Möhrensalat mit Hijiki und Rotkohl

Dieser Artikel wurde zuletzt am 24. Oktober 2016 aktualisiert

Es ist schon mittlerweile Jahre her, dass ich bei Flickr auf dieses Bild hin nach dem Rezept fragte und – wie das oft der Fall ist – eine freundliche Antwort zurück bekam. Irgendwie kam ich nie dazu, es nachzumachen – bis gestern.

Möhrensalat mit Hijiki und Rotkohl
Eine der geschmacksgebenden Zutaten ist Hijiki (Sargassum fusiforme, oder auch Hijikia fusiforme). Das Seegras bzw. die Braunalge aus dem Pazifik ist ein typisch japanisches Nahrungsmittel, reich an Mineralien wie Kalzium, Eisen und Magnesium, allerdings mehren sich die Hinweise darauf, dass Hijiki auch (zu viel) Arsen enthält. Das kann man aber wohl cum grano salis nehmen:

While the consumption of more than 4.7g hijiki seaweed per day could result in an intake of inorganic arsenic that exceeds the tolerable daily intake for this substance, the average daily consumption for Japanese people is estimated at 0.9g.

Auch mit dem Hijiki in diesem Salat kommt man nicht in die gefährlichen Bereiche, denn die kleinen Seegrasfäden wiegen ungefähr so viel wie Luft 😉

Wässert man das Hijiki gut, schmeckt es auch nicht mehr nach Ozean, sondern nur mild würzig.

Am Originalrezept habe ich einige kleine Änderungen vorgenommen, nämlich die Menge Ume-Su etwas reduziert und etwas Zucker für die Süße-Balance hinzugefügt.


Möhrensalat mit Hijiki und Rotkohl

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 3 Möhren, geschrubbt
  • 1/4 kleiner Kopf Bio-Rotkohl
  • 2 Handvoll Hijiki
  • 3-4 cm frischer Ingwer, gerieben
  • 3 Esslöffel Ume-Su, (Umeboshi-Essig, im Bioladen); im Original 4 EL
  • 3 Esslöffel dunkles Sesamöl
  • 1-2 Teelöffel Zucker

Zubereitung

  1. Hijiki in lauwarmem Wasser einweichen. Nach 15 Minuten durch ein Sieb giessen und noch einmal mit frischem kaltem Wasser einweichen. Nach weiteren 15 Minuten auf einem Sieb abtropfen lassen.
  2. Möhren und Rotkohl raspeln (in meinem Fall auf dem guten alten V-Hobel).
  3. Zucker, Ingwer und Ume-Su verrühren, das Öl unterschlagen. Mit Gemüse und Hijiki in einer Schüssel mischen und 30 Minuten durchziehen lassen, abschmecken.

Das Ganze schmeckt sehr würzig-salzig, und ist eine angenehm andere Alternative zu den Standard-Möhrensalaten. Bei uns gabs dazu kleine Yakitori-Spiesschen, bzw. Schweinefleisch und Shrimp auf Spiesschen gezogen, mit Light Soy bepinselt, und gebraten.


For an English version of this recipe click here.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

7 Antworten

  1. M. sagt:

    Jetzt muss ich nochmal in den Bioladen schauen um das Hijiki zu suchen 😀

  2. Amatō sagt:

    Foodfreak,
    wegen dem Hijiki und Arsen,die Algen werden nach dem Einweichen noch kurz im kochendem Wasser blanchiert.So werden die eventuellen Schadstoffe entfernt. Ich esse Hijiki sehr oft, sind sind sehr lecker und extrem gesund(ich lebe noch ;-))

  3. Ich bin ja nicht so der große Salat-Versteher, aber dieser macht mich total an. Hijiki habe ich noch nie gesehen bzw. gehört. Ich nehme an, es ist nicht mit Wakame vergleich- bzw. ersetzbar?

    • FoodFreak sagt:

      nein, Wakame ist völlig anders, sowohl in der Textur als auch im Geschmack. Hast du schon mal Ume-su probiert? Der Geschmack ist auch eher speziell. Die Kombination der Aromen macht es.

  4. Nein, auch noch nicht. Gut, dann werde ich Beides besorgen. Danke!

  1. 5. Oktober 2010

    […] dem sehr leckeren Möhrensalat mit Hijiki und Rotkohl wollte ich noch ein weiteres Rezept für Möhren mit Hijiki ausprobieren, und zwar aus Washoku: […]

  2. 10. März 2012

    […] deutsche Fassung dieses Rezeptes gibt es hier. Tags: cabbage, gluten-free, Hijiki, salads, […]

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