Projekt Tassimo: Jacobs Krönung

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Zur Tassimo-Maschine im grossen Jacobs-Kaffeevielfalt-Test hatten Hersteller und Agentur noch drei Kaffeesorten beigelegt.

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Neben den im Projektforum (eigentlich ein Blog mit Kommentaren, unter einem Forum stelle ich mir was andres vor) heiss geliebten Latte-Macchiato-Discs war das noch ein Café Crema XL und natürlich die Hausmarke, Jacobs Krönung.

Ich bin aufgewachsen mit perfekt frisierten Fernsehmüttern, die zum Feste natürlich nur das Beste, also die Dröhnung Krönung von Jacobs auftischten und solchermaßen ihre Liebe für Familie und Schwiegermütter zum Ausdruck brachten. Und ich bin sicher, meiner Schwiegermutter würde die Jacobs Krönung – so sie ihr denn nicht zu stark wäre (‚davon krieg ich Sodbrennen‘) – auch vorzüglich munden.

In der Tassimo-Variante sieht das dann so aus:

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In den T-Discs findet man genau 7 Gramm Kaffeepulver (behauptet zumindest der Aufdruck, nachgewogen habe ich es nicht), die nach dem üblichen Verfahren – Einlegen, verriegeln, Tasse drunter, Knopf drücken – zuzubereiten sind.

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Der solchermaßen entstandene Kaffee ist sehr stark, sehr schwarz, kräftig sauer, und schmeckt bitter und massiv überröstet. Ein Genuß ist er auf keinen Fall; ab 2 Teelöffel Zucker auf die 150-ml-Tasse würde ich ihn als halbwegs genießbar betrachten; mit Sahne (oder Kaffeesahne) wird dann auch die Bittersauernote abgepuffert. Nur trinke ich meinen Kaffee normalerweise lieber ohne Zucker und sowieso ohne Kaffeesahne…

Bei Amazon bezahle ich für 16 Portionen (T-Discs) momentan 7,77 Euro. Für 7,77 Euro bekomme ich auch 1 Kilo Discounter-Espressobohnen, aus denen ich bei 7-9 Gramm je Portion über 100 Portionen Kaffee machen kann. Selbst bei Bio-Espresso für das Doppelte komme ich noch auf über 50 Portionen… und sogar der Discounter-Espresso schmeckt besser als das was die Tassimo hier produziert.

Fazit: Kann man notfalls trinken wenn es nichts andres gibt. Kaufen würde ich es nicht.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

17 Antworten

  1. Hesting sagt:

    Liegt das jetzt an der Maschine oder den Tabs?

  2. Alice sagt:

    Den normalen Kaffee find ich auch ned so berrauschend… ebenso den Capuccino. Werd ich auch nicht bzw. nicht mehr kaufen.

    Aber der Latte Macciato und der Milka Kakao (auch wenn er mir fast ein bisserl zu süß ist) haben mich überzeugt :o)

    • FoodFreak sagt:

      Zu dem Milkazeugs: ich brauche wirklich keine Kakaomaschine 😉 und spätestens beim Lesen der Zutatenliste würde ich das nicht kaufen mögen. Nenn mich Puristin, aber in meinen Kakao kommt echte Bio-Milch und hochwertiges Kakaopulver, und gesüsst wird nach meinem Geschmack, ohne Aroma, Gensojalecitihin und Süßmolkenpulver…

  3. Alice sagt:

    Da hast schon recht Petra, eigentlich braucht man sowas ned. Aber wenns mal fix gehn muss find ichs ganz ok :o)

    Was sagst zum Latte?

    • FoodFreak sagt:

      zum Latte wirds noch einen eignen Artikel geben… es gilt im Prinzip Ähnliches wie für den Kakao: wirf mal einen Blick auf die Zutatenliste 😉 – ich finde ihn aber auch rein geschmacklich _wirklich_ schauderlich.

  4. Alice sagt:

    ok 😉 dann warte ich noch ein bisschen 🙂

    Die Zutatenliste schau ich mir meistens gar ned an, wenn ich danach gehen würde, kann man ja kaum noch was gscheites Essen :o)

  5. zorra sagt:

    Du scheinst nicht überzeugt zu sein. Was mir beim Konkurrenz-Produkt gefällt, ist dass bei den Pads (ausser bei Milchkaffee) kein Plastikabfall anfällt. Das heisst ich kann die Pads auf den Kompost schmeissen. Und ich habe auch ein, zwei Sorten herausgefunden, die mir schmecken. 😉 Bei diesem System scheint es Plastikabfall zu geben, oder sehe ich das falsch?

