Gurken-Garnelen-Curry nach Madhur Jaffrey

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11. Dezember 2016 aktualisiert

Zur Beute aus dem Garten meiner Mutter zählten neben Kürbissen und Zucchini in der Größenordnung eines taktischen Atom-U-Bootes (*seufz*) auch ein paar kleinere Gurken, von Sorte und Reifegrad etwas woraus meine Großmutter wohl Senfgurken gemacht hätte (eine der wenigen Gurkenzubereitungen die ich bis heute scheusslich finde, ausser an den berühmten Eiern mit Senfsauce) und die man im norddeutschen Raum tendenziell als Schmorgurken bezeichnen würde.

Ideal also, um gegart zu werden ohne dabei an struktureller Integrität zu verlieren, denn labbrige Gurken gehen gar nicht.

Spicy Prawn and Cucumber Curry

Es ist eine für mich sehr ungewöhnliche Kombination, die aber erstaunlich köstlich schmeckt. Durch die Fenchelsamen zu den Garnelen hat es beinahe eine südfranzösische Note…


Gurken-Garnelen-Curry nach Madhur Jaffrey

adaptiert nach: Madhur Jaffrey’s Far Eastern Cookery

Ergibt: 3 Portionen

Zutaten

  • 400 Gramm Garnelen, geschält und entdarmt
  • 300 Gramm Gurke, geschält, halbiert, entkernt, in 1 cm breite halbe Scheiben geschnitten (netto gewogen)
  • 4 Schalotten, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 2 Esslöffel gemahlener Koriander
  • 1 Teelöffel Fenchelsamen, grob gemörsert
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Esslöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 3-4 getrocknete rote Chilis, grob zerbröckelt
  • 250 ml Kokosmilch
  • Pflanzenöl
  • 2 Schalotten, in dünnen Halbringen
  • 1 Knoblauchzehe, in feinsten Streifen
  • 1 Teelöffel ganze Fenchelsamen

Zubereitung

  1. Die Garnelen waschen und trockentupfen.
  2. In einem Wok oder einer grossen Pfanne gehackten Knoblauch, gehackte Schalotten und Gewürze bis Chilischoten mischen, 350 ml Wasser zugeben, zum Kochen bringen und ohne Deckel ca. 5 Minuten kräftig kochen lassen.
  3. Gurken hinzufügen und aufkochen, dann 1-2 Minuten köcheln lassen. Kokosmilch zugeben. Wenn die Mischung (gut rühren) aufkocht, die Garnelen hinein geben und eben gar werden lassen.
  4. In der Zwischenzeit das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und Knoblauchstreifen sowie Schalottenringe darin golden braten; zum Schluss die ganzen Fenchelsamen untermischen, einmal umrühren und den Pfanneninhalt zum Curry giessen. Servieren.

Im Vergleich zum Original habe ich die Knoblauchmenge und vor allem die Flüssigkeitsmenge, die offenbar auf heisse asiatische Gas-Wok-Flammen angepasst war, reduziert. Ich vermute mal, das Curry würde man in Asien eher mit Bitter Gourd machen, aber die Variante mit Schmorgurke ist ausgesprochen lecker, die Knackigkeit der Gurke und die Frische harmonieren bestens mit dem Aroma der Garnelen und den indischen Gewürzen – eine schöne Idee für alle, die Schmorgurke mit Hackfleisch einmal zu oft essen mussten 🙂

Update: und weil Chili & Ciabatta mich nett drauf gestupst hat, reiche ich das auch gleich als Beitrag für den monatlichen Event Cucina rapida ein.


For an English version of the recipe click here.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

5 Antworten

  1. Spontan wäre ich auf diese Kombination sicher nicht gekommen, aber sie gefällt mir. Ist ja ein richtig schnelles Gericht – wäre was für die Cucina rapida 🙂

  2. creezy sagt:

    Davon abgesehen, dass ich für alle Gurkenrezepte sterbe auch für die Senfgurken und andererseits kein sehr großer Curry-Fan bin, liest sich das hier ganz lecker und zumindest einmal ausprobier würdig …

  3. adelhaid sagt:

    ich hätte doch noch eine frage: was für gurken sind das nun? einlegegurken (aus denen dann senfgurken werden können), schmorgurken oder normale, quasi salatgurken? die sind ja alle unterschiedlich im geschmack, und schmorgurken gäbs bei uns grad wieder auf dem markt, und die klassisch norddeutsche variante hat mich im letzten jahr schon gelangweilt..

  1. 2. Mai 2011

    […] Now, if you do not cook in a mile-high-flame-powered wok or karhai, the amount of liquid is way too much, you’ll need about half of the water and coconut milk mentioned. I reduced the amount of garlic as well, because it was too much for my taste. Other than that, I loved the dish – well worth doing it again. Zur deutschen Fassung des Rezeptes geht es hier entlang. […]

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