Kirschpralinen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. Dezember 2014 aktualisiert

Vor einiger Zeit hatte ich schon ein mal Amarena-Kirsch-Pralinen gemacht. Das Rezept hatte damals leidlich funktioniert, und weil ich mir vorgenommen hatte, mehr mit Schokolade zu machen und noch Kirschen übrig waren, habe ich mir aus dem nächstbesten Schokoladenbuch ein Rezept für Kirschpralinen ausgesucht. Chocolat: Sinnliche Verführung von Robert Linxe bietet genug Auswahl an Schokoladenrezepten und praktischerweise auch gleich eines mit Amarenakirschen. Und da ich aus diesem Buch noch nie nicht etwas gemacht habe, bietet sich das auch gleich für DKduW (mehr hinter dem Link) an.

Hier erst ein mal das Original-Rezept, von dem ich ein halbes genommen habe, sonst wäre das doch etwas viel geworden. Das Grundrezept ist für 45 bis 50 Pralinenmanschetten gedacht, ich konnte mit der Hälfte 30 füllen und hatte noch genug Schokoladenmasse über, um damit zwei kleine Tafelformen zu füllen.

Zutaten:

500 Gramm dunkle Schokolade, 60% Kakaoanteil
200 Gramm Sahne
1 Vanilleschote
35 Gramm weiche Butter
100 ml Sherry
1 Glas Amarena-Kirschen 130 Gramm Abtropfgewicht

Die Zubereitung liest sich ganz leicht. Zuerst kocht man die Vanilleschote in der Milch aus. Natürlich entfernt man erst das Mark, das hebt man für etwas anderes auf, für etwas, das nicht im Rezept erwähnt wird. Ich denke, bei den einen wird es einfach vergammeln, weil sie nicht wissen wo hin damit und bei den anderen, ja, die haben LaferLichterLecker gesehen und die werden, wie Frank Elstner es und vorgeführt hat, es einfach zum aromatisieren des Taschentuchs benutzen.

Doch zurück zum Rezept. Nach einer Minute nimmt man die Schote aus der Milch, Aroma hat sie ja abgegeben. Ich habe das etwas anders gelöst, wir haben vor langer Zeit Vanilleschoten mit Alkohol in ein Fläschchen gesperrt und wann immer wir Vanillearoma brauchen, dann nehmen wir einen Schuss davon. So habe ich das gemacht und ich finde, das ist keine schlechte Lösung.

Nun gut, die heiße Sahne gießen wir über die gehackte – oder wie bei mir in Pelletform vorliegende – Schokolade. Dann rühren wir so lange, bis die Schokolade geschmolzen ist. Bei mir hätte das eine Ewigkeit gedauert, denn der gute Herr Linxe arbeitet wohl sonst mit größeren Mengen und dann natürlich mit anderen Temperaturverhältnissen. Bei mir reichte die Wärme der Sahne gerade mal, um die Hälfte der Schokolade zu schmelzen. Den Rest erledigte ich über dem Wasserbad.

Nachdem die Schokolade endlich geschmolzen war, konnte ich mich wieder an das Rezept halten. Zuerst die Butter hinzu und unter Rühren schmelzen, dann den Sherry unterrühren und alles für vier Stunden kalt stellen.

In der Zwischenzeit kann man etwas anderes erledigen, die Amarenakirschen klein schneiden und schöne Stückchen für die Dekoration bereit legen, ein bisschen an der Playstation zocken, die Pralinenmanschetten bereit legen, ein Stündchen dösen…

Und dann die erkaltete und fest gewordene Masse auf dem Wasserbad wieder erwärmen, bis sie „glatt und geschmeidig“ ist. Ein Schritt, also das kalt stellen, den man sich auch hätte sparen können. Die Masse wird, wenn sie „glatt und geschmeidig“ ist, in den Spritzbeutel gefüllt. Damit soll man dann versuchen, die Pralinenmanschetten zur Hälfte zu füllen. Ich hätte die glatte und geschmeidige Masse auch ohne Förmchen auf ein Brett spritzen und das ganze Hundehäufchen nennen können. Also verfrachtete ich alles noch mal aufs Wasserbad und sorgte dafür, dass die Masse flüssiger wurde.

Dann füllte ich die Förmchen zur Hälfte, Foodfreak packte die Amarenastückchen rein. Wollte man das alleine machen, müsste man eine Ablage improvisieren, bei der der Spritzbeutel nicht ausläuft, oder man bräuchte eine dritte Hand. Ich füllte den Rest der Schokolade drauf und Foodfreak dekorierte mit den schöneren Kirschstückchen.

Nachdem die Pralinen im Kühlschrank abgekühlt und fest geworden waren, stellten wir fest: Lecker. Ja, wirklich lecker und viel besser als die anderen Amarena-Pralinen. Doch, wir haben hier nur die Masse, die zwar stabil und fest, aber immer noch etwas weich ist. Was fehlt ist eine knackige Schokoladenhülle. Dann wären die Pralinen perfekt.

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2 Antworten

  1. Pralinenmischung sagt:

    Schönen guten Tag Petra!
    Ich habe gerade in meinem Blog über eine Kirschpraline geschrieben, deshalb bin ich im Rahmen von Recherchen auch auf Ihren Beitrag gestoßen. Links werden in Kommentaren oft nicht so gerne gesehen, deshalb gebe ich hier mal lieber keinen an. 😉
    Vielleicht hätten Sie Ihrer Kirschpraline noch einen finalen Überzug aus Vollmilchschokolade gönnen sollen, um die knackige Schokoladenhülle zu erhalten. Die karamelligen Noten der Vollmilchschokolade harmonieren generell sehr gut mit den Aromen der Amarenakirsche. Kuvertüre einfach im Wasserbad auflösen und bei gut 31,5°C temperieren, Pralinen schnell eintauchen, auf ein Abtropfgitter legen und auskühlen lassen. Fertig! Aber ich erzähle Ihnen da vermutlich nichts neues.
    Mit den besten Grüßen!
    Bernd Hartenberger

  1. 13. April 2013

    […] und gar für Erwachsene sind dagegen die Kirschpralinen mit Amarenakirschen, die Herr datenhamster hier im Blog als Gastbeitrag zubereitet hat, und das nicht nur weil ein […]

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