Mokka-Kahlua-Mini-Torte

18. Januar 2011
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Dass ich ganz spontan ein Kochbuch bzw. ein Backbuch kaufe, passiert selten, aber als ich auf der Suche nach einer Kahlua-Torte bei Lisa is Cooking auf Fotos des Mocha Kahlua Cake und der Oatmeal Maple Bars aus dem Greyston Bakery Cookbook stieß, und dann noch die ausgezeichneten Reviews bei Amazon.com fand, war der Kauf schnell erledigt.

Glücklicherweise kam das Buch rechtzeitig, um meinem Liebsten diese

Mocha Kahlua Torte

 

Mokka-Kahlua-Mini-Torte

zum Geburtstag zu backen :-)

Aus dem Einleitungstext:

This luscious cake is great way to celebrate the birthday of a coffee-lover.

Passt :-)

Da ich nicht oft Torten mache, stellte mich das Rezept allerdings vor ein paar Herausforderungen. So besitze ich (noch!) keine 3 8-inch cake pans (dazu später mehr), und ich habe noch nie so ein buttercream frosting gemacht und war etwas skeptisch…

Mokka-Kahlua-Mini-Torte

1 Torte mit 20 cm Durchmesser – 8 Stücke

alle Angaben in cup (US-Meßtassen)

BÖDEN
3/4 cup gutes dunkles Kakaopulver
1 Esslöffel Instant-Espresso-Pulver
3/4 cup heisses Wasser
1 1/2 cup Zucker, getrennte Verwendung
1 cup Mehl Type 550
2 Teelöffel Natron (baking soda)
1 Teelöffel Backpulver
1/4 Teelöffel Salz
6 Eier, getrennt
1/4 cup Pflanzenöl
1 Teelöffel gemahlene Vanille (Original: 1 1/2 ts vanilla extract)
2 Eiweiss; Eigelb für Kahlua-Creme verwenden
3 Esslöffel Kahlua

KAHLUA-CREME
1/3 cup Zucker
1 Esslöffel Speisestärke (Maisstärke)
1 cup Sahne
1/4 cup Milch
2 Eigelb; die Eiweisse kommen in die Böden
2 Esslöffel Kahlua

FROSTING
110 Gramm Butter (1 stick), zimmerwarm
1/4 cup guter dunkler Kakao
3 Esslöffel Kahlua
3 cups Puderzucker, gesiebt
2 Esslöffel Sahne (im Original: Half-and-Half)

BÖDEN

Kakaopulver und Espressopulver mischen, in einer großen (möglichst Metall-) Schüssel mit dem heissen Wasser übergießen und zu einer glatten Creme rühren. Abkühlen lassen.

Mehl, Natron, Salz, Backpulver, Vanille und 1 Tasse Zucker in einer separaten Schüssel mischen.

Mit der Küchenmaschine 8 Eiweiss steif schlagen, dabei nach und nach 1/2 cup Zucker einrühren.

Eigelbe und Öl zur Schokomasse geben, unterschlagen, dann die Mehlmischung einarbeiten. Zunächst 1/3 des geschlagenen Eiweiss einrühren damit die Masse dünner wird, dann die restlichen 2/3 gut unterheben.

3 Backformen je 20 cm Durchmesser fetten und am Boden mit Backpapier auslegen, Teig gleichmäßig auf die 3 Formen verteilen, bei 175° etwa 25 Minuten backen (Stäbchenprobe). 10 Minuten abkühlen lassen, aus den Formen lösen. Papier abziehen (habe ich erst beim Zusammensetzen der Torte gemacht). Die Böden auf der Oberseite glatt schneiden (für die Kuchenkrümel gibt es im Buch einen eigenen Verwendungsvorschlag als gebackene Kuchenkrümel zum Dekorieren von Tortenrändern), noch warm mit je 1 Esslöffel Kahlua beträufeln.

KAHLUA-CREME

Zucker und Stärke mischen, Sahne und Milch und dann die Eigelb einrühren. In einem kleinen Topf unter Rühren zum Köcheln bringen und zu einer dicken Creme aufschlagen. Wenn alles ungefähr Puddingkonsistenz hat, vom Herd ziehen und den Kahlua untermischen, abkühlen lassen.

FROSTING

Im Buch wird zunächst die Butter mit Kakao und Kahlua gerührt und dann Puderzucker und zum Schluss Sahne zugegeben. Ich habe den Puderzucker mitsamt Kakao in eine grosse Schüssel gesiebt, um mir Kakaoklumpen zu ersparen, die Butter und Kahlua in die Mitte gegeben und mit dem elektr. Handrührer durchgearbeitet, dann die Sahne dazu, und es ergibt sich ein gut schmierbares Frosting.

ZUSAMMENBAU

Einen Boden mit der Schnittfläche nach oben auf eine Kuchenplatte legen, die Hälfte der Kahlua-Creme darauf streichen, dabei ungefähr 1 cm Rand frei lassen – die Creme verteilt sich von selbst dahin. Boden auflegen, wiederholen. Letzten Boden obendrauf legen, zwei Stunden kalt stellen damit das Ganze fester werden kann. (Wegen dieses Schrittes würde ich das Frosting auch erst ganz zum Schluß machen). Dann rundum mit dem Frosting einstreichen und nach Wunsch dekorieren (ich habe mit einer gezackten Teigkarte Wirbelmuster gemacht). Bis zum Servieren einige Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen.

