Scharfe Kekse

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Die aktuelle (Januar/Februar 2011) Ausgabe des malaysischen Flavours-Magazins beinhaltet zum chinesischen Neujahr unter anderem einen Artikel über naughty salty sweets, würzig-süße Gebäckstückchen. Interessant klingen sie allesamt, besonders angetan haben es mir allerdings die Kekse mit Garam Masala.

garam masala cookies
Hier wird kein handelsübliches Garam Masala verwendet, sondern eine frisch zubereitete Zusammenstellung, die unter anderem Fenchelsamen enthält – eine Version die ich bislang noch nicht kannte. Auch die Zugabe von „chili flakes“ und zerbröselten Curryblättern verspricht ungewöhnliche Noten.

Das Rezept aus dem Magazin – das sei vorweg gesagt – funktioniert bis auf etwas arg lang geratene Backzeiten hervorragend. Ich habe mich genau an die angegebenen Mengen gehalten und auch das Garam Masala frisch gemacht – das ergibt etwas mehr als man braucht, ist aber keine Riesenmenge, und sehr aromatisch.

Garam Masala Cookies
aus dem Flavours magazine aus Malaysia, Jan/Feb 2011
Ingredients
  • GARAM MASALA
  • 1 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 1/2 TL Fenchelsamen
  • 3/4 TL Kardamomsamen, aus grünen Kapseln ausgelöst
  • 1/4 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 kleines Stück Zimtstange
  • 4 Gewürznelken
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • KEKSE
  • 150 g Butter
  • 1/2 TL Salz
  • 60 g Puderzucker
  • 3 TL Chiliflocken, bei mir: türkisches Pul Biber
  • 3 TL fein geschnittene Curryblätter, bei mir: getrocknete, fein zerbröselt
  • 1 1/2 TL vom Garam Masala
  • 230 g Mehl Type 550
  • 30 g Speisestärke (Maisstärke)
  • 1/2 TL Natron
  • 1-2 Esslöffel Milch
  • DEKO
  • 2 Eigelb, verschlagen
  • Kreuzkümmelsamen
Instructions
  1. MASALA – Die ganzen Gewürze in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, bis sie zu duften beginnen. Auf einen Teller geben und ganz auskühlen lassen, dann mahlen und das Muskatpulver untermischen.
  2. KEKSE – Ofen auf 180° C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Mehl, Stärke und Natron sieben. Aus den Zutaten einen Mürbeteig zubereiten, dabei die Milch ganz zum Schluss zugeben. – Food Processor bietet sich an.
  3. Den Teig mit Hilfe von Plastikfolie (aufgeschnittener großer Gefrierbeutel) nicht zu dünn ausrollen Ausstechen, auf die vorbereiteten Bleche legen. Nach Wunsch mit Ei einstreichen und mit Kreuzkümmel bestreuen. Bei 180°C backen bis die Kekse leicht golden werden oder die Glasur goldbraun – bei mir ca. 10-12 Minuten.

Das Ausrollen im aufgeschnittenen Gefrierbeutel klappt hervorragend. Ich habe mit zwei Teigportionen gearbeitet. Ebenso ist der Teig wirklich spitze für auch filigranere Keksausstecher geeignet – vorausgesetzt, man bekommt ihn aus dem Kiefersegment heraus, z.B. auch für den Piraten-Totenkopfausstecher.

pirate cookie
 

Die Bitzelchen Pul Biber sorgen für leichte Schärfe und nette kleine Überraschungsmomente, die Gewürze aromatisieren den angenehm süßen (aber nicht zu süßen) Keks hervorragend, und das Schlimme ist: ich könnte da jetzt einfach weiteressen – so lecker sind die Teile.

Allein auf die zusätzlichen Kreuzkümmelsamen obendrauf (die dem Ganzen aber so ein gewisses Hari-Raya-Flair bzw. indische Noten verleihen) könnte ich gut verzichten. Als Glasur empfiehlt sich sonst auch, das Eigelb mit etwas Milch oder Sahne zu strecken, aber ich brauche die Kekse nicht unbedingt glasiert.

Ungewöhnlich, und total genial. Ein Rezept das ich sicher wieder machen werde.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. mel sagt:

    these look awesome! i think i will include this in my sports fanatic weekend menu (RBS 6 Nations + USA Superbowl)

  2. Susa sagt:

    Gibt es die Flavour-Ausgabe online oder wie bist Du daran gekommen? Und würdest Du das Garam Masala in der Mischung auch für indische Sonntags-auf-der-Couch Currys empfehlen?

  3. Foodfreak sagt:

    Susa, ein paar Rezepte findet man auf http://kuali.com/ – ich habe flavours abonniert (overseas subscription) und bekomme alle 2 Monate das gedruckte Magazin, in das ich mich zum ersten Mal 2004 in Thailand verliebt hatte. Habe mir immer mal Ausgaben mitbringen lassen und nun doch ein Abo abgeschlossen.

    Das Garam Masala (was so knappe 3 EL ergibt) ist recht ätherisch, ich würde es vielleicht nicht gerade für Gerichte einsetzen die nach Punjabi Garam Masala verlangen – das ist sehr viel ‚wärmer‘ – aber es spricht nichts dagegen es auch in anderen Rezepten, die nach dem Blend verlangen, zu benutzen,

  4. katy sagt:

    Garam Masala ist eines meiner Lieblings Gewürze:) Ich koche sehr oft mit Garam Masala, werde dein Rezept unbedingt versuchen. lg katy

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