Gaby Frankemölle – Die neue Art zu kochen – Slowcooking

Dieser Artikel wurde zuletzt am 1. September 2015 aktualisiert

Es ist schon viele Monate her, dass das Buch

neueart

Die neue Art zu kochen – Slowcooking – Crockpot kochen

von der deutschen Queen der Slow Cooker-Bewegung, Gaby Frankemölle, Einzug in meinen Haushalt hielt.

Zu diesem Zeitpunkt besaß ich noch keinen Slow Cooker – aber wenige Tage später. Das sagt doch fast alles, oder?

Aber der Reihe nach. Bei verschiedenen Food Bloggern im deutschen Raum findet man seit geraumer Zeit Gerichte für den Slow Cooker. Wörtlich ist das ein Langsam Kocher, also das komplette Gegenteil der Fix-und-foxi-in-nur-10-Minuten-Küche. Die Idee des Slow Cookers kommt aus den USA, wo die Geräte seit Jahrzehnten aus den meisten Haushalten kaum noch wegzudenken sind. Vereinfacht gesagt, ist ein Slow Cooker ein Gerät, das stromsparend Koch- und Schmorgerichte auf kleiner Hitze gart. Der Vorteil – neben der Stromersparnis: Auch wer den ganzen Tag unterwegs ist kann abends (oder am späten Nachmittag) das warme, frisch gekochte Essen aus dem Topf holen, ohne allzu viel Aufwand.

Gaby Frankemölle hat diese Idee nach Deutschland geholt, zuerst mit ihrem Crockyblog, und nun mit diesem Buch, dessen zweite Auflage (im Gegensatz zu der mir vorliegenden Fassung) mit einer praktischen, handlichen Spiralbindung versehen ist, die das Benutzen erheblich erleichtert.

In Die neue Art zu kochen-Slowcooking-Crockpot kochen vermittelt sie dem Leser dabei das Handwerkszeug, das man braucht, um sich mit dieser in unseren Längengraden unbekannten Art des Kochens vertraut zu machen.

Das reicht von einer formidablen Kaufberatung (Crockys, wie die Geräte auch oft genannt werden, kann man mittlerweile auch in Deutschland gut bekommen) über „Quick Fix“ Küche vom Stil man nehme zwei Tüten Fix-für… bis zu kompletten tollen Schmorgerichten, sowie Anleitungen dazu wie man eigene Rezepte für den Keramik-Kocher adaptiert und was es bei der Slowcooker-Küche noch zu berücksichtigen gibt.

Ich will ganz ehrlich sein; für *mich* ist die Rezeptauswahl nicht unbedingt optimal geeignet; zu ‚basic‘, aber das ist ja für ein Grundlagenkochbuch nicht verkehrt. Fisch etwa gehört für mich keinesfalls in einen Crockpot; auch Dinge die wirklich gebacken werden wollen, sind darin suboptimal (Lasagne etwa), und an Kochen mit Fertigprodukten, wie in einem der Kapitel vorgeschlagen, ist in meinem Haushalt nicht zu denken, aus vielen Gründen.

Die Schwerpunkte bei den Gerichten sind nicht unbedingt solche die ich gewählt hätte, das ist aber eine ganz persönliche Präferenz, und hat sicher auch damit zu tun dass mir Slow Cooking und der vorgestellte Stil des Kochens schon seit 20 Jahren zumindest theoretisch in seiner kompletten Vielfalt aus dem englischen Sprachraum vertraut sind. Dass ich nach diesen 20 Jahren dann doch den Sprung gewagt habe einen Slow Cooker zu kaufen, geht allerdings voll auf das Konto dieses Buches.

Etwas bedauerlich finde ich, dass bei den Gerichten Mengen angegeben sind für entweder einen 3,5 Liter oder einen 6,5-Liter Crockpot – bei so manchem hätte ich mir vielleicht Mengenangaben für beides gewünscht, denn ich habe in meinem Zwei-Personen-Haushalt nur einen kleinen Slowcooker. Aber das ist Kleinkram…

Dank der gut aufbereiteten und überaus nützlichen Infos in diesem Buch kann damit wirklich jeder loslegen und im Handumdrehen leckere Dinge zubereiten. Wer sich dem Thema Slow Cooking (insbesondere) auf Deutsch erstmals nähern will, kommt an Gaby Frankemölles Buch als grundlegendem Werk für Einsteiger nicht vorbei. Schade nur, dass es zumindest bei Amazon wohl gerade mal wieder vergriffen ist, dem Büchlein, dem Thema und der Autorin ist eine baldige Neuauflage zu wünschen.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

7 Antworten

  1. M. sagt:

    Ich finde die Idee des stromsparenden Kochens gut, allerdings muss ich zugeben, dass ich Bedenken hätte das Ding eingeschaltet zu lassen wenn ich den ganzen Tag nicht im Haus bin. Wenn wir ausser Haus sind laufen bei uns nur die Küchengeräte wie e-Herd, Mikrowelle, Kühlschrank auf Stand-By.

    • FoodFreak sagt:

      Eine Mikrowelle auf Stand-by? Warum, damit die Uhrzeit stimmt? – Ein Crockpot hat den Stromverbrauch einer Glühbirne. Die Chance dass der Kompressor Deines Kühlschranks das Zeitliche segnet ist höher als dass hier etwas schief geht. Was soll da passieren?

  2. M. sagt:

    Nein, weil die Steckdosen nicht zu erreichen sind, ohne dass man die Geräte aus dem Einbauschrank nimmt. (Kühlschrank ist natürlich sowieso an).

    Ich denke eher an irgendwelche eventuellen Gerätefehler – dass da nichts zu brennen anfängt. Wahrscheinlich bin ich einfach nur übervorsichtig. Relikte aus der Kindheit.

  3. la23ng sagt:

    Ich kann mich ja noch an Kochkisten erinnern, die waren ausschliesslich wärmegedämmt, aber die Idee war die selbe (das war die Generation meiner Grosseltern).

  4. Sabine sagt:

    Ich selber besitze einen Slow-Cooker (MR 3,5l)
    und wüsste wirklich nicht was ich ohne den nur
    machen soll! 😉
    Kennen und schätzen gelernt habe ich die Dinger
    vor gut drei Jahren bei Freunden in Kanada…

  5. Gabi sagt:

    WOW- das Lob freut mich aber, vor allem, weil es aus so berufenem Munde stammt 😉 Was die Mengen angeht: Einfach verdoppeln bzw. halbieren, das haut fast immer hin – außer es steht anders beim Rezept dabei. Die Kuchen funktionieren beispielweise nur im kleinen, die Dampfnudeln nur im großen Topf. Der Verlag hat mir zugesagt, eine neue Auflage zu drucken – ich hoffe das geschieht bald! Viele Grüße, Gabi

  1. 23. September 2010

    […] ich hier ja schon die deutsche Slow-Cooker Bibel Fibel vorgestellt habe, war’s an der Zeit auch den […]

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