DKduW – Dezember 2010

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2014 aktualisiert

Heute machte ich zum ersten Mal seit irgendwann vor Weihnachten den Feedreader wieder auf, und wurde fast erschlagen von Jahresrückblicken, Best-of-Listen und kulinarischen guten Vorsätzen.

All das erspare ich Euch zum Jahresbeginn in meinem Blog, und wünsche allen ein frohes, gesegnetes, gesundes und köstliches Jahr 2011.

Ganz kann ich Euch einen Rückblick allerdings nicht ersparen, denn ich bin noch die Zusammenfassung für die Dezember-Ausgabe des Events Dein Kochbuch das unbekannte Wesen schuldig, und ich schaue auch nur ganz ganz kurz zurück: im August 2007 fand der Event das erste Mal statt – danke für alle die seither daran teil genommen haben und immer noch teil nehmen!

Womit ich auch schon zu den Beiträgen für Dezember 2010 komme – trotz Weihnachtsstress und Feiertagen haben sich doch noch einige feine Rezepte und Bücher angesammelt, die inspirierte Foodies zusammengetragen haben.

Den Auftakt macht Frau Monambelles mit einem Rezept, das eigentlich noch in den November gehört hätte, aber uns beiden irgendwie entfleucht ist: Tapenade mit Thymian.

Pate stand hier das Buch Herbs in cooking von Maria und Nikos Psilakis, aufgespürt von Mr. Monambelles im gemeinsamen Griechenlandurlaub. Ich habe vorher noch nie grüne Tapenade gemacht, zumal sich mein Liebster aus Tapenade nicht viel macht – aber die Zugabe von Thymian finde ich so interessant, dass ich das sicher bald ändern werde.

Einen ausgesprochen winterlichen und bildhübschen Salat stellt Petra von Chili & Ciabatta auf den Event-Tisch.

Rosenkohl ist ja bei vielen ein eher ungeliebtes Gemüse, aber ich habe so den Verdacht, mit diesem farbenfrohen Rosenkohl-Salat mit warmer brauner Butter-Vinaigrette nach Andrew Swallows Mixt Salads: A Chef’s Bold Creations lässt sich der eine oder andere vielleicht bekehren 🙂

Von einem überhaupt nicht zur Bekehrung ausgelegten und wohl eher ungewöhnlichen Kochbuch hat sich Linda in Lindas Bistro inspirieren lassen. Es heisst richtig fressen. Rezepte zum Sattwerden. und wird von ihr folgendermaßen beschrieben:

Jürgen Tarrach ist nicht nur ein guter Schauspieler und begnadeter Sänger, sondern auch Hobbykoch und bekennender Vielfresser. Mit seinem Freund und Gesinnungsgenossen Klaus Ortner hat er im Laufe von 20 Jahren ungefähr 24 687 € vertelefoniert und 26 958 470 492 Kalorien verzehrt. Gemeinsam haben sie ihren Widerstand gegen den Schlankheitswahn dokumentiert – mit Rezepten für 2 Personen (im normalen Leben ausreichend für vier) und in Geschichten über ein verlorenes Paradies.

Wer jetzt Lust auf ein Schlemmermahl hat, liegt mit den Kalbsröllchen (neumodisch würde man sie wohl als Involtini bezeichnen) goldrichtig.

Die Beschreibung des Buches macht jedenfalls schon mal viel Spaß 🙂

Barbara hat sich auf Barbaras Spielwiese einem möglicherweise werdenden Klassiker gewimet: Der große Lafer – Die Kunst der einfachen Küche: 60 beliebte Klassiker und wie man sie genial variiert. „Genial“ ist mir ja nun schon ein bisschen zu viel Jamie-Oliver-Marketing-Speak, aber sei’s drum.

Neben einer ausführlichen und interessanten Beschreibung des Werkes von Deutschlands bekanntestem kochendem Österreicher hat Barbara natürlich auch draus gekocht, und zwar etwas vegetarisches:

Die Gebratenen Süßkartoffeln mit Walnüssen haben nach ein wenig Korrigieren der Säure schon mal gut gemundet – ein Gericht das ich mir auch im Hause Foodfreak sehr gut auf dem Tisch vorstellen kann.

Grundkochbücher von Sterne- und TV-Köchen boomen seit geraumer Zeit, ob es das für meine Begriffe eher mißlungene Kochgesetzbuch von Herrn Rach ist, der vorgenannte Lafer, oder Made in Italy von Giorgio Locatelli. Zu den Kochschulen die mir beim Anschauen ausnehmend gut gefielen gehörte Polettos Kochschule (nicht zu Verwechseln mit dem ein Jahr später nachgeschobenen Werk mit ähnlichem Titel, ergänzt um den Begriff Grundkurs).

Offensichtlich hat das Buch nicht nur mir gefallen – Rike von Genial Lecker hat das Buch hier vorgestellt (mit 4 verlinkten Rezepten) und für den Dezember-DKduW einen einfachen Klassiker hervorgeholt,

gebratene Polenta, die der ganzen Familie wunderbar schmeckte.

Foodina wagt sich mit Selbstgemachte Köstlichkeiten, von Oded Schwartz dafür an ganz ungewohnte Gefilde der Küche, jedenfalls für meinen Gaumen.

„Schug“ und „Harrief“ lauten die Namen der Würzpasten aus dem Jemen und Marokko. Was für mich mehr nach Karl May und Kara Ben Nemsi klingt, sieht von den Zutaten her wahrlich köstlich orientalisch aus – vielen Dank für die Inspiration!

Klassische türkische Küche hat sich Nesrin von Nesrin’s Küche im Dezember vorgenommen. Und da es mit dem Deutsch lesen nun besser klappt, hat Nesrin nicht nur nach Das türkische Kochbuch, von Nesran Halici gekocht, sondern sich auch voll Begeisterung in die dort beschriebene und liebevoll bebilderte Historie der türkischen Küche vertieft.

Der Kartoffel-Zwiebel-Salat ist typisch anatolische Küche, schreibt Nesrin, und ihr Bericht ermutigt mich, mir das Buch – das zum lokalen Bibliotheksbestand gehört – auch dringend mal auszuleihen und mich ebenso in den Orient verführen zu lassen.

Zum weihnachtlich-süßen Abschluß legt uns dann noch Anna Lena von der Hüttenhilfe leckere Schokosterne aus Ich helf Dir backen auf den Dessertteller.

Interessant finde ich, dass die derweil 3. überarbeitete Auflage dieses auch schon Küchenklassikers nunmehr um Hinweise und Rezepte für das glutenfreie Backen erweitert wurde; da hat jemand beim Verlag mitgedacht! Anna Lena lobt die einfachen, gut nachvollziehbaren Rezepte mit sozusagen Gelinggarantie – genau das was man von einem Grundbackbuch erwartet.

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, in Euren Kochbüchern zu stöbern und daraus etwas neues / altes beizutragen!
 


 
Wie immer: Ihr seid alle herzlich eingeladen, an diesem Event teilzunehmen – die Regeln stehen hier. Und sollte sich jemand mal im Round-Up nicht wiederfinden, bitte ich um kurze Info per Mail, es kann schon mal passieren dass mir ein Beitrag durch die Lappen geht; dann korrigiere ich das baldmöglichst.
 

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Danke für dieses schöne Event und die damit verbundene Arbeit. Aber es lohnt sich, man entdeckt doch immer wieder den einen oder anderen Schatz 🙂 Ich hoffe, auch im neuen Jahr wieder fleißiger mitmischen zu können.

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