    • FoodFreak sagt:

      Zorra: ich werde in den nächsten Artikeln und im Abschlußartikel noch mal drauf eingehen, aber: der Abfall ist der komplette Irrsinn. Der Kaffee ist in Plastik-Discs mit Metallfolienabschluss verpackt, die Discs dann in einen (bunt bedruckten) Umkarton und das wieder in bunt bedruckte (Metall?) Folie. Dagegen schneidet sogar eine Nespresso-Alukapsel noch fürstlich ab (und die macht besseren Kaffee).

      Alice: ähm… keine Zutatenlisten lesen? Ich bin ein klein bisschen erschüttert…

  6. Astrid sagt:

    Meine Oma hat eine Tassimo von ihren Kindern geschenkt bekommen. Sie hat aber dazu eine sehr ähnliche Meinung wie du.
    Der Abfall, der anfällt ist schon wirklich enorm. Und der stört mich schon bei meiner Nespresso, obwohl er da im Vergleich ziemlich gering ist…

    Der Kaffee schmeckt ihr auch nicht wirklich. Alles in allem ist sie eher unglücklich damit.

  7. Juliane sagt:

    Puh, das hört sich ja nach Kaffee zum Abgewöhnen an! Da bleibe ich weiterhin bei meiner schnöden Filterkaffeemaschine und bei meiner Espressokochkanne, bis ich mir evtl. mal einen Kaffeevollautomaten zulege. Aber sicher keine Tassimo…

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  8. dyfa sagt:

    Schon krass viel Müll für so ein bisschen koffeinhaltiges Heissgetränk. 🙁

  9. Ann sagt:

    Meine Eltern haben sich ja auch diverse Varianten an „Einportionenmaschinen“ angesehen, bevor sie sich ihre erste Senseo geholt haben. Ich stimme mit ihnen da überein.. Die meisten Systeme produzieren einfach nur völlig unnötige Müllberge (z.B. eben Tassimo oder die elitären Nespresso-Leutchen), die Cafissimo von Tchibo hat wenigstens den Vorteil, dass man die kleinen Kaffeekapseln nachfüllen kann.
    Grundsätzlich leuchtet es mir aber auch nicht ein, warum man sich, um unsäglich schlechten Kaffee (und das ist „deutscher Filterkaffee“ nun mal größtenteils) zu trinken, so eine Maschine holt. Da tut es die 15 Euro Filtermaschine mitsamt einem Wasserkocher auch…

    LG
    Ann
    (Die ihren Kaffee grundsätzlich schwarz mit max. etwas Vanillezucker trinkt und demnach gut schmeckenden Kaffee benötigt)

  1. 20. Dezember 2010

    […] tut das Gebräu nach wie vor schauderhaft, hauptsächlich schwarz und bitter – dem Test der Jacobs Krönung in der Einzeltassenportion ist da nichts […]

  2. 25. Februar 2013

    […] Jacobs Krönung – schauderlich Jacobs Krönung Verwöhnkanne – ebenso schauderlich Jacobs Caffe Crema XL – ungenießbar Jacobs Latte Macchiato – ekelhaft Starbucks House Blend Medium – eben so trinkbar […]

  3. 25. Februar 2013

    […] nicht mithalten. Zwar schmeckt die Melange Maison wesentlich angenehmer und runder nach Kaffee als die Krönung, aber das Gebräu ist auch weiterhin zu stark, zu bitter, und zu sauer. Von ‘reinem […]

  4. 25. Februar 2013

    […] Kaffee aus dem Jacobs Krönung Kaffeevielfalt Testprojekt habe ich auch schon verkostet, nämlich die Krönung. Der nächste Kaffee im Programm war die Crema […]

  5. 4. September 2013

    […] das Kaffeezubereitungssystem aus dem Hause Jacobs angeschaut hatte, habe ich Bekanntschaft mit der Krönung von Jacobs gemacht, und ich war, gelinde gesagt, nicht begeistert davon. So ging ich eher mit gemischten […]

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