Projekt Tassimo: Starbucks House Blend medium

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Der heutige Kaffee-Test unterscheidet sich von den vorangegangenen (und noch folgenden) dadurch, dass ich den Kaffee bzw. die T-Discs dafür selbst erworben habe; zwar hatte ich mir vorgenommen, mich nicht dem Konsumwahn hinzugeben bei der von Jacobs Krönung Vielfalt angestossenen Test-Aktion, aber ich wollte dann doch wissen, ob meine Abscheu gegen den Kaffee aus der Tassimo-Maschine am Brühverfahren an sich oder vielleicht am Jacobs-Kaffee liegt.

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Tassimo Starbucks House Blend medium / Melange Maison, medium

Nun ist Kaffee von Starbucks nicht unbedingt für seine geschmackliche Glanzleistung bekannt; in Usenet-Kaffeegruppen heisst der Röster aus Seattle seit Jahren nur Charbucks (charred = verkohlt), aber im Edekamarkt des Vertrauens gab es, abgesehen von Kaffee Hag und Milka-Kakao (und Twinings-Tee) nur Produkte aus dem Hause Jacobs, weswegen ich leicht zuckend zu der Packung mit 8 Discs griff. Bei Amazon werden dafür momentan direkt ex Tassimo luxuriöse 7,38 Euro fällig (hust), auch für 2,99 kann man die Discs bei anderen Anbietern finden; auf tassimo.de, dem Portal für das Fangirl, habe ich nicht nachgeschaut; bei Edeka habe ich 2,99 Euro bezahlt für 8 Discs, pro Portion also knapp das doppelte dessen, was die Jacobs Krönung kostet.

Das Prinzip ist dasselbe wie immer; Plastikdings einlegen, verriegeln, Tasse drunter, Knopf drücken. Die Starbucks Disc allerdings ist optimiert für 165 ml, und ich denke erst mal „wtf“. Eine deutsche Normkaffeetasse hat ca. 150 ml, ein Becher 220 bis 250 ml, wer um Himmels willen hat sich denn so eine krumme Zahl ausgedacht? 6 oz sind auch keine 165 ml… sei’s drum.

Die Beschreibung:

Eine Mischung aus lateinamerikanischen Arabica Kaffees.
Ein Kaffee mit mittlerem Körper, belebender Säure und reinem, ausgewogenen Geschmack.
Die Kunst des perfekten Genusses.

Pro Disc sind 8,5 Gramm Kaffee enthalten.

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Wie man sieht. passte der Kaffee randvoll in die Norm-Kaffeetasse. Beim Brühen roch es – ganz im Gegensatz zu den Jacobs-Mischungen – sehr angenehm nach intensivem Kaffee, und auch die Crema sieht schon deutlich besser aus als etwa noch beim Crema XL. Der Geschmack allerdings kann da nicht mithalten. Zwar schmeckt die Melange Maison wesentlich angenehmer und runder nach Kaffee als die Krönung, aber das Gebräu ist auch weiterhin zu stark, zu bitter und zu sauer. Von ‚reinem ausgewogenem Geschmack‘ keine Spur. Der Blend ist nur mit rauen Mengen Zucker oder Aromasirup genießbar. Ergibt Sinn, denn, wie manche Kaffeefreaks gern lästern, Starbucks verdient sein Geld nicht mit (gutem) Kaffee, sondern mit aromatisierter Milch…

Tatsächlich verdient hier Starbucks aber vermutlich ohnehin nur an der Verwendung des eigenen brands, Hersteller ist nämlich – wie sollte es anders sein – Jacobs bzw. Kraft Foods in Bremen; mit anderen Worten: Solange Tassimo draufsteht, ist sowieso Kaffee von Kraft Foods drin.

Fazit: wie man das von Tassimo und Starbucks gewöhnt ist, ist der Kaffee extrem überteuert und bitter und nur mit Mühe genießbar. Absolut keine Kaufempfehlung.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. nesrin sagt:

    Ich muss gleich für mich eine Kaffee kochen. Sieht lecker aus. Grüsse…

  2. DJ Berlin sagt:

    Irgendwie scheinen die den Starbucks aus dem Programm genommen zu haben. Egal ob im Laden oder im Internet findet man die nicht mehr. Das ist echt schade, wenn man sich wegen Starbuckskaffee eine Tassimo kauft…

    • FoodFreak sagt:

      Starbucks-Kaffee kann man in Bohnen und gemahlen besser bei Starbucks kaufen, dafür braucht man keinen schlechten Tassimo zu bezahlen

  1. 21. Mai 2013

    […] schauderlich Jacobs Caffe Crema XL – ungenießbar Jacobs Latte Macchiato – ekelhaft Starbucks House Blend Medium – eben so […]

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