Zu den Cake Pans: da ich mit der 20-cm-Springform arbeiten musste (jeweils frisch mit Papier ausgelegt und mit Butterschmalz den Rand ausgestrichen) hat sich das Backen natürlich etwas verzögert. Typische amerikanische cake pans sind nach oben minimal breiter als nach unten; die Böden – die gigantisch aufgegangen sind und dann wieder etwas in sich zusammenfielen – aus meiner Springform werden nach oben etwas schmaler. Mit einer cake pan hätte man sicher eine perfekt runde Form.

Das Rezept: gerade weil ich selten so etwas mache muss ich sagen: super. Die Schritte stimmen, die Mengen stimmen, alles klappt wunderbar – und auch geschmacklich ist der Kuchen 1a.

Besonders der Mokkabiskuit, der nur sehr zurückgenommen gesüßt ist, wird wahnsinnig locker und fluffig (kein Wunder bei 8 Eiweiß, der Teig wird wirklich eine große Schüssel voll, und ich war skeptisch ob ich das alles in 3 Durchgängen in die 20er Form bekomme…) Damit muss ich unbedingt mal Muffins backen.

Die Kahluacreme – das Buch bezeichnet sie als Custard, ich würde sagen es ist eine Creme patissiere – schmeckt ebenso lecker; wenn meine Creme etwas dicker geworden wäre (was vermutlich an mir lag oder einem Tick zu wenig Stärke) hätte man auch eine etwas dickere Cremeschicht in die Torte bekommen.

Das Frosting – es kommen ca. 300 Gramm Puderzucker rein – ist mir erwartungsgemäß ein wenig zu süß, im Verein mit den anderen Komponenten geht das aber durchaus. Es ist problemlos herzustellen, problemlos zu handhaben, und ohne Zicken im Kühlschrank fest geworden, und auch hier passte die Menge perfekt für meine kleine, hohe, dreistöckige Torte.

Fazit: die optischen Macken gehen voll auf meine Kappe; die Torte ist super, der Liebste fand sie lecker, und in dem Buch warten noch viele andere tolle Rezepte aufs Ausprobiert werden.
 


For an English version of this recipe click here.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

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12 Responses to Mokka-Kahlua-Mini-Torte

  1. 18. Januar 2011 at 16:27

    Oh, das sieht sehr lecker aus! Vielen Dank für das Rezept…muss ich unbedingt ausprobieren!

  2. 18. Januar 2011 at 17:05

    Die “optischen Mängel” sehe ich gar nicht so. Das ist eine sehr gelungene Torte, die danach schreit, aufgegessen zu werden. – Sieht sehr appetitlich aus!

  3. 18. Januar 2011 at 17:38

    Sieht Klasse aus. Ich bin auch gespannt auf deine weiteren Tests. Glückwunsch nachträglich an deinen Schatz.

  4. 18. Januar 2011 at 19:50

    Die sieht perfekt aus!!!

    Und nachträglich die besten Glückwünsche an Deinen Liebsten – da hat man fb, tw, usw. und vergisst doch noch Geburtstage… Shame on me.

    Ich glaube, ich geh’ jetzt was backen…

  5. 22. Januar 2011 at 16:30

    Ich finde auch, dass die Torte super ausschaut. Schade, dass das Rezept in cups kommt, sonst würde ich es doch prompt nachbacken. ;-)

    • FoodFreak
      22. Januar 2011 at 16:32

      Soll ich Dir einen Satz Meßtassen schicken? :-)

  6. 28. Januar 2011 at 13:36

    Die Torte sieht echt super aus und sollte definitiv von mir ausprobiert werden :)

  7. 27. März 2013 at 14:31

    Hello Petra!
    Nice to know you live in Hamburg. I have been living in Hamburg for the past 3 years also, but am from the states. I’m in the process of making a website myself. This cake looks amazing! I was looking at how you translated the American recipe to German ingredients. Is it really true that:
    1 TL Backpulver = 2 tsp. baking powder
    2 TL Natron = 1 tsp. baking soda
    1 TL gemahlene
    vanille = 2 1/2 tsp. vanilla extract

    I really thought that because German baking powder is single-acting, you needed more of it in American recipes. Am I wrong?
    Thanks for the tips!
    Robin

    • FoodFreak
      27. März 2013 at 15:24

      Hi Robin,
      no – Natron is baking soda, and regular baking powder in Germany is pretty much the same as your double-acting, we only have what you call double-acting, so there is no difference. The problem with vanilla is, only few people use ground vanilla (gemahlene Vanille), most people don’t use vanilla extract, but something called vanilla sugar (vanilla-flavored sugar sold in tiny packets). I don’t like the taste of the artifical vanilla flavoring. The quality of ground vanilla is also not always the same. I have used 1 ts ground vanilla for 1 1/2 ts vanilla extract. The mixup between soda and baking powder (more of one or the other in either German or English recipe) is either a fault on my side, or I didn’t have enough soda at that time, or maybe because I use a baking powder made from cream of tartar… I don’t recall, sorry.

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